Preise und Auszeichnungen
Erneute Auszeichnung für "Automatic Brain"
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"Automatic Brain": Mehr als neunzig Prozent von allem, was wir täglich machen, erledigt unser Gehirn von allein.
Beim European Science TV and New Media Festival 2012 hat der Zweiteiler "Automatic Brain" den Preis als beste TV-Dokumentation gewonnen. Die Autoren Francesca D‘Amicis, Petra Höfer und Freddie Röckenhaus (Redaktion: Thomas Kamp und Thomas Hallet) beleuchten den "inneren Autopiloten": Über 90 Prozent von allem, was wir täglich machen, erledigt unser Gehirn unbewusst. Zuvor war "Automatic Brain" 2012 bei der Chicago International Television Competition bereits mit der "Silver Plaque" ausgezeichnet worden.
"lorry" für "Wir sind NRW! Das Ruhrgebiet"
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Auf Tour im Ruhrgebiet: Autor Christian Dassel (rechts) mit einem ehemaligen Bergmann
Der Film "Wir sind NRW! Das Ruhrgebiet" von Christian Dassel (Redaktion: Christiane Hinz) hat bei dem Journalistenpreis "lorry" der Metropole Ruhr in der Kategorie TV/Vodcast 2012 den zweiten Platz belegt. In dem Film aus der Reihe "Wir sind NRW!" unternimmt Autor Christian Dassel einen lebendigen Streifzug durch das Ruhrgebiet. Bei dem Preis handelt es sich um eine sieben Kilo schwere, stählerne Nachbildung einer Bergbau-Lore.
Auszeichnung für "Die zweite Todesstrafe – Amerika und die Hinrichtung"
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Überlebte die Giftspritze: der Afro-Amerikaner Romell Broom.
Auf dem St. Louis International Film Festival 2012 erhielt der Film "Die zweite Todesstrafe – Amerika und die Hinrichtung" von Michael Verhoeven (Redaktion: Beate Schlanstein) den "Interfaith Award for Best Documentary Feature". Der Film setzt sich kritisch mit der erfolglosen Hinrichtung des Afro-Amerikaners Romell Broom auseinander, die am 16. September 2009 stattfand. Nach zwei Stunden und 18 vergeblichen Versuchen wurde der Versuch, ihn mittels einer Giftspritze zu töten, erfolglos abgebrochen.
Hugo-Junkers-Preis für "Abflug in den Urlaub"
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Als die Deutschen fliegen lernten: Die Dokumentation erzählt von den Anfängen der zivilen Luftfahrt.
Die WDR-Fernsehproduktion "Abflug in den Urlaub" (Redaktion: Adrian Lehnigk) wurde mit dem Hugo-Junkers-Preis 2012 ausgezeichnet. Die zweiteilige Dokumentation von Jörg Stolpe und Andreas Kölmel zeigt anschaulich die Entwicklung der Sehnsüchte der Menschen im Nachkriegsdeutschland. Sie erzählt von den frühen Jahren der zivilen Luftfahrt, von der Reiselust der Deutschen und von den Pionieren der Tourismusbranche. Der Hugo-Junkers- Preis der deutschen Luft- und Raumfahrtpresse wird für herausragende journalistische Arbeiten zu Themen der Luft- und Raumfahrt vergeben.
Auszeichnungen beim Berg- und Abenteuerfestival Graz
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Der Film "Bottled Life" zeigt, wie Trinkwasser zu einem lukrativen Geschäft gemacht wird.
Bei dem Berg- und Abenteuerfestival Graz erhielt der Dokumentarfilm "Bottled Life" des Schweizer Regisseurs Urs Schnell (Redaktion: Jutta Krug) 2012 die "Kamera Alpin in Gold" in der Sektion "Natur und Umwelt". Die Jury begründete ihre Entscheidung damit, dass "Bottled Life" einen aktuellen Konflikt anschaulich macht und dabei kapitalistische Methoden entlarve. Außerdem erhielt der Film "Fledermäuse – Warte, bis es dunkel wird" von Dietmar Nill, Brian McClatchy und Karlheinz Baumann eine "Lobende Erwähnung".
