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Andrea Schültke und Simon Pützstück
Vielgeschlechtlichkeit ist so alt wie die Menschheit. In der Antike waren Hermaphroditen, die Männlichkeit und Weiblichkeit in einem Körper vereinten, sogar Idealgestalten. Heute sieht das anders aus, wie die südafrikanische 800-Meter-Läuferin Caster Semenya schmerzvoll feststellen musste: Seit ihrem überlegenen WM-Sieg gibt es Zweifel an ihrem Geschlecht. Ihr Intimstes wird öffentlich diskutiert. Für die erst 18-Jährige ein Albtraum. Für den Sport gibt es nur weiblich oder männlich. Ein Dazwischen sieht der Sport nicht vor, die Natur dagegen schon. Allein in Deutschland leben rund 100.000 Menschen deren Geschlecht nicht eindeutig ist. Viele von ihnen betreiben Leistungssport. Wie soll der Sport mit ihnen umgehen?
Geboren 1963 studierte Andrea Schültke zunächst Germanistik, Kunstgeschichte und Politologie in Bonn und Bochum. Nach einem zweijährigen Print- und anschließendem einjährigen Hörfunk-Volontariat arbeitete sie als Redakteurin im NRW-Lokalfunk. Dort berichtete sie als Live-Reporterin von Schwimm- und Eiskunstlauf-Wettkämpfen. 1996 führte sie ihr Weg zu den Olympischen Spielen nach Atlanta, wo sie unter anderem für Radio NRW live berichtete. Seit mehr als zehn Jahren ist Andrea Schültke als freie Autorin für die Sportredaktion des WDR tätig. Ihre Themenschwerpunkte sind Schwimmen, Reiten und Sportpolitik.
Simon Pützstück, geboren 1983 in Siegburg, studierte Politik, Medienwissenschaft und Amerikanistik in Bonn und Boston. Schon während des Studiums war er freier Mitarbeiter beim Bonner Uni-Radio und absolvierte Praktika bei "Spiegel TV", "eurosport.de" und in der WDR Sportredaktion. Seit Oktober 2007 ist er dort freier Mitarbeiter für "sport inside" und die "Sportschau".
Stand: 15.10.2009
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