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Sendung vom 06. Februar 2012
"Sportliches Ablenkungsmanöver"
Bis 11. Februar messen sich beim 28. Afrika-Cup in Äquatorialguinea und Gabun die besten Mannschaften des Kontinents. Besonders Co-Gastgeber Äquatorialguinea ließ die Fachwelt staunen. Die Mannschaft – derzeit nur 151. der FIFA-Weltrangliste – kam überraschend bis ins Viertelfinale und schied erst dort gegen den Titel-Favoriten Elfenbeinküste aus. Dabei stand auf dem Rasen eine Gruppe fast völlig unbekannter Spieler, die kurz vor dem Turnier in aller Welt zusammengesucht und eingebürgert worden waren. Initiator war Staatspräsident Teodoro Obiang, der als fußballverrückt gilt und als schlimmster Diktator Afrikas.
Seit 1979 herrscht Obiang mit seinem Clan über die rund 1,2 Millionen Einwohner. Ein Gewaltregime, das sich auf Günstlingswirtschaft, Unterdrückung und Folter stützt. Während der Großteil seines Volkes in bitterer Armut lebt, gilt Obiang als einer der reichsten Despoten Afrikas. Das rohstoffreiche Äquatorialguinea betreibt regen Handel mit dem Ausland auch mit Deutschland – die Verdienste wirtschaftet Obiang fast ausnahmslos in die eigene Tasche. Den Fußball nutzt er – wie im Moment beim Afrika-Cup – immer wieder gerne, um von den katastrophalen Menschenrechtsverhältnissen in seinem Land abzulenken.
"sport inside" wird auf dem digitalen ARD-Kanal "EinsExtra" dienstags um 00:30 Uhr wiederholt.
Stand: 06.02.2012
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