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Ratgeber
Tiere suchen ein Zuhause
Sendung vom 12. Februar 2012
Zuhause gefunden: Fünf Freunde
Shaggy, Sunny, Floyd, Picco und Bonney: Wenn diese fünf zusammen unterwegs sind, teilen sie fast alles. Vor allem teilen sie sich vier Menschen, die ihre Hunde fördern und fordern. Kennengelernt haben sich die Zweibeiner erst durch ihre Hunde und das gemeinsame Interesse an Tieren mit trauriger Vergangenheit. Mit der Zeit hat sich zwischen den Hundehaltern eine enge Freundschaft entwickelt. Auf den ersten Blick ist es allerdings schwer, herauszufinden, welcher Hund zu welchem Besitzerpaar gehört, denn das Vertrauen untereinander ist groß.
Den vier Hundebesitzern ist es wichtig, ihren Tieren mehr als nur ein Heim zu bieten, denn alle fünf stammen aus dem Tierschutz und bringen aus ihrer Vergangenheit die unterschiedlichsten Stärken und Schwächen mit. Doch durch die liebevolle Betreuung ihrer Besitzer wurde letztendlich aus jeder Schwäche eine Stärke.
Zu Steffi und Thomas gehören die Hunde Bonney, Floyd und Shaggy. Shaggy, ein Australian Cattle Dog, wurde gemeinsam mit anderen Welpen in der Heilbronner Fußgängerzone ausgesetzt und landete im Tierheim. Er ist taub. Mittlerweile hat er bei seinen Besitzern gelernt, auf Handzeichen zu achten, und kann so perfekt alle Anweisungen befolgen. Einen Begleithundekurs hat er erfolgreich absolviert und sogar die Qualifikation für Obedience II erlangt.
Floyd, ein schwarzer Boxermixrüde, stammt aus Spanien. Er leidet unter einer Deformation seiner Knie und Hüften und war eine Zeitlang „Pechvogel“ bei Tiere suchen ein Zuhause. Seine Behinderung hindert ihn nicht daran, lange Spaziergänge zu unternehmen und ständig gute Laune zu verbreiten. Außerdem „singt“ er auf Kommando nach Leibeskräften.
Bonney kommt aus einem großen Hundeauffanglager in Thailand. Die Hunde dort waren stark unterernährt und wirkten verwahrlost. Mittlerweile hat sich Bonney an das deutsche Klima angepasst und tobt ausgelassen mit den anderen Hunden über die Felder.
Jürgen und Nicolet haben Sunny und Picco bei sich aufgenommen. Sunny wurde auf Mallorca als Welpe aus einer Tötungsstation befreit. In einer Tierklinik in Deutschland musste sie zunächst wegen Parvovirose behandelt werden. Aufgrund ihrer Erfahrungen scheu und zurückhaltend, brauchte Sunny einige Monate Anlaufzeit, genießt aber nun zufrieden und ausgeglichen die Nähe und Geborgenheit in ihrer Familie.
Der Fünfte im Bunde ist Picco. Er stammt aus einer Beschlagnahmung und wurde offensichtlich im alten Zuhause getreten und geschlagen. Sunny und Picco haben sich auf Anhieb verstanden.
Für die vier Besitzer steht fest, dass das Zusammenleben mit den Hunden eine große Bereicherung ist und allen viel Kraft gibt. Außerdem tut es gut, sich aufeinander verlassen zu können, wenn Hilfe bei der Hundebetreuung gebraucht wird. Und das ist ja auch das Gute daran: Freundschaft vervielfacht sich – erst recht in einem neunköpfigen Rudel.
Susanne d’Alquen
Stand: 10.02.2012
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