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Ratgeber
Tiere suchen ein Zuhause
Sendung vom 08. Januar 2012
Wintervorsorge bei Hund und Katze
Schlechtes Wetter gibt es nicht, nur schlechtes Fell – oder so ähnlich. Tiere suchen ein Zuhause gibt Tipps, wie Hund und Katze gut durch den Winter kommen.
Bei Hunden: Hunderassen, die ganzjährig getrimmt werden, zum Beispiel Airdale Terrier, sollten spätestens Ende November zum Frisör, damit das Fell über den Winter wachsen kann. Es sollte maximal auf eine Länge von fünf Millimetern gekürzt werden, anderenfalls friert der Hund. Die Haare zwischen den Pfoten müssen ebenfalls geschnitten werden, sonst verfilzen sie, und es können leichter Fremdkörper darin hängen bleiben.
Vor dem Wintereinbruch sollten Hunde dann die Haare zwischen den Pfoten, am Bauch und am Hals gekürzt bekommen, wenn ihre Haare ununterbrochen wachsen – das ist beispielsweise bei Maltesern und Yorkshireterriern der Fall. So bleiben die Vierbeiner eher trocken, und es können sich keine Eisklumpen und Salz im Fell verfangen, was an den Pfoten zu schmerzhaften Entzündungen führen kann.
Kastrierte Tiere und Hunderassen mit viel Fell bilden im Winter jede Menge Unterwolle, und das bedeutet: Die alte muss raus, damit sich kein Filz bildet, der Wasser aufnimmt, statt Wärme zu spenden. Was die Witterung und das Herumstreifen nicht vollbringen können, muss der Mensch mit einer Bürste erledigen – oder direkt das Fell trimmen. Für das Ausbürsten der Unterwolle sind mehrere Sitzungen nötig. Erst wenn der Hund nicht mehr haart, ist er bestens auf die kalte Jahreszeit vorbereitet.
Bei Katzen: Das Fell langhaariger Stubentiger muss über das gesamte Jahr hinweg gepflegt werden, sonst verfilzt es. Im Winter ist das Fell aufgrund der trockenen Heizungsluft besonders pflegebedürftig. Ab Mitte November sollte in mehreren Sitzungen die Unterwolle herausgebürstet werden – auch an Bauch und Hals –, denn hier ist das Fell meist flauschiger und neigt stärker zu Verfilzungen.
Wenn Tiere ihr Winterfell tragen, sind hohe Zimmertemperaturen besonders anstrengend. Je extremer der Temperaturwechsel zwischen drinnen und draußen, desto mehr ist das Immunsystem gefordert. Wenn möglich sollte ein Raum, in dem sich Haustiere aufhalten, eine Raumtemperatur zwischen 18 und 19 Grad Celsius haben und gut durchgelüftet sein. Ein Luftbefeuchter ist empfehlenswert, sollte aber keine Keimquelle sein. Kälte von unten und Zugluft sollte man auch einem Hund mit Winterfell nicht zumuten.
Im Winter haben Flöhe Hochsaison, und man entdeckt sie nur schwer. Mit folgendem Test lassen sie sich dann doch nachweisen: Kämmen Sie das Fell an verschiedenen Stellen mit einem Flohkamm dicht an der Haut durch und legen Sie das ausgekämmte Material auf feuchtes Küchenpapier oder ein Taschentuch. Sieht es aus wie „Kaffeesatz“ mit bräunlichen Krümeln und verfärbt sich das Tuch rund um das Material rötlich, so spricht alles für einen Flohbefall – Flöhe scheiden mit dem Kot kleine Mengen Blut aus, die auf diese Weise sichtbar werden.
Empfindliche Hunde sollte man im Winter nicht im Freien warten lassen. Gleiches gilt für einen Aufenthalt im Auto, denn der Innenraum kühlt schnell ab. Für Spaziergänge gilt: lieber kürzer und dafür öfter an die frische Luft. Wenn ein Hund sichtlich friert, sollte er schnell ins Warme, sonst droht eine Blasenentzündung. Vorsichtiges Massieren der Ohrenspitzen und anderer schlechter durchbluteter Körperteile unterstützt das Aufwärmen. Beim Toben im Schnee ist Vorsicht geboten: Der Spieltrieb kann stärker sein, als es der Witterung angemessen ist.
Die Vierbeiner sollten nur in Maßen Schnee fressen. Schnee, der Streusalz enthält, ist tabu. Nach jedem Spaziergang müssen die Pfoten auf Verletzungen untersucht werden. Eisklumpen müssen mit lauwarmem Wasser aus dem Fell gelöst und dürfen keinesfalls aus dem Fell gerissen werden. Schmutz sollte so schonend wie möglich entfernt werden, meist genügt lauwarmes Wasser. Wenn es nicht gelingt, den Schmutz aus dem Fell zu waschen, hilft eine hautschonende Lotion aus Waschnüssen. Im Anschluss sollten Halter ihren Hund gut abtrocknen.
