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Sendung vom 16. Februar 2012
Yvonne Willicks zu Besuch bei Tiere suchen ein Zuhause-Moderatorin
Claudia Ludwig
Hauswirtschaftsmeisterin Yvonne Willicks besucht ihre Kollegin Claudia Ludwig, Moderatorin der WDR-Sendung Tiere suchen ein Zuhause. Claudia lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in einem alten Haus in der Nähe von Frankfurt am Main. Sie hat drei Katzen und zwei Hunde. Kein Wunder, dass die Ludwigs ständig mit Tierhaaren konfrontiert sind – ein erstes Einsatzgebiet für die Servicezeit-Moderatorin. Die zweite Aufgabe für Yvonne: die Vorratskammer aufräumen und den Herd der Lebensmittelmotten zu finden, die die Familie plagen.
Es nützt in der Regel nichts, mit Tierhaaren verunreinigte Kleidung einfach in der Waschmaschine zu waschen. Wenn man die Kleidung direkt in die Waschmaschine gibt, verhaken sich die Haare nur noch stärker und sind nachher schwer zu entfernen. Es empfiehlt sich deswegen, vor dem Waschen die Kleidung kurz in den Trockner zu legen. Die Haare fangen sich im Flusensieb. Danach kann man die Wäsche wie gewohnt waschen.
Claudia Ludwigs Vorratskammer ist ein kleiner Raum an der Küche, der sich mit einer Tür verschließen lässt. Dort bewahrt sie ausschließlich Lebensmittel auf: Reis, Getreide, Nudeln, Gewürze etc. – alles, was nach dem Gebrauch oder nach dem Abfüllen in die Küchendosen übrig bleibt. Sie hat Motten und den Herd noch nicht gefunden. Claudia möchte gerne wissen: Kann sie Motten verhindern? Wie gefährlich sind diese? Und wie wird sie sie wieder los?
Verhindern kann man Lebensmittelmotten nicht. Sie haben nichts mit Unsauberkeit zu tun. Man kauft sie mit den Waren im Supermarkt, oder sie fliegen zum Fenster hinein. Sie haben einen guten Geruchssinn und mögen weder Essig noch ätherische Öle. Das Aufstellen von Schüsselchen mit solchen Flüssigkeiten oder Ähnlichem kann also helfen, allerdings wandern die Gerüche auch in die Vorräte.
Die Motten verderben die Lebensmittel durch ihre Ausscheidungen und Gespinste. Allergische Reaktionen, Schleimhautreizungen und Darmerkrankungen können bei Verzehr die Folge sein. Deshalb unbedingt sofort loswerden und nichts essen, was von Motten befallen sein könnte!
So werden Sie Lebensmittelmotten wieder los: Alle Lebensmittel wegschmeißen, auch die, die nicht so aussehen, als seien sie befallen. Alles gründlich aussaugen oder den Föhn draufhalten. Damit werden auch die Larven abgetötet. Anschließend die Schränke mit Essigwasser auswaschen. Schälchen mit ätherischen Ölen (zum Beispiel Lavendel) aufstellen und circa vier Wochen lang keine Lebensmittel lagern. So sterben auch die erwachsenen Motten, die sich gut verstecken. Sie selbst richten keinen Schaden an, sondern nur ihr Nachwuchs mit den Kokons und den Spinnfäden.
Um zukünftig Motten zu vermeiden: Schon beim Einkauf von kohlehydrathaltiger Nahrung darauf achten, dass keine Spinnfäden enthalten sind. Dann in mottensichere Behälter umfüllen. Plastik und Pappe sind nicht mottensicher. Die Tierchen haben starkes Fresswerkzeug.
Die meisten Mottenfallen gegen Lebensmittelfallen sind sogenannte Pheromonfallen. Mittels dieser Pheromone werden die männlichen Tiere angelockt, sie bleiben in den Fallen kleben und verenden. Die Fallen sind in erster Linie dazu geeignet, einen Mottenbefall zu erkennen. Da das Schädliche aber die Larven sind, muss der Mottenherd in jedem Fall gefunden werden.
Inga Thiede
Stand: 16.02.2012
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