Grippe - wenn alles schnieft

6 Hygiene-Regeln gegen fiese Viren

  • Donnerstag, 14. Februar 2013, 18.20 - 18.50 Uhr
  • Freitag, 15. Februar 2013, 13.00 - 13.30 Uhr (Wdh.)

Frau liegt mit Fieberthermometer im Bett

Grippe - wenn alles schnieft

(30:38)

Donnerstag, 14. Februar 2013, 18.20 - 18.50 Uhr

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Die Grippewelle hat Deutschland im Griff, und zwar deutlich stärker als im vergangenen Jahr, so das Robert-Koch-Institut. Das Risiko einer Ansteckung lässt sich allerdings verringern, durch einfache Hygiene-Regeln für den Alltag.



Hygiene-Regel 1: Hygienisch husten und niesen

Nicht in die Hand husten oder niesen, wie es sich gemeinhin gehört. Husten und niesen Sie lieber in die Armbeuge. Halten Sie die Hände generell fern von Mund, Nase und Augen, damit die Viren nicht über die Schleimhäute in den Körper gelangen können.

Frau hustet in ihre Hand

Stofftaschentücher sind übrigens richtige Virenschleudern – und deshalb tabu. Denn Viren fühlen sich in einem feuchten Milieu so richtig wohl. Einmaltücher sind Pflicht! Diese am besten immer in einem verschließbaren Eimer entsorgen. Wer krank im Bett liegt, sollte eine Plastiktüte neben sich haben, in der er die Papiertaschentücher sammelt. So wird die Luft im Genesungsraum möglichst keimfrei gehalten.

Hygiene-Regel 2: Fenster auf!

Lüften Sie mindestens drei- bis viermal am Tag für jeweils zehn Minuten. Denn in geschlossenen Räumen kann die Zahl der Viren in der Luft stark ansteigen. Außerdem wird so das Austrocknen von Mund- und Nasenschleimhaut verringert.

Hygiene-Regel 3: Wischen und wienern – aufwendig, aber wichtig

Oberflächen, die häufig berührt werden, sollte man sorgfältig putzen – und den Telefonhörer dabei nicht vergessen! Ein herkömmlicher Haushaltsreiniger reicht aus. Das Spülwasser am besten häufig wechseln, damit man die Viren nicht überall verteilt.

Auch Spielzeug erkälteter Kinder regelmäßig reinigen, da Kinder über ihren Speichel Viren verbreiten können. Wenn möglich, sollte dies in der Wasch- oder Spülmaschine erfolgen, ansonsten tut es auch warme Seifenlauge.

Hygiene-Regel 4: Häufig die Hände waschen

Und so ist es richtig: Erst die Hände unter fließendes Wasser halten. Die Seife 20 bis 30 Sekunden einwirken lassen, auch zwischen den Fingern und auf den Fingerkuppen verreiben und dann sorgfältig abspülen. Ganz wichtig: Richtig abtrocknen! Fachleute empfehlen die Handhygiene als effektivste Waffe gegen Viren.

Jemand wäscht sich die Hände

Gründlich waschen sollten Sie auch Geschirr und Wäsche, also bei mindestens 60 Grad Celsius, so werden die Viren inaktiv.

Hygiene-Regel 5: Abstand halten

Familienmitglieder sind besonders gefährdet, sich anzustecken. Schlafen Sie nach Möglichkeit in einem separaten Raum, und kurieren Sie sich aus. Erkrankte Personen sollten ein eigenes Handtuch und eigene Waschlappen benutzen.

Hygiene-Regel 6: Zu Hause bleiben

Auch wenn das viele Leute in Zeiten von Wirtschaftskrisen aus Angst vor dem Arbeitsplatzverlust machen: Wer krank ist, sollte nicht zur Arbeit gehen! Denn es kann für Unternehmen wirtschaftlich richtig teuer werden, wenn sich Mitarbeiter zur Arbeit schleppen und dann die Kollegen anstecken. Am Ende ist schlimmstenfalls die halbe Firma krank. Wirtschaftswissenschaftler und Mediziner haben sogar einen neuen Fachbegriff erfunden, weil die ständige Präsenz am Arbeitsplatz so weit verbreitet ist: „Präsentismus“.

Frau liegt krank auf Couch

Was fürs Private gilt, gilt also auch für den Job: Behalten Sie Ihre Viren, wenn es irgendwie geht, bei sich! Und denken Sie daran: Ihre Gesundheit nützt allen – Ihnen, der Familie und den Kollegen.

Übrigens: Wenn unser Immunsystem Viren erkennt, wird eine Vielzahl von Prozessen im Körper ausgelöst: Fresszellen gleiten durch das Gewebe, Entzündungen entstehen, Immunbotenstoffe werden ausgeschüttet. All diese körpereigenen Abwehrreaktionen erleben wir als die typischen Krankheitssymptome bei Grippe und Erkältung.

Autoren: Jens Gerke und Timo Cornelius Metzger


Stand: 14.02.2013