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Junge Tierheimhelfer

  • SendeterminSonntag, 17. Juli 2011, 18.15 - 19.10 Uhr.
  • WiederholungsterminMontag, 18. Juli 2011, 03.40 - 04.25 Uhr (Wdh.).

Tierheimhelfer trainieren mit den Hunden
Im Tierheim lernen die jungen Helfer, sich gegenüber Tieren richtig zu verhalten

Beim Streicheln von Tieren leuchten Kinderaugen. Tiere anschauen, anfassen und mit ihnen spielen, das ist für Kinder das Größte. Dafür müssen sie nicht in den Streichelzoo – das geht auch im Tierheim. Hier lernen sie, sich gegenüber Tieren richtig zu verhalten und so manches über Tierschutz. Einige Tierheime bieten Jugendgruppen an, in denen Kinder den ganzen Tierheimalltag kennenlernen – mit Pflege, Füttern, medizinischer Versorgung und natürlich Streichel- und Kuschelstunden.

Die Jugendgruppe im Tierheim Troisdorf

Dank des Engagements ehrenamtlicher Helfer kann beispielsweise das Tierheim Troisdorf eine Jugendgruppe anbieten. Zwei der Jugendlichen, welche die Einrichtung regelmäßig besuchen, sind die elfjährige Kim und die 14-jährige Steffi. Die Mädchen lieben Tiere und wollen den Tierheimtieren etwas Gutes tun. Kim und Steffi treffen sich alle zwei Wochen mit anderen Teenagern und helfen etwa bei der Futtervorbereitung. Leiterin Stefanie Seifert betreut zusammen mit Kims Mutter ehrenamtlich die jungen Tierheimhelfer. Ihr Ziel: In der Jugendgruppe des Tierheims haben Kinder die Möglichkeit, sich früh an Tiere zu gewöhnen, Haustiere kennenzulernen und den richtigen Umgang mit ihnen zu üben. Das Tierheim schätzt aber auch die jungen Helfer, die insbesondere diejenigen Aufgaben übernehmen, die im Tierheimalltag zu kurz kommen: zum Beispiel das Kuscheln und Spielen mit den Tieren.

Herausforderungen für die jungen Tierheimhelfer

Hund soll Pfötchen geben
Jedes Tier ist anders, und nicht jeder reagiert auf ihr Kommando so gut wie ihr eigener Hund

Im Katzenhaus gibt es einen ängstlichen Neuzugang, der betreut werden muss, einige Kaninchen sind krank und brauchen eine spezielle Versorgung. Aber zunächst steht die Spielstunde auf dem Hundeplatz auf dem Programm. Auf Kim, Steffi und die anderen Kinder und Jugendlichen wartet schon ein Hundetrainer mit zwei ausgewählten Hunden. Die Tiere werden von den Kindern mit Begeisterung und Streicheleinheiten begrüßt. Aber das Streicheln der Hunde will gelernt sein. Der Hundetrainer zeigt den Kindern, wie sie es am besten anstellen. Zum Beispiel sollte man den Hund nicht zu sehr bedrängen und umschlingen, sonst bekommen die Tiere Angst. Hunde mögen es lieber, wenn man sie an den Seiten streichelt. Kim und Steffi haben beide einen Hund und kennen sich schon ein bisschen aus. Als der Hund „Pfötchen geben“ soll, muss Kim erkennen: Jedes Tier ist anders, und nicht jeder reagiert auf ihr Kommando so gut wie ihr eigener Hund. Bei der nächsten Aufgabe, Hund Bounty mit einem Spielzeug über einen Steg zu führen, folgt der Tierheimhund ihr nach anfänglichen Startschwierigkeiten schon ganz gut. Danach ist Steffi an der Reihe. Sie und die anderen erleben, wie schnell Bounty lernt und begreift, was die Kinder von ihm wollen. Die ehrenamtlichen Gruppenleiterinnen begleiten die Kinder, geben ihnen Tipps und unterstützen die Mädchen bei ihrer Aufgabe. Hier geht es nicht darum, dass die Kinder später allein mit den Hunden trainieren, sondern dass sie das Hundeverhalten lernen und ein Gefühl dafür bekommen, wie Hunde reagieren sollen.

