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Der Dokumentarfilm "Unter Kontrolle" (Redaktion WDR: Jutta Krug) wurde mit dem Schnitt-Preis 2011 ausgezeichnet. In einer Reise durch die Welt der deutschen Atomanlagen erzählt der Film die Geschichte einer Utopie – und ihren heutigen Hinterlassenschaften. Die Jury begründete ihre Wahl unter anderem mit folgenden Worten: "Den Editoren gelingt es, einem hoch emotionalisierten Thema klug und unaufgeregt filmischen Raum zu eröffnen. Eine beeindruckende Reflexion über eine vergangene Epoche von Technikgläubigkeit und des Vertrauens, es sei alles unter Kontrolle." Bereits zuvor hatte die Dokumemtation den dritten Preis beim Atlantis Natur – und Umweltfilmfest in Wiesbaden erhalten.
"Nach der Stille" erhält den Grand Prix beim Dokumentarfilm-Festival Camera Obscura. In der Begründung der Jury heißt es, die in dem Film (Redaktion WDR: Christiane Hinz) gezeigte journalistische Reise gebe dem Zuschauer das Gefühl, Teil des Filmes und nicht nur Beobachter zu sein. "Nach der Stille" erzählt von der schrittweisen Annäherung zweier Familien in Trauer. In Dschenin im Westjordanland trauert die Familie Tobassi um den Sohn Shadi, der sich in einem Restaurant in Haifa in die Luft gesprengt hat. Unter den Opfern ist der Architekt und Friedensaktivist Dov Chernobroda, der sich zeitlebens für eine Verständigung zwischen Juden und Arabern eingesetzt hat. Er hat eine Idee zurückgelassen: Es kann keinen Frieden geben, wenn die Feinde nicht miteinander sprechen.
"Tahrir 2011 - The Good, the Bad and the Politician" wurde als bester Dokumentarfilm beim Filmfestival von Oslo ausgezeichnet. Der Film von Tamer Ezzat, Ayten Amin, Amr Salama (Redaktion: Jutta Krug) widmet sich der ägyptischen Revolution, die am 25. Januar mit ersten Demonstrationen begann und dem Mubarak-Regime in nur achtzehn Tagen ein Ende setzte. Der Film wurde in Venedig erstmals gezeigt und konnte dort den Unesco-Award mit nach Hause nehmen.
Die WDR/BBC Koproduktion "Blutige Rosen" (Redaktion WDR: Jutta Krug) hat in der Kategorie TV Documentary Programs / Biography beim International Film and Video Festival in Kalifornien die Goldene Kamera gewonnen. Der Doku-Thriller (Regie: Henry Singer) erzählt das Schicksal der engagierten Wild Life Filmerin und Naturschützerin Joan Root. Sie und ihr Ehemann Alan waren das angelsächsische Pendant zu Bernhard Grzimek, dem deutschen Naturfilmerstar der 70er Jahre. Joan Root wurde 2006 in ihrer Wahlheimat Kenia brutal ermordet. Die Tat steht augenscheinlich in Zusammenhang mit ihrem Protest gegen die ökologische Katastrophe am Naivasha See.
Der Film "El Bulli – Cooking in Progress" wurde beim Deutschen Kamerapreis ausgezeichnet. Anja Pohl wurde für ihre Schnittleistung ausgezeichnet. Der Dokumentarfilm begleitet den katalanischen 3-Sterne-Koch Ferran Adrià mit seiner Molekularküche über ein Jahr lang bei seinen kreativen Exzessen. Adrià gilt als der beste, innovativste und verrückteste Koch der Welt. In der Laudatio heißt es: "Anja Pohl ist eine Meisterin der ökonomischen und zugleich emotionalen Erzählweise. - Das können Dokumentarfilme heute und Anja zeigt es uns: Sie unterhalten bestens, machen Spaß und gewähren zugleich Einblick in fremde Lebens- und Denkwelten."
