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Sendung vom 17. November 2008
"Späte Ehrung"
Am 5. Mai 1956 schrieb der deutsche Torhüter Bernd Trautmann deutsch-englische Geschichte: Trautmann war nach seiner Kriegsgefangenschaft in England geblieben und spielte für den Premier League Klub Manchester City. Im englischen Pokalfinale führte Manchester mit 3:1, als sich Trautmann bei einem Zusammenprall kurz vor Schluss schwer verletzte. Mehrfach brach er zusammen, hielt trotzdem durch und brachte seinem Team den Pokalsieg. Die spätere Untersuchung ergab: Der deutsche Keeper, den in England alle Bert nennen, hatte die letzte Viertelstunde mit einem Genickbruch gespielt und wie durch ein Wunder überlebt. Trautmann wurde zum Volkshelden.
Bei seiner Verpflichtung 1949 gab es noch vehemente Proteste gegen die Beschäftigung eines Deutschen in einem englischen Verein. Doch Trautmann überzeugte durch Leistung. In 639 Spielen für Manchester City hat er mehr für die deutsch-englischen Beziehungen getan als viele Politiker. Erst 52 Jahre später erinnern sich auch die Deutschen an ihn. In Nürnberg erhielt der 85-Jährige Ende Oktober den Walter-Bensemann-Preis der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur. Am kommenden Mittwoch beim Länderspiel gegen England wird der DFB Trautmann mit der diamantenen Ehrennadel auszeichnen. sport inside blickt zurück auf die Karriere von Bernd Trautmann und erinnert an sein wichtigstes Spiel, mit dem er die Verständigung zwischen Engländern und Deutschen entscheidend beeinflusste.
Stand: 13.11.2008