Mantrailing
Das K-9 Suchhundezentrum Köln
- Sonntag, 28. Oktober 2012, 18.15 - 19.10 Uhr
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Das Wort Mantrailing stammt aus dem Englischen und setzt sich zusammen aus „Mensch“ (man) und „verfolgen“ (trail). Übersetzt bedeutet Mantrailing also „Personensuche mit Personenspürhunden“. Personenspürhunde werden als „Mantrailer“ bezeichnet, wenn sie in der Lage sind, Gerüche voneinander zu unterscheiden und trotz vieler Ablenkungen in der Umgebung einen Geruch über längere Strecken auf unterschiedlichem Terrain zu verfolgen.
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Personenspürhunde können einen Geruch trotz Ablenkung über eine lange Zeit verfolgen.
Was riecht der Personenspürhund?
In jeder Minute verliert ein Mensch kleinste Partikel: Haut- und Haarschuppen, Haare, Speicheltröpfchen, Schweiß, Atem, Teile der Kleidung (Fussel) und Bakterien in fester, flüssiger oder gasförmiger Form. Dabei entsteht ein einmaliges Geruchsprofil. Bewegt sich der Mensch, hinterlässt er dabei eine Geruchsspur, die sich durch die Schwerkraft langsam absetzt und den sogenannten Trail, also die Spur, bildet.
Vermisste Menschen
Immer wieder verschwinden Personen: Kinder, Demenzkranke oder Menschen mit Selbstmordabsichten. Bei der Suche nach den Vermissten holen sich Rettungsmannschaften wie die Johanniter-Unfall-Hilfe aus Köln Unterstützung durch ihre Personenspürhunde.
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Die Johanniter-Unfall-Hilfe aus Köln holt sich bei der Suche nach vermissten Personen oft Hilfe durch ihre Personenspürhunde.
Neben dem professionellen Einsatz von Personenspürhunden gibt es aber auch die Möglichkeit, Mantrailing als Hobby oder Therapie zu nutzen.
Mantrailing als Therapie für den Hund
Mantrailing kann bei unsicheren Hunden sehr hilfreich sein. Ablenkungen oder Unsicherheit auslösende Reize können bei dieser Arbeit neutralisiert werden. Der Hund erlebt gemeinsam mit seinem Halter ein positives Ereignis und verallgemeinert das schöne Erlebnis. Je öfter er „trailt“, desto entspannter wird der Hund. Auch die Hund-Halter-Beziehung vertieft sich dabei.
Mantrailing für alle Hunde
Theoretisch können alle Hunde mantrailen, weil es ihrer natürlichen Veranlagung entgegenkommt, mit ihrem gut ausgebildeten Riechorgan zu arbeiten. Auch Hunde, die keine Probleme haben, genießen das Mantrailing sehr, denn es ist eine selbstbelohnende Tätigkeit.
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Mantrailing ist theoretisch für alle Hunderassen geeignet, da sie von Natur aus ein gut ausgebildetes Riechorgan haben.
Mentale Auslastung
Viele Hundebesitzer gehen fleißig und ausgiebig mit ihren Hunden Gassi. Dennoch ist der Hund unterfordert, da er mental nicht ausgelastet ist. Sein Gehirn wird nicht artgerecht genutzt. Nur Herumlaufen, Bällchen apportieren etc. reicht bei manchen Hunderassen oder Mischlingshunden nicht.
Beim Mantrailing arbeiten Körper und Geist auf Hochtouren. Der Hund ist konzentriert und voller positiver Anspannung. Sein ausgeprägtes Riechorgan „bombardiert“ das Gehirn mit Informationen, die dann wieder in Bewegung umgesetzt werden. Dabei muss der Hund sich sehr anstrengen. Ein Trail ist für den Hund also genauso anstrengend wie viele Stunden Gassi gehen.
Autorin: Katharina Hadem
Stand: 28.10.2012
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