Welches Speiseöl ist das gesündeste?
- Freitag, 21. Dezember 2012, 21.00 - 21.45 Uhr
Speiseöl besteht hauptsächlich aus Fett und gilt daher
als Dickmacher und Ursache für erhöhte Cholesterinwerte.
Ein Gramm Öl enthält neun Kilokalorien - ein Gramm Zucker
hat weniger als die Hälfte an Kalorien. Zwei Esslöffel
Olivenöl - das sind etwa 30 Gramm - enthalten bereits rund 270
Kilokalorien.
Die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung
DGE lautet daher:
Höchstens 30 Prozent der täglichen Kalorienzufuhr sollten
aus Fetten bestehen (das schließt alle sichtbaren und
versteckten Fette mit ein). Das entspricht etwa 80 Gramm Fett pro
Tag.
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Sonnenblume.
Aber: Fett ist nicht grundsätzlich ungesund. Neben Kohlenhydraten, Protein und Ballaststoffen ist Fett für unseren Körper unverzichtbar. Außerdem kann Öl sogar richtig gesund sein.
Es kommt auf die Zusammensetzung der Fettsäuren an. Diese können mehrfach ungesättigt, einfach ungesättigt oder gesättigt sein. Ausschlaggebend für die Gesundheit ist ein hoher Anteil an ungesättigten Fettsäuren. Ein Öl mit vielen einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren und einem geringen Anteil gesättigten Fettsäuren ist für unseren Körper besonders wertvoll.
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Grafik: Vergleich der Bestandteile zweier Ölsorten.
Zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren gehören auch Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Diese sollen den Cholesterinspiegel senken und Herz-Kreislauf Erkrankungen vorbeugen. Auf mehrfach ungesättigte Fettsäuren ist der menschliche Körper angewiesen, kann sie aber nicht selbst herstellen. Im Vergleich zu anderen Speiseölen, enthält Rapsöl die meisten mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Nur auf das Fettsäuremuster bezogen, ist es damit sogar besser als Olivenöl. Noch optimaler in der Fettsäure-Zusammensetzung ist das Leinöl - allerdings eignet sich dies nicht zum Braten, denn es hat einen niedrigen Rauchpunkt.
Omega-3 Fettsäuren sind wichtig für unseren Organismus, denn die enthaltene Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) beugen zum Beispiel Herzrhythmusstörungen vor und senken den Blutfettspiegel.
Unser Körper kann Omega-3 Fettsäuren aus pflanzlichen
Ölen allerdings nicht so gut verwerten, wie Omega-3
Fettsäuren aus Fischöl. Beim Fischöl kann unser
Organismus einfach auf die relevanten Inhaltsstoffe zugreifen. Im
Gegensatz dazu muss der Körper Fettsäuren aus
pflanzlichen Ölen erst in die nützlichen Wirkstoffe, EPA
und DHA, umwandeln. Deshalb ist Omega-3 in Speiseöl nicht mit
Omega-3 in Fisch gleichzusetzen.
Abgesehen von der Fettsäurezusammensetzung sind sekundäre
Pflanzenstoffe oder auch Antioxidantien ausschlaggebend für
die gesunde Wirkung eines Öls. Sekundäre Pflanzenstoffe
sollen laut Ernährungswissenschaftlern entzündungshemmend
und krebsvorbeugend sein. Natives Olivenöl enthält
besonders viele davon. Raffinierte Öle enthalten diese
Antioxidantien dagegen nicht, weil sie durch das Raffinieren
zerstört werden.
Stand: 21.12.2012
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