Alkoholfreier Sekt im Geschmackstest
- Mittwoch, 30. Januar 2013, 18.20 - 18.50 Uhr
- Donnerstag, 31. Januar 2013, 13.00 - 13.30 Uhr (Wdh.)
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Karneval wird es in Kneipen, Gaststätten und auf privaten Partys wieder hoch hergehen. Wer dabei einen klaren Kopf bewahren möchte, aber auf ein Prickeln auf der Zunge nicht verzichten möchte, der kann zu alkoholfreiem Sekt greifen. Die Fahrtüchtigkeit ist damit garantiert, aber auch der Trinkspaß? Die Servicezeit lud ein zum Geschmackstest: Wie lecker ist alkoholfreier Sekt?
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Die getesteten Produkte im Überblick.
Welcher Sekt ist zu empfehlen? Oder bleibt man doch besser beim Mineralwasser?
Alkoholfreier Sekt: die getesteten Produkte (0,75 Liter)
- Schloss Herrenbrunn (Netto), circa 2,99 Euro
- Söhnlein Brillant, circa 3,49 Euro
- Light Live, circa 2,99 Euro
- Freixenet Legero, circa 5,99 Euro
- Rotkäppchen, circa 2,99 Euro
Die Tester
- Sebastian Bordthäuser, Chefsommelier in Steinheuers Restaurant „Zur Alten Post“, Michelin **, und Falstaff Sommelier des Jahres 2012 testete mit Sommelière und Weinakademikerin Verena Herzog in „Essers Gasthaus“ in Köln.
- Die zweite Testgruppe stellten Anette und Cornelia, zwei jecke Freundinnen, die für uns im „Burghof“ in Hürth-Gleuel alkoholfreien Sekt probierten.
Die Testmethode
Beim Test handelt es sich um eine Blindverkostung.
Die Testergebnisse
Schloss Herrenbrunn
Der erste Eindruck ist gut: Beim Einschenken schäumt der Sekt kräftig im Glas, zudem gefällt unseren Testern die Farbe. Doch die Perlage verschwindet schnell, und der Sekt rieche „staubig, dumpf und nach alten Zuckerbonbons“, bemängeln die Sommeliers. Auch geschmacklich kann der Schaumwein unsere Tester nicht überzeugen: „Zitronig und mit aufgesetzter Säure“, befinden sie.
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Nach gutem ersten Eindruck konnte Schloss Herrenbrunn unsere Testerinnen letztlich doch nicht überzeugen.
Söhnlein Brillant
Beide Testerpaare haben schon Probleme beim Öffnen der Flasche. Für ihren Einsatz werden sie allerdings nicht belohnt: kaum Perlage und geschmacklich „wie aufgelöste Gummibärchen mit Prickelbrause unterlegt“, erklärt Verena Herzog. „Eher für Kindergeburtstage geeignet“, meint ihr Kollege.
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Laut dem Urteil unserer Tester eigne sich Söhnlein Brilliant eher für Kindergeburtstage.
Light Live
„Wir haben einen stetig aufsteigenden Faden an kleinen Bläschen, die zudem mit zügiger Geschwindigkeit aufsteigen“ – der erste Sekt, der unseren Sommelier des Jahres in puncto Perlage überzeugt. Zudem rieche dieser Sekt nicht künstlich sondern nach Trauben, und er schmecke „sauber“. „Der erste, den ich trinken würde“, schließt sich Verena Herzog seinem Urteil an. Die beiden jecken Freundinnen sind hingegen auch von diesem Sekt geschmacklich nicht wirklich angetan.
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Der Testsieger: Light Live. Aber auch hier sind die Testerinnen nicht wirklich vom Geschmack angetan.
Freixenet Legero
Der erste Sekt ohne Plastikkorken – unsere Tester sind erst einmal positiv überrascht. Auch Farbe und Geruch stimmen, allerdings prickelt schon nach kurzer Zeit nichts mehr im Glas. „Völlig still im Mund, völlig flach“, lautet dann auch das Urteil von Sebastian Bordthäuser. Der Geschmack sei süßlich, kritisieren Anette und Cornelia. Auch die Profis kann dieser Sekt nicht überzeugen.
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Der Geschmack vom Freixenet sei eher süßlich, so unsere Testerinnen.
Rotkäppchen
„Tolle Farbe und prickelt gut“, so der erste Eindruck der beiden Freundinnen. „Aber das ist auch schon relativ schnell weg“, beklagt sich der Chefsommelier. „Hier sind wir wieder in der Bonbonabteilung“, beschreibt er seinen Eindruck beim Geruchstest. Den Geschmack bezeichnet seine Kollegin Verena Herzog kopfschüttelnd als „plump, breit und süß“. Auch die Freundinnen sind von diesem Schaumwein „richtig enttäuscht“.
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Vom Sekt von Rotkäppchen sind die Testerinnen richtig enttäuscht.
Der Testsieger
Die beiden Sommeliers entscheiden sich eindeutig für „Light Live“: „Makelloses Produkt, erfüllt alle Anforderungen an einen alkoholfreien Sekt: Er riecht nach Sekt, er sprudelt wie Sekt, und er ist fehlerfrei zu trinken“, erklärt Sebastian Bordthäuser das Urteil der beiden Profis. Die Freundinnen sind hingegen von keinem der fünf alkoholfreien Schaumweine begeistert. Sie würden Karneval eher das Auto stehen lassen oder nur Mineralwasser trinken.
Autor: Stephan Creydt
Stand: 30.01.2013
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