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Reiner Lefeber
Am 5. Mai 1956 schrieb der deutsche Torhüter Bernd Trautmann deutsch-englische Geschichte: Trautmann, Ex-Kriegsgefangener, stand mit Manchester City im Pokalfinale. Kurz vor Schluss verletzte er sich bei einem Zusammenprall schwer. Er hielt durch und brachte seinem Team den Pokalsieg. Eine Untersuchung ergab: Der deutsche Keeper, den in England alle Bert nennen, hatte sich das Genick gebrochen. Trautmann wurde zum Volkshelden und tat so mehr für die deutsch-englische Beziehung als viele Politiker. Erst heute erinnern sich auch die Deutschen an ihn. Am kommenden Mittwoch beim Länderspiel gegen England wird Trautmann mit der diamantenen Ehrennadel des DFB ausgezeichnet. sport inside blickt zurück auf die Karriere von Bernd Trautmann und erinnert an sein wichtigstes Spiel, mit dem er das Verhältnis zwischen Engländern und Deutschen entscheidend beeinflusste.
Reiner Lefeber arbeitet seit 24 Jahren für den WDR, wo er während seines Journalistik-Studiums in Dortmund volontierte. 1984 wurde er für das Kabelpilotprojekt des Senders in der Westfalenmetropole fest angestellt und arbeitete dort als Redakteur, Reporter und Moderator in TV und Radio. Als Leiter der Sportredaktion von Radio Dortmund erlebte er ab 1991 den rasanten Aufstieg des BvB hautnah mit. 15 Jahre lang berichtete er als Korrespondent für ARD und WDR über die Borussia – bis zur Beinahe-Pleite des Clubs 2004. Seitdem ist er Redakteur in der Programmgruppe Sport des WDR – und betreut gemeinsam mit Uli Loke die Sendung „sport inside“. Als Autor arbeitet der heute 55-Jährige nur noch gelegentlich – diesmal hat ihn die Geschichte von Bernd Trautmann und das vom SR-Kollegen Michael Dittrich zusammen getragene dokumentarische Material über den deutschen Torhüter bei Manchester City fasziniert.
Stand: 14.11.2008