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Ratgeber
Tiere suchen ein Zuhause
Sendung vom 25. September 2011
Zuhause gefunden: Mischling Xaver
Wie viel Wirbel, aber auch Lebensfreude ein kleiner Hund in eine Familie bringen kann, das haben vier Kölner, ehemalige Nichthundebesitzer, erfahren. Familie R. ist nämlich zum ersten Mal auf den Hund gekommen und zwar auf den kleinen Mischlingsrüden Xaver. Der Junghund kam vor ein paar Monaten als Überraschung für den jüngsten Sohn Cordt in die Familie. Cordt hatte sich schon seit Jahren sehnlichst einen Hund gewünscht.
Vor Kurzem erkrankte sein älterer Bruder, und alles drehte sich erst einmal um den Kranken – Cordt musste in dieser Zeit viel zurückstecken. Nachdem alles überstanden war, beschlossen Mutter Catja und Vater Bernd, ihrem Jüngsten seinen langersehnten Herzenswunsch zu erfüllen. Sie überraschten ihren Sohn an seinem Geburtstag mit dem kleinen Xaver.
Cordt freute sich sehr über seinen kleinen, tierischen Freund. Wochenlang konnte er es gar nicht fassen, dass er endlich einen Hund hatte. Vater Bernd war zunächst skeptisch. Denn er kümmert sich um die Kinder und schmeißt den Haushalt, während seine Frau ihrem Beruf nachgeht. Nun stellte er sich die Frage, ob am Ende die ganze Arbeit an ihm hängen bleiben würde. Ein Welpe ist nun einmal neugierig und anstrengend.
Kaum waren die Kinder und Ehefrau aus dem Haus, hatte Bernd den verspielten Xaver ständig im Schlepptau. Wie sollte er sich um den Haushalt kümmern und einen erkundungsfreudigen Welpen in den Griff bekommen? Ab sofort wurden die Herausforderungen gemeinsam gemeistert. Bernd hatte immer einen „fleißigen“ Helfer an seiner Seite, der den Schrubber attackierte und das Herrchen ansprang. Hatte Bernd endlich Zeit, im Garten Blumen einzupflanzen, grub der kleine Gärtner die Pflanzen gleich wieder aus. Das war für Bernd manchmal ganz schön anstrengend.
Doch das ist nun vergessen. Mittlerweile arbeitet Bernd fleißig an Xavers Erziehung. Immer wieder wurde dem kleinen Racker klargemacht, wo seine Grenzen sind. Diese Arbeit hat Spuren hinterlassen: Inzwischen hat sich der Rüde zu einem wunderbaren Familienhund entwickelt. Wenn Sohn Cordt aus der Schule kommt, ist sein kleiner Freund sofort zur Stelle, und es gibt für ihn nichts Schöneres, als mit Xaver zu spielen. Sein Bruder Carl ist als menschlicher „Aufzug“ engagiert, wenn es darum geht, Xaver die offene Treppe im Körbchen rauf und runter zu tragen. Und wenn Frauchen nach Hause kommt, hüpft Xaver gleich zum Kuscheln zu Catja auf das Sofa. Als ehemalige Nichthundemenschen ist es für Bernd und Catja R. immer wieder faszinierend, welche neue Welt Xaver ihnen eröffnet hat. Sie haben nach Jahren in ihrer Siedlung viele neue Menschen kennengelernt. Ein Leben ohne Xaver ist für alle Familienmitglieder heute unvorstellbar.
Heidi Sonderhoff
Stand: 25.09.2011
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