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Ratgeber
Tiere suchen ein Zuhause
Sendung vom 17. Juli 2011
Tara Tierhilfe
Die Tara Tierhilfe in Lohmar gibt es seit 1998, und der Name des Hofes hat eine ganz besondere Geschichte: Für Gründerin Ulla Fiebig bedeutet Tierhilfe genau das, was auch das gleichnamige Land im Film „Vom Winde verweht“ für die Protagonistin Scarlet O’Hara war – nämlich Heimat und ihr Leben. Für die rund 100 Tiere auf dem Hof – darunter 48 Pferde und Ponys, fünf Schweine, sieben Ziegen und acht Hunde – ist die Tara Tierhilfe die letzte Zuflucht. Viele der Tiere sind sehr alt oder pflegebedürftig, sodass sie gar nicht mehr vermittelt werden können. Die Kosten für Tierarztbesuche, Futter und die regelmäßigen Sanierungen des Hofes sind hoch. Deswegen bietet die Tara Tierhilfe Reitstunden sowie Boxenvermietung an und richtet Kindergeburtstage aus.
Vor über vier Jahren ist die Tara Tierhilfe umgezogen: Die damalige Heimat – ein Fachwerkhaus – brannte aus ungeklärter Ursache völlig aus. Die Tiere und die Mitarbeiter verloren über Nacht ihr Zuhause. Zum Glück blieben alle Zwei- und Vierbeiner unverletzt. Die Mitarbeiter investierten viel Kraft und Geld, um ein neues Domizil für die Einrichtung und Notunterkünfte für die Tiere zu finden. Mittlerweile haben sich Mensch und Tier gut eingelebt, aber die finanziellen Sorgen sind geblieben. Deswegen sind Futterspenden und handwerkliche Unterstützung auf dem Hof jederzeit willkommen. Allerdings: Ob getrocknetes Brot, Obst oder Gemüse – es sollte auf keinen Fall faul oder verschimmelt sein.
Wem es nicht möglich ist, eines der zu vermittelnden Tiere aufzunehmen, kann auch gerne als Pate die Tara Tierhilfe unterstützen. Das Geld wird für Futter, Tierarztrechnungen und Baumaterialien für die Ställe oder Koppeln verwendet. Der monatliche Beitrag ist nicht festgelegt. Die Paten bekommen regelmäßig Informationen über ihren Schützling. Patenanmeldungen sind jederzeit per E-Mail möglich.
Auch die Pflegestellen sind gefragt: Derzeit leben zum Beispiel zwei weiße Chinchillas in einem Zuhause außerhalb des Hofes, denn Ställe sind natürlich nicht die geeignete Umgebung für die nachtaktiven Tiere. Sie brauchen ein großes Gehege mit vielen Kletter- und Rückzugsmöglichkeiten.
Sabine Fricke
Stand: 17.07.2011
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