Die WDR-Koproduktion "Chandani und ihr Elefant" von Arne Birkenstock wurde als "Bester Kinderfilm" mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet, dem renommiertesten Preis der Branche in Deutschland. Bereits im vergangenen Jahr erhielt der Film auf dem Chicago International Children's Film Festival (CICFF) den ersten Preis als "Bester Dokumentarfilm". Das CICFF ist das weltweit größte Festival für Kinderfilme. In dem Film geht es um die 16-jährige Chandani, die unbedingt Mahout, Elefantenführerin, werden möchte. Aber das ist in Sri Lanka traditionell ein Männerberuf. Wie es ihr gelingt, sich gegen Widerstände durchzusetzen, dokumentiert Arne Birkenstock.
Der Film "Die Anwälte - Eine deutsche Geschichte"erhält in der Kategorie Information und Kultur zwei Grimme Preise: Birgit Schulz für Buch und Regie und Katharina Schmidt für den Schnitt. Der Film beginnt Anfang der 70er Jahre, als drei junge linke Anwälte mit großen politischen Idealen gegen die BRD als restriktiven Staat kämpfen. Vor Gericht verteidigen sie Menschen, die als Staatsfeinde gelten. Heute ist der eine Bundesinnenminister a.D., der zweite das linke Gewissen der Grünen, der dritte als Holocaust-Leugner verurteilter Rechtsextremist. Und es gibt nichts, was sie noch verbindet. Es handelt sich um Otto Schily, Hans-Christian Ströbele und Horst Mahler. In der Begründung der Jury heißt es unter anderem: "Der Film überzeugt durch seine formale Entschiedenheit, seinen exzellenten Schnitt und eine ruhige, seinem Gegenstand vertrauende Dramaturgie." Bereits im vergangenen Jahr erhielt der Film den "Phoenix-Dokumentarfilm-Preis 2010".
"Kinshasa Sympony" von Claus Wischmann und Martin Baer (Redaktion WDR: Jutta Krug / Lothar Mattner) erzählt die Geschichte des einzigen Symphonieorchesters im Kongo: das Orchestre Symphonique Kimbanguiste. Der für den Deutschen Filmpreis 2011 nominierte Dokumentarfilm hat neben seinen bisherigen Auszeichnungen zwei weitere international renommierte Preise erhalten: Beim "2011 New York Festival" gewann der Film die "Gold World Medal" in der Kategorie Film Productions / Documentaries. Und beim Salem Film Fest in Massachusetts wurde der Dokumentarfilm mit dem Hauptpreis geehrt. Bereits im vergangenen Jahr hat der Film zahlreiche Preise erhalten.
Der Dokumentarfilm "Das Mädchen und das Foto" von Marc Wiese (Redaktion: Susanne Spröer und Sabine Rollberg) wurde bei dem "2011 New York Festival" mit der Silver World Medal in der Kategorie "Geschichte und Gesellschaft" ausgezeichnet. Die WDR-Arte-Eigenproduktion verfolgt die Geschichte des berühmten, mit dem Pulitzer-Preis geehrten Fotos von Nick Ut aus dem Jahr 1972. Es zeigt ein neunjähriges Mädchen, das nach einem Napalmangriff in Vietnam, von Schmerzen und Schock gezeichnet, auf einer Straße davonläuft. Der Film hatte 2010 u.a. bei dem bedeutendsten Dokumentarfilmfestival Chinas in Guangzhou den Preis in der Kategorie "Best Documentary on History & Arts & Culture" gewonnen.
Bei dem "2011 New York Festival" erhielt der Film "Erlebnis Erde: Kluge Pflanzen" (Redaktion WDR: Gabriele Conze) die Silver World Medal in der Kategorie "Natur". Die Autoren Volker Arzt und Immanuel Birmelin zeigen, was Pflanzenfreunde schon immer geahnt haben: Ihre grünen Lieblinge können weit mehr, als nur wachsen oder blühen. Pflanzen erkunden ihre Umwelt. Sie kämpfen gegen Konkurrenten und Feinde. Sie brauchen Partner für den Sex. Und sie müssen ihren Nachwuchs in die Welt entlassen. Bereits im vergangenen Jahr erhielt der Film zahlreiche Auszeichnungen darunter der Preis als bester Naturfilm auf der Ökofilmtour.
