Strom abgedreht

Wenn man die Rechnung nicht mehr bezahlen kann

  • Montag, 10. Dezember 2012, 18.20 - 18.50 Uhr
  • Dienstag, 11. Dezember 2012, 13.00 - 13.30 Uhr (Wdh.)

Ein Frau, die einen Topf Wasser über einem Gaskocher erhitzt

Strom abgedreht

(30:40)

Montag, 10. Dezember 2012, 18.20 - 18.50 Uhr

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Die Verbraucherzentrale rät, sich frühzeitig Hilfe zu holen, wenn es mit der Stromrechnung eng wird. Was kann man tun? Grundsätzlich gilt: Auch wenn man knapp bei Kasse ist, sollten Miete, Strom und Heizung immer vor allen anderen Verpflichtungen gezahlt werden. Bei Rückständen umgehend Hilfe bei den Verbraucherzentralen, Schuldnerberatungen oder dem Sozialamt suchen, um nicht in eine Schuldenspirale zu gelangen, lautet der Rat der Verbraucherschützer.

Ein Frau, die einen Topf Wasser über einem Gaskocher erhitzt

Versorger dürfen die Stromlieferung nur kappen, wenn:

  • Abschläge auch nach einer Mahnung nicht gezahlt wurden.
  • die Schulden mindestens 100 Euro betragen.
  • über die Sperrung vier Wochen vorher informiert und sie dann noch einmal drei Tage vorher konkret angekündigt wurde.


Verhandeln lohnt sich

Viele Stromanbieter bieten auf Nachfrage eine Ratenzahlung an. Den ersten Schritt muss aber immer der Verbraucher machen. Genau das wissen aber viele Verbraucher nicht, deshalb ist es sinnvoll, sich schnell Hilfe zu holen, wenn man in Schwierigkeiten gerät.

Bei Härtefällen kann eine Sperrung auch dann verhindert werden, wenn eine Ratenzahlung nicht möglich ist. Dies gilt für ältere, bettlägerige Personen oder Haushalte mit Kleinkindern. In einem solchen Fall besteht die Möglichkeit, sich beim Amtsgericht einen kostenfreien Beratungshilfeschein zu holen. Damit kann man dann beim Anwalt klären, ob Aussicht auf Erfolg besteht, eine einstweilige Verfügung zu beantragen, um die Sperre abzuwehren.

Ein Anschreiben, über den noch offenen Gesamtbetrag

Verbraucher-Check

Häufig kann man mit der richtigen Beratung die Kostenfalle Strom noch abwenden. Hierbei beraten die Verbraucherzentralen kostenfrei:

  • Einnahmen-/Ausgaben-Check. Wo kann ich noch sparen?
  • Wurden wirklich alle möglichen Zuschüsse wie Wohngeld, Kinderzulagen etc. beantragt?
  • Gibt es heimliche Stromfresser wie Ladegeräte, TV-Geräte etc. im Haushalt?


Eine Verbraucherschützerin im Gespräch

Das kostenlose Beratungsangebot der Verbraucherzentrale heißt „NRW bekämpft Energiearmut“. Viele Beratungsstellen der Verbraucherzentralen bieten offene Sprechstunden an. Vor allem in Aachen, Bielefeld, Krefeld, Köln und Wuppertal sind Beratungszentren eingerichtet worden für Menschen, die Probleme haben, ihre Stromrechnungen zu bezahlen, oder die Probleme mit ihrem Energieversorger haben.



Autorin: Susann Liman


Stand: 10.12.2012, 15:54 Uhr