Mehrere Auszeichnungen für "Sofias letzte Ambulanz"
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Eine Szene aus dem Film: Krassi (links) und Mila behandeln ein Unfallopfer.
Der Dokumentarfilm "Sofias letzte Ambulanz" (Redaktion Sabine Rollberg und Jutta Krug) wurde bei zwei Filmfestivals ausgezeichnet. Bei dem 14. Internationalen Filmfestival in Bratislava nahm der deutsch-bulgarische Regisseurs Ilian Metev den Hauptpreis für den besten Dokumentarfilm 2012 entgegen. Beim 53. Festival dei Popoli in Florenz erhielt der Film den Preis für die beste Regie. In "Sofias letzte Ambulanz" geht es um den Alltag eines Notarztteams in Bulgariens Hauptstadt Sofia. Die drei Protagonisten Krassi, Mila und Plamen wollen Leben retten und kämpfen dabei verzweifelt gegen ein marodes Gesundheitssystem und die Widrigkeiten des Alltags in der Millionenstadt, die mit einer immer kleiner werdenden Zahl an Ambulanzen auskommen muss. Zuvor hatte Ilian Metev die "Silberne Taube" beim Dokumentarfestival DOK Leipzig erhalten.
Deutscher Filmpreis für "Gerhard Richter Painting"
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Man kann Gerhard Richter bei der Entstehung seiner Bilder zusehen
Die WDR/ARTE-Produktion "Gerhard Richter Painting" von Corinna Belz (Buch und Regie) ist als bester Dokumentarfilm mit dem Deutschen Filmpreis LOLA in der Kategorie "Programmfüllende Dokumentarfilme" geehrt worden.
Mit "Gerhard Richter Painting" gibt die Regisseurin
überraschende Einblicke in die Arbeit eines Künstlers von
Weltrang. Richter hatte dem Filmteam im Frühjahr und Sommer
2009 sein Atelier geöffnet, als er an einer Serie großer
abstrakter Bilder arbeitete. In ruhigen, hoch konzentrierten
Einstellungen lässt der Film den Zuschauer an einem sehr
persönlichen, spannungsgeladenen Schaffensprozess teilhaben.
Zu sehen ist, wie Richter malt, wie er seine Bilder betrachtet und
beurteilt, wie er überlegt, abwartet, verwirft,
überarbeitet, manchmal auch zerstört und neu
beginnt.
Corinna Belz kommt in ihrem Film den vielschichtigen Vorgängen
künstlerischen Schaffens sehr nahe. Der Blick auf die Leinwand
erweitert und verändert sich. Die Bilder werden selbst zu
Protagonisten. "Gerhard Richter Painting" ist das
eindringliche Porträt eines Künstlers bei der Arbeit
– und ein faszinierender Film über das Sehen selbst. Die
Redaktion lag bei Sabine Rollberg (WDR/ARTE), Jutta Krug (WDR) und
Katja Wildermuth (MDR).
Die Lola ist die wichtigste Auszeichnung in der deutschen
Filmbranche. Nach dem Oscar-Prinzip stimmen die Mitglieder der
Deutschen Filmakademie über die Preisträger ab. Erstmals
waren in der Dokumentarfilm-Kategorie drei Filme nominiert worden -
bisher waren es nur zwei - um so der Bedeutung des Genres Rechnung
zu tragen.
Auszeichnung für "Der Kapitän und sein Pirat"
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Einer der an der Entführung des deutschen Frachtschiffs "Hansa Stavanger" Beteiligten.
"Der Kapitän und sein Pirat" von Andy Wolff (Redaktion: Jutta Krug, WDR und Claudia Gladziejewski, BR) hatte 2012 beim Filmfestival "Dok Leipzig" Weltpremiere und wurde mit dem Preis der Jugendjury der Filmschule Leipzig geehrt. Der Film erzählt die Entführung des deutschen Frachtschiffs "Hansa Stavanger" 2009 vor der somalischen Küste aus der Sicht zweier Protagonisten: des Anführers der Piraten, Ahado, und des Kapitäns Krzysztof Kotiuk. Es entspinnt sich ein Psychodrama, das existenzielle Fragen über menschliches Verhalten in Extremsituationen aufwirft.
