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Servicezeit
:Wohnen & Garten
Sendung vom 29. Oktober 2009
Kramers Sparhaushalt
Bislang hat Familie Kramer nicht sonderlich auf die täglichen Kosten im Haushalt geachtet. Das soll jetzt anders werden. Die Wirtschaftskrise ist ein allgegenwärtiges Thema, weswegen die Familie nun ihre Ausgaben in den Griff bekommen will. Die Kramers suchen Sparmöglichkeiten, die sich sofort und ohne große Investitionen umsetzen lassen. Ihr Ziel ist es, dabei 150 Euro monatlich einzusparen. Das kann aber nur erreicht werden, wenn auch ihre Töchter Vanessa und Janina mitmachen und wenn mit manch lieb gewonnener Gewohnheit gebrochen wird.
Servicezeit: Wohnen & Garten zeigt eine Familie im täglichen Kampf gegen hohe Kosten und innere Schweinehunde.
Die 46-jährige Speditionskauffrau will besonders in den Bereichen Waschen, Haushaltsmittel und Wasserverbrauch sparen. Birgit legt ein Haushaltsbuch an und kontrolliert regelmäßig die Spardisziplin der anderen Familienmitglieder.
Achim ist 45 Jahre alt und Lagerist. Er sieht insbesondere beim Stromverbrauch und beim Einkauf der Lebensmittel Sparpotenzial. Grundsätzlich hat Achim eine Veranlagung zum Sparfuchs, die er schon unter Beweis gestellt hat, als die Kramers im Sommer für erstaunlich wenig Geld ihren Gartenteich selbst gebaut haben.
Im Prinzip ist die 19-jährige Auszubildende mit den elterlichen Sparplänen einverstanden. Allerdings will sie dafür nicht ihre Essgewohnheiten ändern. Vanessa steht auf Fast Food. Das soll künftig in Kramers Sparhaushalt nicht mehr auf den Tisch kommen.
Die 17-jährige Auszubildende hat ein anderes Problem mit der Sparidee. Sie benutzt den Wäschetrockner mehrmals in der Woche. Und zwar oft nur, um einzelne Wäschestücke zu trocknen, damit sie diese vor dem Ausgehen wieder anziehen kann. Solche Aktionen sind künftig natürlich tabu.
850 Euro zahlen Kramers im Durchschnitt monatlich für Strom, Wasser sowie Lebens- und Haushaltsmittel. In diesen drei Bereichen sollen die Kosten gesenkt werden. 630 Euro geben sie monatlich für Lebens- und Haushaltsmittel aus, 133 Euro für Strom und 87 Euro für Wasser. Es ist also ein gewisses Sparpotenzial vorhanden. Beispielsweise verbrauchen die Kramers jährlich über 8.000 Kilowattstunden Strom, und das, obwohl das Warmwasser nicht elektrisch zubereitet wird. Schon ein Verbrauch von 4.400 Kilowattstunden wird von der Verbraucherzentrale für einen Vierpersonenhaushalt als viel zu hoch eingestuft.
Jens Hinricher
Stand: 29.10.2009