Der Film "Chinas Größenwahn am Yangtse" hat beim International Festival of Sustainable Development Films 2010 (ekotopfilm) den "Prize of the Ministry of Economy and Construction" der Slowakei gewonnen. Der Staudamm am Yangtse ist der größte Staudamm der Welt und ein Symbol der Macht Chinas. Thomas Weidenbach und Shi Ming zeigen in ihrer Dokumentation die Dimension dieses Eingriffs - für die Natur, und für das Leben von Millionen von Menschen.
Die WDR-Dokumentation "Tiananmen: 20 Jahre nach dem Massaker - die Opfer erzählen" von Thomas Weidenbach und Shi Ming erhielt im Wettbewerb Information und Kultur/Spezial den Adolf-Grimme-Preis 2010 und den Robert Geisendörfer-Preis in der Kategorie Fernsehen. Die Dokumentation schildert die dramatischen Ereignisse um die Niederschlagung der Demonstrationen auf dem Platz des Himmlischen Friedens.
Der Film "Jaffa - The Orange's Clockwork" von Eyal Sivan hat beim Internationalen Dokumentarfilm Festival Mailand den Preis der Internationalen Jury erhalten. Die Jaffa-Orange ist seit Jahrzehnten lecker, gesund und weltberühmt. Doch sie steckt auch voller Geschichten um Politik, Ökonomie und Manipulation. Die beleuchtet Eyal Sivan in seiner Dokumentation.
In der Atacama-Wüste im Norden Chiles suchen Wissenschaftler in der ältesten Vorzeit die jüngsten Lichter des Universums. Nur einen Steinwurf davon entfernt suchen Familien der Opfer Pinochets in Massengräbern nach Spuren ihrer "verschwundenen" Verwandten. In "Heimweh nach den Sternen" versucht Patrico Guzmán die Suchenden miteinander zu verbinden. Die Dokumentation hat mehrere Preise erhalten: Palmarès Prix de l’age d’ôr beim Cinédecouvertes 2010 Bruxelles, Prix du Public du meilleur film documentaire auf dem Festival Biarritz Amérique Latine, Bester Dokumentarfilm beim Abu Dhabi Film Festival, Publikumspreis beim TIFF Toronto.
Die Dokumentation "Liebesgeschichten aus Moskau 1993 - 2009" von Christoph Boekel hat beim Festival Saratov Sufferings in Russland den Preis des Governeurs des Saratower Oblast erhalten. Der Russlandkenner Boekel erzählt darin von den Veränderungen, die sich in den Leben und Lieben seiner Verwandten und Freunde während der vergangenen 15 Jahre ergeben habenm - und von der Wandlung des urbanen Molochs in das Monster "Moskau".
Bei dem sechzehnten Shanhai TV Festival-MIDA in China hat der Film "Nanking 1937 – Tagebuch eines Massakers" von Raymond Ley den Magnolia Silver Award erhalten. Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte der Überlebenden des Massakers des japanischen Militärs an chinesischen Soldaten und der chinesischen Zivilbevölkerung bei der Eroberung von Nanking (Nanjing) 1937. Es die Geschichte der Überlebenden und und ihres Retters, dem deutschen Kaufmann John Rabe.
Der Dokumentarfilm "Pizza in Auschwitz" von Moshe Zimerman hat beim Jewish Motifs Film Festival in Warschau, den Silver Phoenix Prize erhalten. Der Film erzählt die Geschichte von Danny Chanoch. Der 74-jährige hat Auschwitz überlebt. Mit seinen beiden Kindern fährt er sechs Tage lang von Lager zu Lager und besuchen die Stätten seines Kindheitstraumas. Zuletzt gelangen sie nach Auschwitz-Birkenau. Dort will Danny mit seinen Kindern eine Nacht auf seiner alten Pritsche in seiner alten Baracke verbringen.