Mehrere Auszeichnungen für "Der letzte Fisch - unsere Meere am Scheideweg"
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Ein Riff ohne Fische: Der letzte Fisch ist schon weg.
Die Dokumentation "Der letzte Fisch – Unsere Meere am Scheideweg" (Redaktion WDR: Thomas Kamp) hat 2012 beim 39. Ekotop Filmfestival den Hauptpreis in der Kategorie "Current Affairs" gewonnen. Bereits zuvor wurde die Arte-WDR-Produktion beim Matsalu Nature Film Festival mit dem Spezialpreis "Estonian Fund of Nature" ausgezeichnet. Die aufwändige Dokumentation von Ismeni Walter (Redaktion: Thomas Kamp) zeigt in eindrucksvollen Bildern die Zusammenhänge der Überfischung und geht vermeintlichen und echten Lösungen zur Rettung der Meere auf den Grund. Dabei begleitet sie Forscher, Fischer, Fabrikanten und Verbraucher an Land, zur See und unter Wasser. Fischereiinspektoren, Politiker und Fischzüchter kommen dabei ebenso zu Wort wie Fischereibiologen und Meeresökologen.
Mehrere Auszeichnungen WDR Abenteuer Erde
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"Fledermäuse - Warte bis es Dunkel wird": Ausgezeichnet mit dem Hauptpreis beim Tierfilmfestival in Eckernförde.
Bei dem deutschen Tierfilmfestival "Green Screen" in Eckernförde war 2012 "Abenteuer Erde" der Abräumer der Preisverleihung. Gleich drei Auszeichnungen gingen an die WDR-Senderreihe. Mit dem "Heinz-Sielmann-Preis" für "Fledermäuse - Warte bis es Dunkel wird" (Redaktion: Gabriele Conze) ging der bedeutendste deutsche Filmpreis in diesem Bereich an den WDR. Derselbe Film wurde auch für die beste Musik ausgezeichnet. Den Publikumspreis erhielt "Die letzten Europas - Wildpferde im Münsterland".
Felix-Rexhausen-Preis für "Der Aidskrieg"
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Glücklicher Gewinner: Der Rexhausen-Preis-Gewinner 2012 Jobst Knigge
Die WDR-Dokumentation "Der Aidskrieg" wurde im Rahmen des Christopher Street Days in München mit dem "Felix-Rexhausen-Preis" 2012 ausgezeichnet. Der Film von Jobst Knigge (Redaktion: Christiane Hinz) erinnert auf anrührende und zugleich informative Weise an die Jahre nach dem Aufkommen der Immunschwächekrankheit. Spannend erzählt, beleuchtet die Dokumentation eine Zeit, in der lange nicht klar war, wie der "Aidskrieg" ausgeht – ob zum Beispiel im Kampf gegen die Epidemie demokratische Grundrechte auf der Strecke bleiben. Der Bund Lesbischer und Schwuler JournalistInnen e.V. verleiht Preis seit 1998 und würdigt damit ein besonderes publizistisches Engagement bei der Berichterstattung über Lesben, Schwule und Bisexuelle.
Ehrenpreis für "Tatort Regenwald: Undercover gegen die Holzmafia"
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Der Umweltschützer Alexander von Bismarck: Für den Erhalt der tropischen Wälder nimmt er sogar den Kampf gegen die internationale Holzmafia auf.
Während des NaturVision Filmfestivals in Ludwigsburg wurde der "Ehrenpreis für Alexander von Bismarck" an die WDR-Produktion "Tatort Regenwald: Undercover gegen die Holzmafia" verliehen. Die 45-minütige Dokumentation der Autorin Michaela Kirst (Redaktion: Barbara Schmitz und Thomas Kamp) zeigt, wie engagiert und mutig Alexander von Bismarck mit einer kleinen Gruppe von Naturschützern versucht, illegalen Holzfällern und ihren Hintermännern auf die Spur zu kommen. Dabei entwirrt der Ur-Ur-Neffe des eisernen Reichskanzlers das undurchsichtige Netz aus Zwischen- und Unterhändlern und zeigt, wo das illegale Holz im Endeffekt landet: bei uns, vor allem in Form hochwertiger Teile für den Bau von Musikinstrumenten.