Abenteuer im Kaninchengehege

die Kaninchenställe werden gesäubert
Steffi hilft den anderen beim Saubermachen und Füttern im Außengehege

Steffi packt mit an und hilft den anderen beim Saubermachen und Füttern im Außengehege. Im Anschluss sollen die Notfälle untersucht werden, denn sie haben Schnupfen. Dafür müssen die jungen Tierheimhelfer sie erst einmal einfangen. Steffi ist flink und hat eines der Kaninchen schnell gefangen. Leiterin Stefanie zeigt ihr, wie man Kaninchen sicher festhält. Dabei lernt Steffi gleich, dass die Tiere es gar nicht mögen, wenn man sie auf den Arm nimmt. Also machen sie sich schnell ans Werk: Ohren untersuchen und die laufende Nase mit einem Tuch abtupfen.

Streichelstunde bei den Katzen

Kim und Steffi streicheln die Katzen
Die Kinder sollen versuchen, das ängstliche Tier anzulocken

Im Katzenhaus wartet auf Kim und Steffi noch eine weitere Aufgabe. Eine scheue Katze sitzt in der Box und will nicht herauskommen. Die Kinder sollen versuchen, das ängstliche Tier anzulocken und sein Vertrauen zu gewinnen. Die scheue Samtpfote ist ein Fundtier und hat sich bisher vor Menschen versteckt. Die Mädchen scheinen ihr gutzutun. Ganz unerwartet kommt sie aus ihrem Versteck und will mit den Mädchen schmusen. Kim ist erstaunt und begeistert. Auch Steffi freut sich über ihren schnellen Erfolg. Die beiden genießen es, ein so warmes und weiches Tier auf dem Schoß zu haben. Der Katze gefällt es offensichtlich ebenfalls.

Junge Tierheimhelfer – die Tierschützer von morgen

Tierheimhelfer bereiten das Futter zu
Die Nachmittage im Tierheim sollen das Verständnis für Tiere fördern

Die Nachmittage im Tierheim sollen das Verständnis für Tiere fördern. Schließlich sind die Kinder die Tierschützer von morgen. Mit den Erfahrungen, die sie in der Jugendgruppe sammeln, sind sie auch ideale Gassigänger, Katzenstreichler und Kleintierkenner. Natürlich erhofft sich das Tierheim Troisdorf dadurch auch in der Zukunft Unterstützung vom Nachwuchs. Darum brauchen sich die Leiterinnen der Jugendgruppe wohl nicht zu sorgen, denn schon jetzt sind der Spaß beim Umgang mit den Tierheimtieren und die Liebe zu den Tieren in den Augen der jungen Tierheimhelfer zu sehen. „Ich komme gerne hierhin, weil man Tieren helfen kann, weil es einfach schön ist“, berichtet Kim begeistert. Steffi schließt sich ihr an: „Ich habe hier viel über Tiere gelernt, und es macht Spaß.“ Auch Leonid genießt die Zeit mit den Tieren: „Ich mag Hunde, und ich finde es schön, dass man mit ihnen spielen kann.“ Jenny berichtet: „Es macht einen glücklich, dass man den Tieren geholfen hat.“

Weitere Informationen zu den Jugendgruppen des Troisdorfer Tierheims finden Sie auf der Homepage der Einrichtung. Neben dem Tierheim Troisdorf bieten auch der Tierschutzverein für den Kreis Heinsberg e. V. und das Tierheim in Köln-Dellbrück Jugendgruppen an.

Autorin:

Heidi Sonderhoff

Stand: 17.07.2011


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