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Ratgeber
Tiere suchen ein Zuhause
Sendung vom 25. Dezember 2011
Backen für Hunde
Weihnachtszeit ist Kekszeit. Hundekekse sind aber nicht nur zu den Feiertagen bei den Vierbeinern der Renner, sondern erfreuen sich inzwischen in fast jeder Jahreszeit zunehmender Beliebtheit als Leckerchen für zwischendurch. Immer mehr Menschen möchten wissen, was im Keks wirklich verarbeitet wurde, und setzen auf Qualität. Aber was gehört in einen guten Hundekeks hinein? Und lohnt sich das Selbstbacken? Reporterin Simone Sombecki hat einen Bäckermeister und Fachmann in Sachen Hundekeks besucht.
Horst Schuberth aus Neunkirchen-Seelscheid ist Hundekeksprofi. Der gelernte Bäckermeister backt seit über sechs Jahren Hundekekse, seit etwa einem Jahr hat er sogar einen eigenen Laden. Auf den Keks kam er durch seine eigene Hündin Kira. Als er die Mischlingshündin vor neun Jahren aus dem Tierheim Köln-Dellbrück zu sich nahm, vertrug Kira kaum ein Leckerchen aus dem Handel. Auf Milch reagierte sie allergisch. Da war es für den Bäcker natürlich Ehrensache, selbst ein Leckerchenrezept für Kira zu entwickeln. Das Ergebnis war ein leckerer Hundekeks, der nicht nur bei Kira sehr gut ankam, sondern auch bei anderen Hunden. So wurde dann eine Geschäftsidee daraus. Mittlerweile bietet Horst Schuberth in seiner Hundekuchenbäckerei 32 Kekssorten und Spezialitäten, wie zum Beispiel Hundegeburtstagskuchen, an.
300 g
Weizenvollkornmehl
1 Ei
1 EL
Aktivkohle
1 Bund Petersilie
1 Bund frische Minze
150 ml Milch
3 EL
Pflanzenöl
Zunächst den Backofen auf 200 Grad Celsius vorheizen. Dann das Weizenvollkornmehl, das Ei und die Aktivkohle verrühren. Die Kohle bindet später im Magen die Stoffe, die den Mundgeruch erzeugen. Aktivkohle gibt es in der Apotheke oder im Reformhaus zu kaufen. Alternativ können auch zerstampfte Kohletabletten verwendet werden. Anschließend die gehackte Petersilie und die gehackte Minze hinzufügen. Beim Verrühren langsam die Milch angießen, bis der Teig eine gute Konsistenz erreicht hat. Zum Schluss noch das Pflanzenöl für ein glänzendes Fell hinzufügen und alles drei Minuten verrühren. Den Teig auf einer mit Mehl bestäubten Unterlage mithilfe eines Nudelholzes ausrollen. Dann mit Plätzchenformen die Kekse nach Belieben ausstechen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Die Plätzchen im Ofen etwa 20 Minuten backen, bis sie schön gebräunt sind.
700 g
Dinkelvollkornmehl
300 g Thunfisch aus der
Dose
150 ml Wasser
Den Backofen auf 200 Grad Celsius vorheizen. Den Thunfisch aus der Dose mit einem Stabmixer pürieren. Dinkelvollkornmehl und Fisch vermischen. Dann beim Verrühren langsam das Wasser hinzugeben, bis der Teig eine schöne Konsistenz hat. Den Teig auf einer mit Mehl bestäubten Unterlage mithilfe eines Nudelholzes ausrollen. Dann mit Plätzchenformen die Kekse nach Belieben ausstechen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Die Plätzchen im Ofen etwa 15 Minuten backen, bis sie schön gebräunt sind.
Wichtig: Die Backzeit kann je nach Dicke der Kekse variieren. Alternativ zum Fisch kann auch Fleisch, zum Beispiel Rind, Lamm oder Huhn, verwendet werden, das durch einen Fleischwolf gedreht wurde. Für die vegetarische Variante einfach Äpfel und Möhren klein hacken und etwas Pflanzenöl in den Teig geben. Zur Verzierung kann Hirse verwendet werden.
Salz, Zucker, Farbstoff, Konservierungsstoffe und Schokolade gehören übrigens nicht in Hundekekse, da diese Zutaten für die Vierbeiner schädlich sind. Auch auf Gewürze sollte so weit wie möglich verzichtet werden, da sie von den Hunden nur schlecht verdaut werden können.
Wichtig: Die Plätzchen sind nach dem Backen immer nur zwei bis drei Tage haltbar. Um sie länger haltbar zu machen, müssen sie vier bis sechs Stunden bei 50 Grad im Backofen durchgetrocknet werden. Dann sind die Kekse bis zu zwei Monate haltbar. Das erfordert allerdings viel Fingerspitzengefühl und regelmäßige Kontrollen, damit sie nicht schwarz werden. Also lieber direkt verzehren, dann kann nichts schiefgehen.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Nachbacken!
Übrigens: Die Hundekekse, die wir im Film gebacken haben, wurden anschließend der Tiertafel gespendet.
Stefan Servos
Stand: 25.12.2011
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