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Ratgeber
Tiere suchen ein Zuhause
Sendung vom 17. Juli 2011
Welpenrettung
Das Aussetzen von Tieren ist eine Straftat. Es passiert aber immer wieder, dass beispielsweise Hunde, Katzen und Kleintiere ohne Rücksicht darauf, ob sie auch alleine überleben, irgendwo ausgesetzt werden. Besonders tragisch ist es dann, wenn es ganz junge Tiere trifft. Wie ein aktueller Fall in Köln zeigt, schrecken einige Menschen nicht davor zurück, hilflose Welpen ihrem tödlichen Schicksal zu überlassen. Doch die ausgesetzten Hundebabys hatten einen Schutzengel.
Klein und jung und gerade einmal zwei Wochen alt – dass sie am Leben sind, verdanken die Welpen nur einem Zufall. Vor zwei Wochen entdeckte sie ein Passant in Köln-Sürth. Am frühen Morgen des 16. Juni hörte er fiepende Geräusche. Unter einem Gebüsch lagen zwei neugeborene Welpen völlig schutzlos auf der Erde. Muffin und Cookie hatten großes Glück. Heinz G. und seine Frau benachrichtigten die Feuerwehr. Diese brachte die Welpen ins Tierheim Köln-Dellbrück. Die frischgeborenen Hunde waren völlig unterkühlt und hungrig. Eine Tierheimangestellte übernahm sofort die Erstversorgung und konnte die Welpen so weit stabilisieren, dass sie die erste Nacht überlebten. Danach machte sich der Tierheimleiter gleich an die Arbeit und suchte nach einer erfahrenen Welpenpflegestelle. Hundebabys brauchen eine 24-Stunden-Versorgung. Tierheimleiter Schinzel bat schließlich einen anderen Tierschutzverein um Hilfe.
Hilfe fand er beim Verein der Bergischen Tierfreunde. Liana S. kümmert sich jetzt mit ihrem Lebensgefährten liebevoll um Muffin und Cookie. Erst zwei Tage alte Babys zu versorgen, muss gelernt sein. Aber Liana hat Erfahrung in der Welpenaufzucht und weiß, was Muffin und Cookie am nötigsten brauchen. In den ersten Tagen war es besonders anstrengend, denn die Babys hatten alle ein bis zwei Stunden Hunger und mussten gefüttert werden – auch nachts.
Aber nicht nur das Füttern gehört zum Welpen-Programm: Nach jeder Mahlzeit brauchen Babybäuche eine Massage für die Verdauung, und das Kuscheln mit Ersatzmutter Liana gehört auch dazu. Der Körperkontakt ist für eine gesunde Entwicklung lebensnotwendig, und die Kleinen genießen die Nähe ihrer Menschen sehr. Für Ersatzmutter Liana ist es wichtig, dass ihre Sorgenkinder jetzt in aller Ruhe groß werden können. Welche Rasse tatsächlich in den Winzlingen steckt, das wird sich in ein paar Wochen zeigen. Erst ab der zwölften Woche können die Hundebabys in ein neues Zuhause vermittelt werden.
Heidi Sonderhoff
Stand: 17.07.2011
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