Kaninchen als Haustiere
Besuch bei Kaninchenexpertin Christiane Kautz
- Sonntag, 02. Dezember 2012, 18.15 - 19.10 Uhr
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Fantasievolle Gehege für Kaninchen: Um den Tieren eine anregende Umgebung zu gestalten, scheuen viele Kaninchenhalter keine Mühe und bauen Häuschen, Verstecke und Spielmöglichkeiten für ihre Schützlinge. Trotzdem geschieht es immer wieder, dass die Kaninchen Verhaltensauffälligkeiten zeigen. Christiane Kautz, langjährige Kaninchenhalterin, hat die Erfahrung gemacht, dass viele dieser Tiere immer noch unterfordert sind. Vor allem sehr intelligenten Kaninchen reicht es nicht, den ganzen Tag eingesperrt in einem Gehege zu verbringen – egal, wie toll es ist, ihnen ist es schlicht zu langweilig.
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Viele Kaninchen sind einfach unterfordert, egal wie schön und aufwendig ihr Gehege gestaltet ist.
Christiane Kautz hält schon ihr Leben lang Kaninchen, zurzeit sind es sechs. Ihr Wissen um die Tiere ist dementsprechend groß. Und weil sie den Kaninchen eine Menge zutraut, lässt sie sie frei in ihrer Wohnung umherlaufen. Ihr Argument dafür: „Man käme ja auch nicht auf die Idee, einen Hund oder eine Katze in einen Käfig einzusperren.“ Das große Bewegungsbedürfnis von Kaninchen werde immer wieder unterschätzt, meint sie, und plädiert dafür, ihnen mehr Freiraum zu gewähren.
In der Wohnung von Christiane Kautz wird dieses Angebot eifrig genutzt. Ihre Kaninchen hoppeln quer durch alle Zimmer, reagieren neugierig auf Veränderungen innerhalb der Wohnung und nehmen interessiert am Leben ihrer Halterin teil: Sie sind beim Aufräumen, Wäsche falten oder Fernsehen gucken mit dabei. Auf dem Boden rollen kleine Bälle, mit denen die Kaninchen spielen, und für Pausen ziehen sie sich in ihre Häuschen zurück, die in der Wohnung aufgebaut sind. Der Auslauf tut ihnen gut: Die Tiere sind ausgeglichen und zufrieden. Um ihnen möglichst viele Anreize zur Bewegung zu bieten, sind in der Küche kleine Hindernisse aufgebaut: Stangen in geringer Höhe, die die Kaninchen zum Springen nutzen – ohne Aufforderung und ohne Zwang. Auch in der freien Natur lieben sie es, Hindernisse zu überwinden, denn Kaninchen haben ein enormes Sprungvermögen – das Springen gehört in der freien Wildbahn zur natürlichen Fortbewegung.
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Christiane Kautz hat für die Kaninchen einige Hindernisse in der Wohnung aufgestellt, sodass die Tiere ihr Sprungvermögen nutzen können.
Sie hören sogar auf Kommandos: „Komm“, „Hopp“ und „Nein“ sind Wörter, auf die Christiane Kautz’ Kaninchen reagieren.
Gerade weil für die Kaninchen von Christiane Kautz die Käfigbarriere entfällt, ist die Nähe zu den Tieren umso größer. Ein Tier, das ausschließlich im Käfig gehalten wird, kann eine solch enge Bindung zu seinen Haltern kaum aufbauen.
Dafür verzichtet Christiane Kautz allerdings auf Nippes und Blumen in der Wohnung. Kabel sind fortgeräumt, alles, was angeknabbert werden kann, ist sicher versteckt – so hat die Bande freie Bahn. Und der Kaninchenbesitzer hat damit eine echte Chance, seine Tiere noch besser kennenzulernen.
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Statt Nippes und Blumen sind in der Wohnung von Christiane Kautz Spielzeuge für die Kaninchen verteilt.
Autorin: Susanne d’Alquen
Stand: 02.12.2012
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