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Ratgeber
Tiere suchen ein Zuhause
Sendung vom 15. Januar 2012
Sind Hundemäntel wirklich nötig?
Ob Hunde mit Mantel modisch und chic aussehen ist eine Frage, wo sich die Geister scheiden. Wer einen Mantel für seinen Hund in Betracht zieht, sollte aber nicht auf Design und Trends achten, sondern darauf, ob der Mantel für das Tier auch wirklich sinnvoll und zweckmäßig ist.
Generell sollten Hundemäntel Vierbeiner vor Regen und Kälte schützen. Aber nicht jeder Hund benötige einen zusätzlichen Schutz, erklärt Hundephysiotherapeutin Ursula Löckenhoff. Aktive Hunde, Vierbeiner mit langem Fell und Tiere, die sich gerne draußen aufhalten und ein dichtes Unterfell haben, brauchen keinen Mantel, kranke, alte oder kleine Hunde, die der Bodenkälte stark ausgesetzt sind, dagegen schon. Dank der Mäntel wird die Muskulatur der Vierbeiner warm gehalten. Für Tiere, die wenig Unterfell oder Verletzungen haben und die meist nur an der Leine geführt werden, kann das Tragen eines Mantels oftmals hilfreich sein.
Grundsätzlich gibt es Regenmäntel, die vor Nässe, und Wintermäntel, die den Vierbeiner vor Kälte schützen. Die verschiedenen Modelle aus Flies, Filz und Synthetik unterscheiden sich nicht nur im Material, sondern auch im Schnitt. Je nach Modell und Größe kosten gut verarbeitete Hundemäntel zwischen 35 und 100 Euro.
Zum Schutz vor Nässe genügt ein dünner Regenmantel, der den Hund nicht in der Bewegung stören sollte und ihn auch auf langen Spaziergängen trocken hält. Für manche Modelle gibt es zudem wärmende Innenteile, die man je nach Bedarf an- beziehungsweise abknöpfen kann. Solche Kombi-Regenmäntel eignen sich bestens für die Übergangszeit.
Wintermäntel gibt es in vielen Variationen. Es gibt zum Beispiel elastische Softshell-Mäntel mit Ärmeln. Diese liegen oft eng am Körper an und halten deshalb auch Bauch und die Hundebeine warm, aber sie haben auch ihre Tücken: Beim Anziehen kommt so mancher Hundehalter ins Schwitzen. Es ist nämlich gar nicht so einfach, die Hundebeine in die Ärmel hineinzubekommen. Der Rat von Hundephysiotherapeutin Ursula Löckenhoff lautet: Bei kleinen Hunden sollten die Besitzer besonders achtgeben, damit die zarten Bänder des Vierbeiners nicht überdehnt werden.
Mäntel ohne lange Ärmel sind praktisch und schützen ebenso vor Schnee und Kälte. Bei einigen Modellen reicht es, wenn der Hund mit den Pfoten in die Armlöcher steigt. Dann müssen noch die Druckknöpfe an der Brust geschlossen werden, und der Mantel sitzt. Wer einen temperamentvollen Hund hat, sollte ein Modell auswählen, das gut sitzt. Wichtig ist, dass sich der Mantel leicht anziehen und gut verschließen lässt, denn er soll beim Herumtollen später nicht verrutschen.
Für große Hunde oder besondere Rassen wie beispielsweise Windhunde ist es schwer, etwas Passendes von der Stange zu finden. Inzwischen gibt es aber für Windhunde Mäntel aus Flies oder Synthetik, die extra für den schmale Körperbau entworfen wurden. Solche Modelle sind in speziellen Internetshops erhältlich.
Aber egal bei welchem Hund, eine Anprobe ist bei Hundemänteln Pflicht. Denn nur mit einem wirklich gut sitzenden Hundemantel hat Ihr Vierbeiner auch Spaß beim Spaziergang – egal bei welchem Wetter.
Heidi Sonderhoff
Stand: 15.01.2012
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