Kochmesser im Praxistest
- Donnerstag, 13. Dezember 2012, 18.20 - 18.50 Uhr
- Freitag, 14. Dezember 2012, 13.00 - 13.30 Uhr (Wdh.)
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Fleisch oder Fisch schneiden, Gemüse zerkleinern und Kräuter hacken – ein gutes Kochmesser kann dies alles und ist vielseitig einsetzbar. Für die meisten Modelle muss man allerdings ziemlich tief in die Tasche greifen. Die Servicezeit wollte wissen, ob auch günstige Kochmesser der Einstiegsklasse bis 30 Euro bereits für den Einsatz in der Küche tauglich sind.
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Kochmesser sind unentbehrliche Küchenutensilien. Doch taugen auch günstige Modelle für den universellen Einsatz?
Die getesteten Kochmesser
- Fiskars Functional Form, Kochmesser, circa 13 Euro
- KAI Pure Komachi 2, Kochmesser, circa 17,50 Euro
- WMF Kochmesser Classic Line, circa 30 Euro
- Zwilling Twin Point, Kochmesser, circa 28,50 Euro
Die Tester
- Dominic Jeske, Sternekoch aus dem Feinschmecker-Restaurant „La Société“ in Köln
- Thorsten Reichel, Betriebsleiter „FrischeParadies“ in Hürth
- Melanie Seehase, Hobbyköchin aus Hürth
Die Testmethode
Alle Tester versuchen, einen Kürbis zu zerlegen, zudem versucht der Sternekoch, möglichst dünne Tomatenscheiben zu erhalten, der Betriebsleiter möchte einen Lachs in feine Scheiben schneiden und die Hobbyköchin versucht sich an einer luftgetrockneten Salami.
Die Testergebnisse
Fiskars Functional Form Kochmesser
Das Messer ist leicht und der Griff aus Gummi – für Sternekoch Dominic Jeske eher „eine günstige Verarbeitung“. Beim Bearbeiten der Kürbisse beklagen alle Tester den enormen Kraftaufwand. Das Schneiden dünner Tomatenscheiben gelingt dem Sternekoch nicht, die Hobbyköchin beschwert sich: „Das Messer lässt sich einfach nicht sauber führen.“ Auch die Lachsscheiben zerfleddern. „Scharf ist es, aber der Schliff ist einfach nicht perfekt bei diesem Messer“, erklärt der Betriebsleiter vom FrischeParadies.
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Beim Fiskars-Messer wird der Schliff und damit die schlechte Schnittführung bemängelt.
Kai Pure Komachi Kochmesser
„Der Griff ist wirklich eine Katastrophe, der hat gar keinen Grip“, so die erste Kritik von Dominic Jeske. Dafür lobt Thorsten Reichel die Breite der Klinge. Beim Praxistest scheitert das Messer am Kürbis: „Hier gleitet nichts, hier schneidet nichts“, so Hobbyköchin Melanie Seehase. Seine Qualitäten kann das Messer dann aber beim Zuschneiden dünner Scheiben zeigen. Sowohl Tomate, Lachs als auch Salami können fein geschnitten werden.
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Das Kai Pure Komachi Kochmesser schneidet Tomate, Lachs und Salami gut, scheitert aber beim Kürbis-Test.
WMF Kochmesser Classic Line
„Da hat man was in der Hand“, so der Sternekoch. „Man sieht auch, dass es vernünftig genietet worden ist“, ergänzt die Hobbyköchin. Der erste Eindruck ist also durchaus positiv. Das ändert sich beim Kürbis-Test. „Gut schneiden lässt sich da gar nix, das ist ein Drücken unter enormen Kraftaufwand“, erklärt Melanie Seehase. Auch die anderen Tester üben hier Kritik. Dafür überzeugt das Messer beim Schneiden feiner Scheiben. Dabei lässt es sich sauber führen, die Tester sind zufrieden.
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Der erste Eindruck des WMF-Messers ist zwar positiv, doch auch mit diesem haben die Tester Probleme, den Kürbis zu zerteilen.
Zwilling Twin Point Kochmesser
Der Grip des Griffes sei gut, die Breite der Klinge ebenfalls. Der erste Eindruck unserer Tester ist positiv. Das ändert sich auch nicht beim Kürbis-Test: „Wunderbar komme ich hier durch – kein großer Kraftaufwand“, erklärt Thorsten Reichel. Lob auch vom Sternekoch beim Zuschneiden der Tomate: Mit dem Messer könne man „ganz hauchfeine Scheiben“ schneiden und man erhalte ein „tolles Tomaten-Carpaccio“.
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Testsieger mit den Stimmen aller Tester ist das Kochmesser von Zwilling.
Der Testsieger
Eindeutiger Favorit aller Tester ist das Twin Point Kochmesser von Zwilling. „Es liegt perfekt in der Hand, hat die richtige Breite in der Klinge und es ist wunderbar scharf“, erklärt Thorsten Reichel das Ergebnis.
Autoren: Stephan Creydt
Stand: 13.12.2012, 14:00 Uhr
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