Korkenzieher im Praxistest

Fünf stylishe Modelle auf dem Prüfstand

  • Donnerstag, 20. Dezember 2012, 18.20 - 18.50 Uhr
  • Freitag, 21. Dezember 2012, 13.00 - 13.30 Uhr (Wdh.)

Alle getesteten Korkenziehermodelle

Korkenzieher im Praxistest

(30:50)

Donnerstag, 20. Dezember 2012, 18.20 - 18.50 Uhr

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Viele Weinfreunde stehen dem Schraubverschluss auf Weinflaschen skeptisch gegenüber. Scheint er ihnen doch – übrigens unberechtigt – ein Beweis für eher billige und nicht so hochwertige Weine. Hierzulande mag man das leise „Plopp“, wenn eine Flasche entkorkt wird. Unerlässlich dafür: ein Korkenzieher. Die Servicezeit fand fünf eher außergewöhnliche Modelle, die ganz unterschiedlich funktionieren. Alle Korkenzieher sind stylish – und damit perfekte Weihnachtsgeschenke. Tatsächlich? Welcher Korkenzieher seinen Job wirklich gut macht, zeigt unser Praxistest.



Alle getesteten Korkenziehermodelle

Die getesteten Korkenzieher

  • Screwpull, Classic PM-110, circa 25 Euro
  • BottleTool, Druckluft-Korkenzieher Corkup, circa 32,50 Euro
  • Butlers, Sommelier, circa 30 Euro
  • Monopol, Ent- und Verkorker „Ah-So“, circa 14 Euro
  • WMF, Vino, circa 40 Euro


Die Tester

  • Thomas Sommer, „Sommelier des Jahres“ laut Gault Millau 2013, arbeitet im Schlosshotel Lerbach in Bergisch Gladbach
  • Ingo Hopmann, Patron des Gourmetrestaurants „Hopmanns Olive“ in Erkrath
  • Katharina Hadem, Schauspielerin und Weinliebhaberin


Die Testergebnisse

Classic PM-110 von Screwpull
Das erste Manko fällt unseren Testern sofort auf: Der Korkenzieher besteht aus drei Teilen. Da verschwinde schon mal schnell eines in einer Küchenschublade, bemängelt Katharina Hadem. Zudem wirke der Korkenzieher auf sie instabil. Das Ziehen der Korken funktioniere allerdings „kinderleicht“, so Thomas Sommer, das Herausdrehen sei sogar mit einem Finger möglich.



Korkenziehermodell Classic PM-110 von Screwpull

Druckluft-Korkenzieher Corkup von BottleTool
Dieser Korkenzieher erinnert unsere Tester an eine Spritze oder eine Luftpumpe. Tatsächlich wird eine Nadel in der Mitte durch den Korken gestoßen, danach soll man die Pumpe ein paarmal auf- und niederschieben bis der Korken durch den steigenden Druck langsam aus der Flasche kommt. Das klappt jedoch nicht bei jedem Korken gleich gut. Zudem befürchten unsere Tester, dass nach einigen Gläsern Wein die Gefahr recht groß sei, mit der Nadel abzurutschen und sich in die Hand zu stechen.



Druckluft-Korkenzieher Corkup von BottleTool

Sommelier von Butlers
Dieser Standkorkenzieher ist für unsere Tester eine Nummer zu groß. Kein Modell, das in der Schublade verschwinden könne, sondern leider viel Platz beanspruche. Zudem müsse man das Modell erst auf die jeweilige Flaschengröße einstellen. Danach funktioniert das Korkenziehen aber einfach.



Korkenziehermodell Sommelier von Butlers

Ent- und Verkorker „Ah-So“ von Monopol
Für dieses Modell ist ein gewisses handwerkliches Geschick notwendig. Patron Ingo Hopmann und Katharina Hadem verzweifeln an diesem Ent- und Verkorker. Die Schauspielerin ruiniert sich sogar ihr Kleid beim Versuch, einen Korken zu ziehen. Allein der Sommelier des Jahres 2013 schafft es in zwei Versuchen, die Flasche vom Korken zu befreien. Großer Vorteil für den Weinexperten: Das Monopol-Modell ist der einzige Korkenzieher im Test, bei dem der Korken nicht durchstochen wird und somit kein Kork auf den Wein fallen kann.



Ent- und Verkorker ¿Ah-So¿ von Monopol

Vino von WMF
Stabil und stylish – so der erste Eindruck unserer Tester. Der gute Eindruck verfestigt sich beim Ausprobieren: Die Handhabung ist denkbar leicht: Durch einfaches Drehen wird der Korken herausgezogen. Einziger Nachteil: Auch hier wird wieder der Korken durchstochen.



Korkenziehermodell Vino von WMF

Der Testsieger

Mit den Stimmen von Patron Ingo Hopmann und der Schauspielerin Katharina Hadem gewinnt der „Vino“ von WMF. Der Korkenzieher sei stabil, formschön und sehr einfach zu handhaben. Sommelier Thomas Sommer entscheidet sich für den „Ah-So“ von Monopol, weil bei diesem Modell der Korken nicht durchstochen werde und man die Flasche damit sogar wieder verschließen könne.



Autor: Stephan Creydt


Stand: 20.12.2012