Auf dem Hot Docs Festival in Toronto hat der Dokumentarfilm "I Shot My Love" von Tomer Heymann den Best Mid Length Documentary Award gewonnen. 70 Jahre nachdem sein Großvater aus Nazi-Deutschland nach Israel fliehen musste, reiste der Regisseur Tomer Heymann 2006 als Gast der Berlinale nach Deutschland. In einem Berliner Club lernt er den deutschen Tänzer Andreas Merk kennen und die beiden verlieben sich. Der Film erzählt die Geschichte ihrer Liebesbeziehung.
Die Dokumentation "Das blaue Wunder" von Rolf J. Möltgen hat auf dem Internationalen Naturfilmfestival Greenscreen 2010 in Eckernförde den Preis für biologische Vielfalt erhalten. Vor der Küste Papua-Neuguineas liegt ein geheimnisvoller Inselarchipel: Raja Ampat. Der Film zeigt ihn als die Heimat einiger Eingeborener, seltener Baumkängurus und bunten Paradiesvögeln.
Der Film "Sommer 1939" von Matthias Haentjes und Nina Koshofer (Redaktion: Gudrun Wolter, Sabine Rollberg) hat im Mai 2010 auf dem World Media Festival Hamburg den Intermedia-Globe Gold in der Kategorie "Geschichte" gewonnen. Er zeichnet ein stimmungsvolles Panorama eines Kontinents am Vorabend der Katastrophe: Die Menschen wollen leben und lieben, arbeiten und sich amüsieren. Doch der Sommer 1939 wird großes Unheil über Europa bringen - wenn er zu Ende geht, hat Hitler den Zweiten Weltkrieg begonnen, der 55 Millionen Menschen das Leben kosten und Europa auf Jahrzehnte traumatisieren wird.
Der Film "Fräulein Stinnes fährt um die Welt" hat beim World Media Festival Hamburg den Intermedia-Globe Gold in der Kategorie "Reise" erhalten. Der Film von Erica von Moeller erzählt eine der ungewöhnlichsten Abenteuergeschichten des 20. Jahrhunderts: die Weltreise der Industriellentochter Clärenore Stinnes, die als erste Frau die Erde mit dem Auto umrundete. Das Film- und Fotomaterial, das ihr Begleiter Carl-Axel Söderström während der Expedition rund um den Globus aufgenommen hat, ist vollständig erhalten und bildet das Herz des Films.
Ebenfalls auf dem World Media Festival Hamburg wurde der Film "Seelenvögel" von Thomas Riedelsheimer mit dem Intermedia-Globe Gold in der Kategorie "Medizin" ausgezeichnet. Der Film erzählt die Gechichte der 15-jährigen Pauline, des 10-jährigen Richard und des 6-jährigen Lenni. Für sie bedeutet leben etwas besonderes. Sie sind an Leukämie erkrankt und müssen sich mit dem Tod auseinandersetzen. Eine ungewöhnliche Annäherung an eine unvorstellbare Situation, in der nicht die Krankheit im Vordergrund steht, sondern die Suche nach der Kraft und Energie des Lebens.
Der Film "Mordakte Hrant Dink" von Osman Okkan und Simone Sitte wurde auf dem World Media Festival Hamburg mit dem Intermedia-Globe Gold in der Kategorie "Human Relations and Values" ausgezeichnet. Im Januar 2008 wurde der armenische Journalist Hrant Dink heimtückisch in Istanbul ermordet. Simone Sitte und Osman Okkan zeichnen das Lebenswerk dieses mutigen und engagierten Menschen nach, dessen Tod eine unerwartete Welle der Betroffenheit und Solidarität in der Türkei auslöste und gleichzeitig von den Nationalisten bejubelt wurde. Ein Requiem, das auch der Frage nachgeht, wie man als Armenier heute in der Türkei leben kann.
Der Film "Der verbotene Kick" von Werner Kubny und Per Schnell wurde auf dem World Media Festival Hamburg mit dem Intermedia-Globe Silver in der Kategorie "Dokumentationen" ausgezeichnet. Frauen sind die Hauptdarstellerinnen der Dokumentation. Frauen, die sich mutig über das Verbot des DFB und den damit verbundenen Spott und die Häme der Männerwelt hinweggesetzt haben. Frauen, die damals, in den fünfziger und sechziger Jahren, "wilde Mädchen" in Essen und Dortmund, in und um Hamburg waren. Frauen, die dazu beigetragen haben, dass die deutschen Fußballdamen zum fünften Mal Europameisterinnen geworden sind.
