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Sendung vom 21. Februar 2012
Haushaltscheck: Versteckte Stromfresser aufspüren
Wer sich regelmäßig über hohe Stromrechnungen wundert, sollte seinen Haushalt auf Stromfresser überprüfen. Mit Strommessgeräten, die einfach zwischen Steckdose und Gerät gesteckt werden, lässt sich der Verbrauch leicht ermitteln. Oft sind diese Strommessgeräte bei regionalen Energieversorgern und Verbraucherzentralen auszuleihen oder günstig im Elektrofachhandel zu erwerben.
Wer ältere Kühl- und Gefrierschränke dauerhaft nutzt, sollte über die Anschaffung energieeffizienter Geräte nachdenken. Die Unterschiede im Verbrauch sind zum Teil erheblich.
Ein handelsüblicher Kühlschrank (150 Liter) von 1998 verbraucht durchschnittlich etwa 255 Kilowattstunden pro Jahr. Bei einem angenommenen Strompreis von 0,24 Euro pro Kilowattstunde verbraucht dieses Gerät im Jahr Strom für 61 Euro. Ein Kühlschrank derselben Größe mit Energieeffizienzklasse A++ verbraucht nur 135 Kilowattstunden pro Jahr, das entspricht etwa 32 Euro pro Jahr – fast die Hälfte!
Das Durchschnittsalter einer deutschen Tiefkühltruhe liegt bei 17 Jahren, das eines Kühlschranks bei 14 Jahren. Der Stromverbrauch ist im direkten Vergleich mit neuen Geräten enorm. So ist seit 1990 der Energieverbrauch von neuen Kühlschränken, Waschmaschinen und anderen Großgeräten um bis zu 80 Prozent gesunken.
Bei Geräten, die älter als zehn Jahre sind, lohnt es sich also, diese durch neue, energieeffizientere zu ersetzen. Bei modernen Haushaltsgeräten gibt es zum Beispiel schon eine Energieeffizienzklasse A+++. Und auch im Stand-by-Betrieb haben neue Geräte inzwischen eine bessere Bilanz. Eine Richtlinie der EU schreibt seit letztem Jahr vor, dass Haushalts- und Bürogeräte nicht mehr als zwei Watt im Ruhebetrieb verbrauchen dürfen.
Schon nach wenigen Jahren macht sich die Anschaffung eines neuen Geräts durch Stromersparnis bezahlt. Beim Kauf kann sich der Verbraucher am sogenannten EU-Label orientieren. Dieses europaweit einheitliche Energieverbrauchsetikett teilt die Geräte weiterhin in die Energieeffizienzklassen A+++ bis G ein, gibt aber zusätzliche Informationen, wie zum Beispiel in Bezug auf die Lautstärke des Geräts, an.
Durch die genaue Angabe des Stromverbrauchs lassen sich Anschaffungskosten und Betriebskosten gegeneinander aufrechnen.
Nach Angaben der Deutschen Energie-Agentur GmbH kann ein Haushalt, der seine alten Geräte durch neue, energieeffizientere ersetzt, bis zu 180 Euro im Jahr sparen. Das ist nicht nur gut für den eigenen Geldbeutel, sondern schont auch Umwelt und Klima.
Doch wohin mit den alten Haushaltsgeräten? Ausrangierte Kühlschränke und Tiefkühltruhen müssen fachgerecht entsorgt werden, da sie umweltschädliche Kühlmittel enthalten. Informieren Sie sich bei den Kommunen über eine mögliche Entsorgung durch Reinigungsbetriebe, Müllentsorger und Recyclinghöfe.
Auch durch die Art der Anwendung von Küchengeräten kann man den Stromverbrauch drosseln. Für den Gebrauch von Dunstabzugshauben gilt zum Beispiel: Schalten Sie den Abzug etwa zwei Minuten vor dem Braten an. So entwickelt sich auch bei niedrigster Stufe ein guter Sog.
Carla Drobkewitz
Stand: 21.02.2012
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