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Ratgeber
Tiere suchen ein Zuhause
Sendung vom 22. Januar 2012
Hilfe für Shar-Pei-Hündin Hermine
Lohnt sich die Rettung eines schwer kranken Tieres überhaupt? Vor dieser Frage stehen Tierschützer oft, wenn sie entscheiden müssen, ob sie einen Notfall aufnehmen und aufpäppeln oder ob für Katz und Hund jede Hilfe zu spät kommt. Der Verein Bergische Tierfreunde stand vor genau dieser Entscheidung und hat schließlich die Aufnahme einer vierjährigen Shar-Pei-Hündin beschlossen.
Endlich kann Shar-Pei-Hündin Hermine wieder fröhlich sein. Seit ein paar Monaten lebt sie in der Pflegestelle von Martina H. Die Hundedame war ein echter Notfall und kam dort in einem schlechten Zustand an. Martina H. musste sie zunächst waschen, um sie vom Geruch zu befreien. In den Falten des Fells hatte sich die Haut chronisch entzündet. Beim Tierarzt stellte sich heraus, dass sowohl die Ohren als auch die gesamte Haut chronisch entzündet waren. Außerdem drückten Hermines Rolllider ihre Wimpern ständig ins Auge. Aufgrund der Dauerreizung war auch die Hornhaut in Mitleidenschaft gezogen, sodass die Hündin kaum sehen konnte. Martina H. und der Tierarzt waren entsetzt – eine vierjährige Hündin und körperlich schon so am Ende. Doch die Tierschützerin gab Hermine nicht auf. In den folgenden Wochen war sie damit beschäftigt, ihren Notfall aufzupäppeln.
Inzwischen sind viele Wochen vergangen, und es steht wieder ein Besuch beim Tierarzt Stirl an. Dieser soll die Hündin untersuchen und feststellen, ob die Korrekturen der Augenlider für die Patientin erfolgreich verlaufen sind. Zum Glück war die OP ein voller Erfolg. Hermines Augen sind nicht mehr geschwollen, und die Hündin kann immer mehr sehen. Auch die Bakterien in den Hautfalten sind zurückgegangen.
Die liebevolle Fürsorge der Tierschützerin hat sich gelohnt. Auf der Pflegestelle wird nun weiter an Hermines Genesung gearbeitet. Zurzeit benötigt die Hündin täglich Augentropfen und muss zweimal in der Woche gebadet werden. Nur das regelmäßige Waschen mit einem Spezialshampoo hilft gegen Hermines Hautentzündung und lindert den Juckreiz. Nach dem Baden spielt die Hundedame am liebsten mit Hundekumpel Ole.
Hermine ist inzwischen vollkommen aufgeblüht und schafft auch lange Spaziergänge. Und sie lernt schnell und gerne. Der Rückruf auf dem Spaziergang klappt heute schon sehr gut. Tier-schützerin Martina H. freut sich über die positive Veränderung der Shar-Pei-Hündin. Aus dem „Häufchen Elend“ ist eine tolle Hundedame geworden, die in einem so guten Zustand ist, dass sie prima vermittelt werden kann. Jetzt sucht Hermine nur noch die richtigen Menschen, die ihr für immer ein Zuhause schenken wollen.
Heidi Sonderhoff
Stand: 22.01.2012
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