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Sendung vom 05. Dezember 2011
"Interessenkonflikt"
Skirennen sind spektakulär. Die Weiterentwicklung der Renn-Ski hat den Sport in den vergangenen Jahren aber auch sehr gefährlich gemacht. Die taillierten Bretter führen den Rennfahrer fast wie auf Schienen um die Kurven – den Kräften, die dabei auf Sehnen und Gelenke wirken, können die Fahrer in extremen Situationen oft nicht standhalten. Die Folge: 126 Verletzungen durch Stürze registrierte der Weltverband FIS allein in der vergangenen Weltcup-Saison. In den letzten fünf Jahren waren es fast 500 Stürze. Viele der Athleten mussten monatelang pausieren.
Die FIS möchte die Schraube daher zurückdrehen und den Rennsport wieder sicherer machen. Die Ski sollen langsamer werden, wenn auch zunächst nur im Riesenslalom. Die Taillierung der Ski, die von den Fahrern bislang frei gewählt werden konnte, wurde vom Verband nach aufwendigen Tests auf einen Radius von 40 Metern festgelegt. Als zahlreiche Fahrer dagegen protestierten, ging die FIS einen Kompromiss ein und legte einen Radius von 35 Metern fest. Doch immer noch laufen die Fahrer und Ausrüster Sturm gegen die Entscheidung. Sie befürchten einen Verlust der Attraktivität ihres Sports. Gleichzeitig stellt sich die Frage: Reicht der neue Taillen-Radius überhaupt, um die Gesundheit der Athleten zu schützen?
"sport inside" wird auf dem digitalen ARD-Kanal "EinsExtra" dienstags um 00:30 Uhr wiederholt.
Stand: 05.12.2011
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