Doppelauszeichnung bei der Chicago International Television Competition
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"Himmelsläufer" bei der Arbeit: Mohawk-Indianer balancieren beim Hochhausbau unerschrocken auf den Stahlträgern hoch über der Stadt.
Bei der Chicago International Television Competition im Rahmen des Chicago International Filmfestivals haben zwei Produktionen des WDR jeweils die "Silver Plaque" gewonnen. Die erste Auszeichnung in der Kategorie "Documentary: Arts/Humanities" ging an "Skydancer". Die Dokumentation von Katja Esson (Redaktion: Christiane Hinz) wirft einen Blick auf die "Himmelsläufer". Mohawk-Indianer, die beim Hochhausbau unerschrocken auf den Stahlträgern hoch über der Stadt balancieren. Von den atemberaubenden Stahlkonstruktionen New Yorks bis zu der unberührten Natur der Reservate dringt der Film tief in die Substanz Amerikas ein und rüttelt mit Humor und Sensibilität am Klischee des unterdrückten Indianers. Die zweite "Silver Plaque" ging an den Zweiteiler "Automatic Brain".
RIAS Deutsch-Amerikanischer Medienpreis für "Deutschlands Brown Babies"
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"Deutschlands Brown Babies": Das Schicksal farbiger Besatzungskinder
Die Ko-Produktion "Deutschlands Brown Babies – Eine ewige Suche" (Redaktion BR/ARTE: Sonja Schieder, Redaktion WDR: Christiane Hinz) wurde beim "RIAS Deutsch-Amerikanischer Medienpreis" mit dem 2. TV-Preis ausgezeichnet. Die Autorin Michaela Kirst widmet sich in ihrer Dokumentation den bewegenden Schicksalen farbiger Besatzungskinder, ihrem lebenslangen Gefühl, nirgendwo wirklich dazuzugehören und ihrer verzweifelten Suche nach ihrer wahren Identität.
Goldener Remi für "Nach der Stille"
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"Nach der Stille": Die Geschichte einer Annäherung
Beim 45. Annual WorldFest-Houston hat "Nach der Stille", eine Koproduktion von NDR (Redaktion Barbara Biemann) und WDR (Redaktion Christiane Hinz), den "Golden Remi" in der Kategorie "Documentary Feature" erhalten. Die beiden jungen Regisseurinnen Stephanie Bürger und Jule Ott erzählen in ihrer 90minütigen Dokumentation die Geschichte einer schrittweisen Annäherung: Eine israelische Jüdin fährt ins besetzte Westjordanland zu den Eltern des Attentäters, der ihren Ehemann vor acht Jahren bei einem Selbstmordattentat mit einem Sprengstoffgürtel mit in den Tod gerissen hat. Nicht Rache ist ihr Ziel, sondern Versöhnung.
Erneute Auszeichnung für "Unter Kontrolle"
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Das Kernkraftwerk Grundremmingen: einer der Schauplätze in dem Dokumentarfilm
Der Dokumentarfilm "Unter Kontrolle" (Redaktion WDR: Jutta Krug) wurde mit dem "Schnitt-Preis" 2011 ausgezeichnet. In einer Reise durch die Welt der deutschen Atomanlagen erzählt der Film die Geschichte einer Utopie – und ihren heutigen Hinterlassenschaften. Die Jury begründete ihre Wahl unter anderem mit folgenden Worten: "Den Editoren gelingt es, einem hoch emotionalisierten Thema klug und unaufgeregt filmischen Raum zu eröffnen. Eine beeindruckende Reflexion über eine vergangene Epoche von Technikgläubigkeit und des Vertrauens, es sei alles unter Kontrolle." Bereits zuvor hatte die Dokumemtation den dritten Preis beim Atlantis Natur– und Umweltfilmfest in Wiesbaden erhalten.
