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Registriert und gechippt – wenn Haustiere entlaufen

  • SendeterminSonntag, 15. Januar 2012, 18.15 - 19.10 Uhr.

„Chippen“ statt Tätowieren

Hinweiszettel auf ein vermisstes Tier
Ein Chip erleichtert aber auch die Suche nach entlaufenen Hunden oder Katzen.

Früher wurde tätowiert, heute gechippt. Das Implantieren, also das Einsetzten eines etwa neun Millimeter großen Chips unter die Haut, wird heute von Tierärzten und Tierheimen dringend empfohlen. Wer mit seinem Tier ins Ausland reisen möchte, ist sogar dazu verpflichtet, sein Haustier chippen zu lassen. Das Implantat ist fälschungssicher und beliebig oft ablesbar, denn jedes Tier erhält eine eigene, weltweit gültige Identifikationsnummer. Ein Chip erleichtert aber auch die Suche nach entlaufenen Hunden oder Katzen.

Hund bekommt einen Chip eingesetzt
Tierärzte und Tierheime empfehlen das Einsetzen des etwa neun Millimeter großen Chips.

Mops „Cowboy“ ist spurlos verschwunden

Familie W. aus Reichshof-Niedersteimel vermisst seit dem 5. November 2011 ihren Mops namens „Cowboy“. Er ist vier Jahre alt und war nicht gekennzeichnet. Das bedeutet, er hatte keine Tätowierung, keinen Chip und kein Halsband, als er in der Nacht verschwand. Die Familie hat in der Umgebung alles abgesucht, Freunde und Nachbarn informiert, Tierärzte und Tierheime benachrichtigt. Sie haben auch in allen Internetforen und Datenbanken, die sich um entlaufene Haustiere kümmern, informiert. Doch ohne implantierten Chip ist es sehr unwahrscheinlich, den entlaufenen Hund wiederzufinden.

Besitzer mit ihren Hunden
Seit dem 5. November vermisst Familie W. ihren Mops „Cowboy“.

Ein Chip hat viele Vorteile

Der Mikrochip, auch Transponder genannt, ist ein elektronisches Mittel für das automatisierte Erkennen von Tieren. Eine gewebeverträgliche Glashülle enthält eine Antennenspule und den inaktiven Chip mit einer gespeicherten 15-stelligen Identifikationsnummer. Er ist inaktiv und wird erst beim Ablesen durch das Lesegerät aufgefordert, die Daten zu übertragen. Für das Einsetzen des Mikrochips an der linken Halsseite des Haustieres ist keine Betäubung erforderlich. Der Chip bleibt dann das ganze Hunde- beziehungsweise Katzenleben funktionsfähig.

Nachteile

Theoretisch gibt es eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit einer Abstoßungsreaktion, die aber von den meisten Tierärzten praktisch nicht bestätigt werden konnte. Ansonsten bietet der Chip eine beinah schmerzfreie, unkomplizierte und nachhaltige Kennzeichnung. Eine Tätowierung verblasst hingegen nach einigen Jahren und wird unleserlich. Zudem muss das Haustier in Vollnarkose versetzt werden.

Registrieren nicht vergessen

Wichtig ist vor allem, das gechippte Tier zu registrieren. Sollte der Tierarzt die Registrierung des neuen Chips nicht direkt schriftlich in der Praxis vornehmen, ist es dringend angeraten, das Haustier bei einer der bekannten Datenbanken registrieren zu lassen.

Antrag zur Registrierung eines Haustiers
Das gechíppte Tier sollte auf jeden Fall in einer bekannten Datenbank registriert werden.

Auslandsreisen mit Tieren

Wer mit seinem Tier eine Auslandsreise plant, muss einen europäischen Heimtierausweis mit sich führen. Um diesen Ausweis zu bekommen, muss das Haustier geimpft, gechippt und registriert sein. Die 15-stellige Identifikationsnummer, welche fest auf dem Chip gespeichert ist, sollte im Heimtierausweis ebenfalls eingeklebt sein.

Autorin:

Katharina Hadem

Link:

Stand: 15.01.2012


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