Burgen und Schlösser
Die Perlen des Münsterlandes
- Freitag, 27. Juli 2012, 18.20 - 18.50 Uhr
- Montag, 30. Juli 2012, 13.00 - 13.30 Uhr (Wdh.)
Traumhafte Wasserschlösser und romantische Burgen – insgesamt über 100 historische Bauten zeugen von der großen Baukunst des Münsterlandes. In kaum einer anderen europäischen Region gibt es so viele Herrensitze, Gräftenhöfe, Wasserschlösser und Burgen.
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Überall im Münsterland findet man Schlösser und Burgen, etwa die Burg Vischering, eine der schönsten Wasserburgen weit und breit.
Ihre Geschichte beginnt mit Karl dem Großen, der vor mehr als 1.200 Jahren die Sachsen vertrieb und im eroberten Gebiet Fliehburgen anlegen ließ – Befestigungen, in die sich die Bewohner mit all ihrem Hab und Gut und ihrem Vieh zurückziehen konnten. Wassergräben – so genannte Gräften – dienten als Schutz.
Burg Vischering in Lüdinghausen wurde im 13. Jahrhundert erbaut und sieht noch heute aus wie eine trutzige Verteidigungsanlage. Dicke Mauern umgeben von einem ausgedehnten Gräftensystem, Schießscharten und Wehrgängen – keine andere Burg in Westfalen vermittelt einen so authentischen Eindruck vom Leben im ausgehenden Mittelalter. Nicht umsonst gilt sie als eine der schönsten Wasserburgen weit und breit.
Von der Verteidigung zur Repräsentation, die im 17. Jahrhundert im Vordergrund stand. Glanzpunkt jener Epoche fürstlicher Baukunst ist Schloss Nordkirchen. In einem 170 Hektar großen Park liegt das größte und bedeutendste Barockwasserschloss Westfalens, gebaut im Stil der Anlagen von Versailles. Bei einer Führung begegnen Besucher neben barocker Pracht auch dem berühmtesten Baumeister des Münsterlandes: Johann Conrad Schlaun. Er vollendete Schloss Nordkirchen und verschaffte der Machtentfaltung des westfälischen Adels das passende Ambiente.
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Im Barock stand die Repräsentation im Vordergrund. Das prächtige Schloss Nordkirchen ist ein wunderbares Beispiel dafür.
Auch das Rüschhaus bei Münster wurde von Schlaun gestaltet. Mit dem Gräftenhof ist ein weiterer großer Name eng verbunden: Annette von Droste-Hülshoff, die hier mit ihrer Mutter wohnte, nachdem der Vater 1826 gestorben war. Der Stammsitz der Familie liegt in Havixbeck – auf der Burg Hülshoff. Hier wurde Annette von Droste-Hülshoff im Januar 1797 geboren. Heute gibt die Burg Einblick in das Leben einer der größten deutschen Dichterinnen, zu deren bekanntesten Werken „Der Knabe im Moor“ und „Die Judenbuche“ zählen.
Das Münsterland ist aber nicht nur Schlösserland, sondern auch Fahrradland. Die 100-Schlösser-Route gilt als die Königin der deutschen Radrouten. Auf 960 Kilometern führt sie zu den „Perlen des Münsterlandes“. Es gibt vier Rundkurse, welche jeweils die schönsten Schlösser, Burgen und Herrensitze in der Region miteinander verbinden. Münsterland-Tourismus und zahlreiche Anbieter bieten organisierte Touren mit Übernachtungen an.
Autorinnen: Beate Höfener und Carolin Wagner
Stand: 27.07.2012
- Dieter on Tour extra: Burgen und Schlösser (Servicezeit-Reportage vom 25. Mai 2012)
- Münsterland-Tourismus Ausführliche Informationen rund um den Urlaub im Münsterland
- Schlösser im Münsterland Münsterland-Tourismus
- muensterland.de Informationen aus der Region
- Das Münsterland & Die 100 Schlösser-Route Informationen zum Radfahren im Münsterland
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