Grand Prix für "Nach der Stille"
"Nach der Stille" erhält den "Grand Prix" beim Dokumentarfilm-Festival Camera Obscura. In der Begründung der Jury heißt es, die in dem Film (Redaktion WDR: Christiane Hinz) gezeigte journalistische Reise gebe dem Zuschauer das Gefühl, Teil des Filmes und nicht nur Beobachter zu sein. "Nach der Stille" erzählt von der schrittweisen Annäherung zweier Familien in Trauer. In Dschenin im Westjordanland trauert die Familie Tobassi um den Sohn Shadi, der sich in einem Restaurant in Haifa in die Luft gesprengt hat. Unter den Opfern ist der Architekt und Friedensaktivist Dov Chernobroda, der sich zeitlebens für eine Verständigung zwischen Juden und Arabern eingesetzt hat. Er hat eine Idee zurückgelassen: Es kann keinen Frieden geben, wenn die Feinde nicht miteinander sprechen.
Auszeichnung als bester Dokumentarfilm für "Tahrir 2011"
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Der Tahrirplatz im Frühling 2011: Ausgangspunkt für den Dokumentarfilm.
"Tahrir 2011 - The Good, the Bad and the Politician" wurde als bester Dokumentarfilm beim Filmfestival von Oslo ausgezeichnet. Der Film von Tamer Ezzat, Ayten Amin, Amr Salama (Redaktion: Jutta Krug) widmet sich der ägyptischen Revolution, die am 25. Januar 2011 mit ersten Demonstrationen begann und dem Mubarak-Regime in nur achtzehn Tagen ein Ende setzte. Der Film wurde in Venedig erstmals gezeigt und konnte dort den "Unesco-Award" mit nach Hause nehmen.
Goldene Kamera für "Blutige Rosen"
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Joan Root und ihr Mann Alan: Zusammen lebten sie in ihrer Wahlheimat Kenia
Die WDR/BBC-Koproduktion "Blutige Rosen" (Regie: Henry Singer, Redaktion WDR: Jutta Krug) hat in der Kategorie "TV Documentary Programs / Biography beim International Film and Video Festival" in Kalifornien die "Goldene Kamera" gewonnen. Der Doku-Thriller erzählt das Schicksal der engagierten "Wild Life"-Filmerin und Naturschützerin Joan Root. Sie und ihr Ehemann Alan waren das angelsächsische Pendant zu Bernhard Grzimek, dem deutschen Naturfilmerstar der 70er Jahre. Joan Root wurde 2006 in ihrer Wahlheimat Kenia brutal ermordet. Die Tat steht augenscheinlich in Zusammenhang mit ihrem Protest gegen die ökologische Katastrophe am Naivasha See.
Deutscher Kamerapreis für "El Bulli"
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Küchenchef Ferran Adrià (rechts) in Action - mit seiner Molekularküche hat er die Kochwelt revolutioniert
Der Film "El Bulli – Cooking in Progress" wurde beim "Deutschen Kamerapreis" ausgezeichnet. Anja Pohl wurde für ihre Schnittleistung ausgezeichnet. Der Dokumentarfilm begleitet den katalanischen 3-Sterne-Koch Ferran Adrià mit seiner Molekularküche über ein Jahr lang bei seinen kreativen Exzessen. Adrià gilt als der beste, innovativste und verrückteste Koch der Welt. In der Laudatio heißt es: "Anja Pohl ist eine Meisterin der ökonomischen und zugleich emotionalen Erzählweise. - Das können Dokumentarfilme heute und Anja zeigt es uns: Sie unterhalten bestens, machen Spaß und gewähren zugleich Einblick in fremde Lebens- und Denkwelten."
Deutscher Filmpreis für "Chandani und ihr Elefant"
Die WDR-Koproduktion "Chandani und ihr Elefant" von Arne Birkenstock wurde als "Bester Kinderfilm" mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet, dem renommiertesten Preis der Branche in Deutschland. Bereits im vergangenen Jahr erhielt der Film auf dem Chicago International Children's Film Festival (CICFF) den ersten Preis als "Bester Dokumentarfilm". Das CICFF ist das weltweit größte Festival für Kinderfilme. In dem Film geht es um die 16-jährige Chandani, die unbedingt Mahout, Elefantenführerin, werden möchte. Aber das ist in Sri Lanka traditionell ein Männerberuf. Wie es ihr gelingt, sich gegen Widerstände durchzusetzen, dokumentiert Arne Birkenstock.
