Kleine Einführung in die Welt der Öle
- Freitag, 21. Dezember 2012, 21.00 - 21.45 Uhr
Die Ölauswahl ist riesig. Die bekannten Klassiker sind Oliven-, Sonnenblumen- und Rapsöl. Etwas ausgefallener sind Walnuss-, Distel-, Traubenkernöl und natürlich gibt es auch die ganz luxuriösen, wie zum Beispiel Trüffelöl, das ist allerdings kein reines Öl, sondern mit dem exklusiven Pilz verfeinert.
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Die Auswahlmöglichkeiten bei den verschiedenen Ölarten sind vielfältig.
Speiseöle lassen sich grob in folgende Gruppen
einteilen:
Aus Samen hergestellt: z.B. Leinöl, Distelöl,
Rapsöl
Aus Keimen hergestellt: z.B. Maiskeimöl
Aus Kernen hergestellt: z.B. Sonnenblumen-, Traubenkern-, Walnuss-,
Erdnussöl
Aus der gesamten Frucht hergestellt: z.B. Olivenöl,
Avocadoöl
In einigen Fällen, wie zum Beispiel beim Sesamöl,
rösten die Hersteller die Kerne vor der Pressung. In anderen
gewinnen sie das Öl aus den Früchten selbst, wie
beispielsweise beim Olivenöl. Beim Einkauf sollten Sie darauf
achten, was genau auf dem Etikett steht. Ist das Öl als
'Pflanzenöl' ausgewiesen, muss nicht weiter deklariert
sein, um welche Ölsorte es sich handelt. Steht auf der Flasche
allerdings Sonnenblumen-, Raps- oder Olivenöl, müssen
mindestens 97 Prozent aus dem Öl dieser Pflanzen
stammen.
Doch auf einigen Flaschen steht noch mehr: Zum Beispiel
'nativ' oder 'raffiniert'. Was bedeuten diese
Begriffe?
Native Speiseöle sind nicht wärmebehandelt. Die
Hersteller zerkleinern mechanisch geschälte oder
ungeschälte Saat und pressen oder zentrifugieren sie.
Trübstoffe entfernen sie, indem sie das Öl filtern. Durch
diese 'kalte Pressung' behalten die Öle eine intensive
Farbe und ein ausgeprägtes Aroma.
Steht 'nativ' oder 'kalt gepresst' auf der Flasche
muss das Öl ohne Wärmebehandlung gewonnen worden sein.
Steht keine Angabe auf der Flasche, kann der Verbraucher davon
ausgehen, dass das Öl raffiniert wurde. Denn
'raffiniert' muss nicht extra gekennzeichnet werden.
Raffinierte Speiseöle werden im Gegensatz zu nativen Ölen
warm gepresst. Die Ölproduzenten entsäuern und bleichen
die Saat durch Heißwasser, Natronlauge, verdünnte
Säuren oder Dampf. Dadurch entfernen sie unerwünschte
Bestandteile der Saat oder auch unangenehme Aromen. Das Öl
lässt sich nach dieser Behandlung in der Küche höher
erhitzen und länger lagern. Im Vergleich zu nativen
Speiseölen sind raffinierte Öle geschmacksneutral. In der
Küche sind sie deshalb besonders vielfältig
einsetzbar.
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Einige Öle von verschiedenen Herstellern.
Stand: 21.12.2012
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