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Sendung vom 21. Februar 2012
Runter mit den Fixkosten
Zum Jahresanfang ist meist Ebbe im Portemonnaie. Ob Kfz-Versicherung, Nebenkostenabrechnung oder Sparvertrag: Die verschiedensten Rechnungen fressen den meisten Verbrauchern ein dickes Loch in den Geldbeutel. Doch wer einmal jährlich seine Kosten genauer unter die Lupe nehme, könne locker 20 Prozent seiner Fixkosten einsparen, so die Verbraucherzentrale. Auf das Jahr gerechnet, lassen sich auf diese Weise spielend leicht mehrere Hundert Euro zur Seite legen – ohne Einbußen bei der Qualität der Leistungen. Keine Angst: Verzichten muss man als Verbraucher dabei auf nichts, außer auf ein bisschen Bequemlichkeit.
Rund ein Drittel aller Verbraucher verzichten auf einen Wechsel ihres Energieanbieters und bleiben beim örtlichen Versorger – eine Treue, die sie teuer zu stehen kommt. Unser Vergleich mit dem Internetportal www.energieverbraucherportal.de zeigt: Bei den Energiekosten wie Strom und Gas lassen sich ohne Probleme mehrere Hundert Euro pro Jahr sparen. Wichtig sei allerdings – so der Rat der Verbraucherzentrale – der Blick aufs Kleingedruckte. Wer wechseln will, sollte bei einem neuen Vertragsabschluss auf Folgendes achten:
Bei Versicherungen lässt sich zunächst einmal am leichtesten bei der Zahlweise sparen: Wer nur einmal im Jahr überweist statt monatlich, vierteljährlich oder halbjährlich, kann bis zu fünf Prozent der Versicherungsprämie sparen.
Lohnend ist auch, regelmäßig die Kfz-Versicherung zu checken. Hier ist das Einsparpotenzial meist am höchsten.
Überprüfen sollte man auf jeden Fall, ob jede Versicherung tatsächlich nötig ist. Dabei helfen gerne die unabhängigen Versicherungsberater der Verbraucherzentralen. Vorsicht ist bei sogenannten Versicherungsmaklern geboten: Diese haben vielleicht mehrere Hundert Versicherungen im Portfolio, raten aber im Zweifelfalle zu der Police mit der besten Rendite für sie selbst.
Ein Versicherungscheck ist auch dann ratsam, wenn sich Lebensumstände ändern – dann sollte man sich von unnötigen Policen trennen, zum Beispiel von doppelt vorhandenen Policen nach der Hochzeit oder von Bestandteilen in Policen, die nicht mehr benötigt werden, wie zum Beispiel vom Arbeitsrechtsschutz, wenn man in Rente geht.
Internetportale sind für eine erste Information durchaus ratsam. Wer sich für einen Abschluss interessiert, muss wissen, dass die Portale mögliche Sonderrabatte von Versicherungsangestellten nicht in ihre Rechnung mit einbeziehen. Außerdem lohnt der genaue Blick ins Kleingedruckte: Inwiefern unterscheiden sich die Leistungen? Was passiert mit Rückstellungen? Andernfalls ist die Überraschung im Schadensfall groß.
Im Tarifdschungel der vielen Anbieter blickt mittlerweile kaum noch einer durch – zumal die Tarife fast im Monatstakt wechseln. Grundsätzlich gilt: Prepaid garantiert zwar eine gute Kostenkontrolle, ist aber nicht immer günstiger. Zu empfehlen sind in jedem Falle Partnertarife. Vor einem Wechsel lohnt ein genauer Check der alten Rechnungen, um das Telefonverhalten zu analysieren. Über unterschiedliche Internetportale lässt sich dann ein günstiger Anbieter finden. Durch eine Vertragsoptimierung lassen sich bis zu 180 Euro pro Jahr sparen.
Ebenfalls Geld wert ist der Blick auf Konto und Kreditkarten. Auch hier gibt es zahlreiche Internetportale, über welche man Banken findet, die eine kostenlose Kreditkarte und zum Beispiel Abhebungen von Bargeld im Ausland anbieten.
Eine unabhängige Beratung gibt es über alle Verbraucherzentralen.
Kleiner Tipp: Ein Blick ins Impressum verrät manchmal, ob die Portale unabhängig sind.
Claudia Wolfgramm
Stand: 21.02.2012
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