Adolf-Grimme-Preise 2011 für "Die Anwälte"
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Damals waren sie noch ein Team: Ströbele (links) und Schily (rechts) vertreten Horst Mahler vor Gericht.
Der Film "Die Anwälte - Eine deutsche Geschichte"erhält in der Kategorie "Information und Kultur" zwei "Grimme Preise": Birgit Schulz für Buch und Regie und Katharina Schmidt für den Schnitt. Der Film beginnt Anfang der 70er Jahre, als drei junge linke Anwälte mit großen politischen Idealen gegen die BRD als restriktiven Staat kämpfen. Vor Gericht verteidigen sie Menschen, die als Staatsfeinde gelten. Heute ist der eine Bundesinnenminister a.D., der zweite das linke Gewissen der Grünen, der dritte als Holocaust-Leugner verurteilter Rechtsextremist. Und es gibt nichts, was sie noch verbindet. Es handelt sich um Otto Schily, Hans-Christian Ströbele und Horst Mahler. In der Begründung der Jury heißt es unter anderem: "Der Film überzeugt durch seine formale Entschiedenheit, seinen exzellenten Schnitt und eine ruhige, seinem Gegenstand vertrauende Dramaturgie." Bereits im vergangenen Jahr erhielt der Film den "Phoenix-Dokumentarfilm-Preis 2010".
Mehrfache Auszeichnung für "Kinshasa Symphony"
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Mit einem Schlag weltberühmt: Das kongolesische Orchestre Symphonique Kimbanguiste.
"Kinshasa Sympony" von Claus Wischmann und Martin Baer (Redaktion WDR: Jutta Krug / Lothar Mattner) erzählt die Geschichte des einzigen Symphonieorchesters im Kongo: das Orchestre Symphonique Kimbanguiste. Der für den Deutschen Filmpreis 2011 nominierte Dokumentarfilm hat neben seinen bisherigen Auszeichnungen zwei weitere international renommierte Preise erhalten: Beim "2011 New York Festival" gewann der Film die "Gold World Medal" in der Kategorie "Film Productions / Documentaries". Und beim Salem Film Fest in Massachusetts wurde der Dokumentarfilm mit dem Hauptpreis geehrt. Bereits im vergangenen Jahr hat der Film zahlreiche Preise erhalten.
Auszeichnung für "Das Mädchen und das Foto"
Der Dokumentarfilm "Das Mädchen und das Foto" von Marc Wiese (Redaktion: Susanne Spröer und Sabine Rollberg) wurde bei dem "2011 New York Festival" mit der "Silver World Medal" in der Kategorie "Geschichte und Gesellschaft" ausgezeichnet. Die WDR-Arte-Eigenproduktion verfolgt die Geschichte des berühmten, mit dem Pulitzer-Preis geehrten Fotos von Nick Ut aus dem Jahr 1972. Es zeigt ein neunjähriges Mädchen, das nach einem Napalmangriff in Vietnam, von Schmerzen und Schock gezeichnet, auf einer Straße davonläuft. Der Film hatte 2010 u.a. bei dem bedeutendsten Dokumentarfilmfestival Chinas in Guangzhou den Preis in der Kategorie "Best Documentary on History & Arts & Culture" gewonnen.
Silver World Medal für Erlebnis Erde
Bei dem "2011 New York Festival" erhielt der Film "Erlebnis Erde: Kluge Pflanzen" (Redaktion WDR: Gabriele Conze) die "Silver World Medal" in der Kategorie "Natur". Die Autoren Volker Arzt und Immanuel Birmelin zeigen, was Pflanzenfreunde schon immer geahnt haben: Ihre grünen Lieblinge können weit mehr, als nur wachsen oder blühen. Pflanzen erkunden ihre Umwelt. Sie kämpfen gegen Konkurrenten und Feinde. Sie brauchen Partner für den Sex. Und sie müssen ihren Nachwuchs in die Welt entlassen. Bereits im vergangenen Jahr erhielt der Film zahlreiche Auszeichnungen darunter der Preis als bester Naturfilm auf der Ökofilmtour.
Stand: 10.12.2012
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