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Sendung vom 23. Januar 2012
"Olympische Verjüngungskur"
Zehn Tage lang haben sich über 1.000 junge Sportler aus 70 Nationen bei den Olympischen Jugend-Winterspielen in Innsbruck miteinander gemessen. Stark gefördert hat die Spiele für Athleten zwischen 14 und 18 Jahren IOC-Präsident Jacques Rogge. Der 69-jährige Belgier, dessen Amtszeit im nächsten Jahr endet, sieht die Spiele als Investition in die Zukunft. Zum einen, weil neue Disziplinen, die künftig zu den Olympischen Wettbewerben zählen könnten, getestet wurden. Zum anderen, weil bei diesen Jugendspielen Fairplay und Gemeinschaftserlebnis im Vordergrund stehen sollen. In der Realität sieht das oft anders aus. An Kritikern des olympischen Versuchsballons mangelt es nicht.
Schon vor den Spielen wurde bemängelt, dass die Veranstaltung eine immer frühere Ausrichtung der jugendlichen Athleten auf Großereignisse und Spitzenergebnisse fördere und das IOC letztlich künftige Märkte erschließen wolle. Bezeichnenderweise gab es auch bei den Jugendspielen Dopingkontrollen. Aus gutem Grund: Bei der Sommerausgabe der Jugendspiele 2010 mussten zwei junge Ringer wegen der Einnahme von Dopingmitteln disqualifiziert werden. "sport inside" blickt auf eine IOC-Großveranstaltung, die sich zwischen olympischen Werten und kommerzialisiertem Leistungssport bewegt.
"sport inside" wird auf dem digitalen ARD-Kanal "EinsExtra" dienstags um 00:30 Uhr wiederholt.
Stand: 23.01.2012
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