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Sendung vom 22. Februar 2012
Spritpreise: Einmaleins der Sparer
Rekordpreise an den Tankstellen: 1,67 Euro für einen Liter Super. Die Frage, wie man an günstigen Sprit kommt, wird immer mehr zu einem anstrengenden Sport für Autofahrer. Bis zum vergangenen Jahr galt die Regel: Montags ist der Sprit am günstigsten, am Freitag ist er richtig teuer.
Das belegt eine Studie des ADAC. Dieser hat die Spritpreise der vergangenen drei Jahre beobachtet. Montags waren die Preise am niedrigsten, am Freitag waren sie am höchsten. Im Schnitt mussten die Autofahrer für Super und Diesel freitags 0,04 Euro mehr bezahlen. Doch diese einfache Regel gilt nicht mehr.
Die Mineralölkonzerne heben und senken die Spritpreise zum Teil mehrmals am Tag. Mal ist der Sprit dienstags günstiger, mal mittwochs, und in der nächsten Woche ist der Donnerstag der beste Tag zum Tanken.
Dahinter stecke keine Absicht, betonen die Konzerne stets. Ihre Begründung: Die Preisgestaltung sei abhängig vom Rohölmarkt.
Der Effekt der ständig wechselnden Preise bleibt bei Tankkunden allerdings nicht aus, meint der Wirtschaftspsychologe Fabian Christiandl. Durch die wechselnden Preise gewöhnen sich die Kunden an ein hohes Preisniveau. Die Kunden werden regelrecht dazu erzogen, jeden Preis zu akzeptieren, weil niemand genau sagen kann, wann es wieder günstiger wird.
Allerdings gebe es auch Kunden, die sich dadurch erst herausgefordert fühlten, meint Christiandl. Sogenannte Smartshopper, die immer auf der Suche nach dem günstigsten Preis sind. Ihr Mittel gegen die undurchschaubare Preispolitik der Mineralölkonzerne sind Internetportale wie www.nice-prices.de/tanken/benzinpreisvergleich.php. Dieses zeigt die günstigsten Preise in der Umgebung an. Auf der Internetseite www.benzinpreis-aktuell.de hingegen kann man sich über die Durchschnittspreise informieren und mit der Tankstelle vor Ort vergleichen. Das geht sogar unterwegs. www.clever-tanken.de gibt es auch als App für das Smartphone. Auch diese Seite zeigt die günstigsten Preise in der Umgebung an. Allerdings hinken die Portale oft hinterher, wenn man an der Tankstelle steht, sind die angegebenen Preise längst schon wieder höher. Der Grund: Die Seiten hängen davon ab, wer wann einen Preis meldet.
Allen anderen Autofahrern raten die Experten, wenig zu tanken, wenn der Preis „gefühlt“ hoch ist. Und die wichtigste Faustregel heißt: Bei vermeintlich günstigen Preisen immer den Tank randvoll machen, auch wenn er erst zur Hälfte leer ist. Denn dann kommt man auch über die Preisspitzen in der Regel gut hinweg.
Jens Gleisberg
Stand: 22.02.2012
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