Die Schalen der Nüsse des indischen Soapnut-Baumes enthalten seifenähnliche Stoffe (Saponine) und werden traditionell zur Kleider- und Haarwäsche sowie als Schutz vor Parasiten eingesetzt. In Drogerien und Bioläden sind diese meist zusammen mit einem Leinenbeutel ab circa 16 Euro pro Kilogramm erhältlich.
Für einen Liter Waschlotion werden 12 bis 15 halbe Waschnussschalen in einen Leinenbeutel gefüllt und zerdrückt – zum Beispiel mit einem Hammer. Die Schalen werden dann in 500 Milliliter Wasser fünf bis zehn Minuten aufgekocht. Danach kommt zu dem Sud die gleiche Menge kaltes Wasser. Die Lotion sollte man direkt lauwarm verwenden oder in eine (Sprüh-)Flasche abfüllen – darin lässt sie sich rund zehn Tage im Kühlschrank lagern.
Vorsicht: Waschnüsse sind zwar schonend für Haut und Haare, weil sie weniger aggressive Tenside enthalten als industriell hergestellte Shampoos, doch sollten Waschnüsse wie alle Saponine nicht oral aufgenommen werden. Spülen Sie die Waschlotion also immer gut aus!
Hunde müssen nicht warm angezogen werden, es sei denn, das Tier friert oft oder ist krank. Hundemäntel sollten atmungsaktiv sein, damit die Feuchtigkeit aus dem Fell entweichen kann. Sonst ist der Hund eingekleidet schlechter dran als ohne.
Werden bei Spaziergängen häufig mit Salz gestreute Wege passiert, ist es sinnvoll, dem Hund Schuhe anzuziehen. Das ist besser, als dem Vierbeiner immer wieder die Pfoten einzucremen. Schuhe bieten zudem Schutz vor Split. Sie sollten Luftlöcher und eine strapazierfähige Sohle haben.
Für Sicherheit im Dunkeln sorgen leuchtende Halsbänder, die zugeschnitten werden können. Sie sind besser sichtbar als blinkende Anhänger. Beides sollte nur in potenziell gefährlichen Situationen benutzt werden, da die Blinklichter andere Hunde irritieren können.
Katzen brauchen ein Plätzchen im Trockenen. Für Freigänger ist eine Katzenklappe die beste Lösung. Diese gewährt dem Tier jederzeit Zugang ins Warme. Hütten können ein Ersatz sein. Am besten ist es, wenn sich die Hütten von oben öffnen lassen, damit Decken oder Futter bequem gewechselt werden können. Häuschen mit abnehmbarem Deckel sind weniger bequem als die mit Klappdeckel, haben dafür aber keine eingebaute Schwachstelle in Form eines Scharniers.
Damit die Katze im hinteren Bereich ihrer Unterkunft vor Regen geschützt ist, sollte die Hütte über einen seitlichen Eingang verfügen. Ein zusätzliches Dach über dem Eingang wäre ideal. Nicht direkt auf dem Boden, sondern eine leicht erhöhte Position der Hütte verhindert, dass von unten Nässe eindringen kann. Zusätzlich kann das Häuschen von innen mit Styropor isoliert werden. Zum Schutz gegen die Witterung empfiehlt es sich, die Hütte wetterfest zu lackieren – sonst währt die Freude nicht lange.
Arbeitszeit: 6 bis 8 Stunden, Kosten: 50 bis 60 Euro
Grobspanplatte 18 mm
2 Seitenteile 750 x 450
mm
2 Stirnteile 450 x 450
mm
Bodenplatte 500 x 800
mm
Dachplatte 600 x 800
mm
Baustyropor 20 mm
3 Platten für die Innenverkleidung 500 x 1.000 mm
2 Meter Aluminiumprofil 150 x 400 mm
1,5 Meter Dachlatte 500 x
250 mm
Dachpappe oder Schweißbahn 800 x 600 mm
Dachpappnägel oder Bitumenkleber
wasserfester Holzleim
40 Senkkopfholzschrauben (rostfrei) 4,0 x 40 (Torx oder Kreuzschlitz)
wetterfester Lack
Bohrschrauber
Stichsäge
Metallsäge
Schraubendreher
Spiralbohrer
Hammer
Bandmaß
Schreinerwinkel
Katinka Schröder
Stand: 08.01.2012
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