"Menschliches Versagen", ein Film von Michaell Verhoeven, wurde auf dem World Media Festival Hamburg mit dem Intermedia-Globe Gold in der Kategorie "Education" ausgezeichnet. Das Ende des Holocaust ist - zumindest in seinen wichtigsten Fakten - bekannt. Viel weniger dokumentiert und bis heute viel weniger vorstellbar sind die Anfänge des Verbrechens mitten in einer "normalen" Gesellschaft. In seinem Film "Menschliches Versagen" zeigt Michael Verhoeven anhand der konkreten Geschichten von Betroffenen den Vorgang der Ausgrenzung, Entrechtung, Enteignung und schließlich Deportation der jüdischen Mitbürger.
Auf dem Techfilm Festival in Prag wurde der Film "Die Königsechsen" der WDR Sendereihe Abenteuer Erde mit dem Internationalen Jury Preis ausgezeichnet. Die Dokumentation von Gisela Kaufmann (Redaktion: Gabriele Conze) zeigt die unterschiedlichen Lebensräume der Warane und ihre Erforschung durch die Wissenschaft. Wegen ihres martialischen Aussehens erinnern Warane an Drachen. In Australien leben sehr unterschiedliche Arten dieser Echsen, die nur zum geringen Teil für Menschen wirklich gefährlich sind. Ein herausforderndes und exotisches Abenteuer in die Welt der lebenden Drachen.
Auf dem New York Festival im Mai 2010 erhielt der Film "Swinging, not marching (Im Swing gegen den Gleichschritt)" von Monica Ladurner und Wolfgang Beyer die Silver World Medal in der Kategorie "Cultural Issues". Der Film schildert die Geschichte der "Swings" in Köln, Hamburg, Berlin, Krefeld und Düsseldorf, der Wiener "Schlurfs", der Swing-Anhänger in Warschau und Paris. Ein Film über Jugendliche, die sich auch unter der Nazidiktatur nicht beugen wollten. Eine historische Spurensuche mit viel Musik erzählt in einer Mischung aus klassischer Dokumentation und filmischem Feuilleton u.a. mit Kölner Zeitzeugen wie Gigi Campi und Wolfgang Sauer.
Der Film "Burma VJ" von Anders Ostergaard wurde auf dem Mumbai Int. Film Festival im Februar 2010 in Indien als Bester Film/Video des Festivals prämiert. Auf einzigartige Weise dokumentiert Filmemacher Anders Ostergaard die Realität in der Militärdiktatur Birma, als im September 2007 die von buddhistischen Mönchen angeführten Protestmärsche begannen. Unter Lebensgefahr filmten junge, mutige Birmanen als Undercover-Videojournalisten die dramatischen Ereignisse. Das Videomaterial wurde auf verschlungenen Wegen außer Landes geschmuggelt, um als Nachrichtenclips bei BBC, ARD oder CNN weltweit für Aufsehen zu sorgen.
"Milltown, Montana", ein Film von Rainer Komers, erhielt auf dem Big Sky Documentary Film Festival in Missoula/USA den Programmer’s Choice Awards: Best Editing. Regisseur Rainer Komers gelingt mit sorgfältig komponierten Bildern und einer eindrucksvollen Soundcollage ein essayistischer Streifzug durch eine grandiose aber vom Menschen misshandelte Landschaft. Einst das größte Bergbaugebiet der USA, heute von Giften und Schwermetallen kontaminiert – postindustrieller Stillstand.
Der Film "Auf der Suche nach dem Gedächtnis - Der Hirnforscher Erik Kandel" von Petra Seeger wurde im Januar 2010 mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet. Außerdem erhielt der Film den Publizistikpreis der Glaxo Smith Kline Stiftung. Die Kölner Regisseurin und Produzentin Petra Seeger zeichnet in dem Film ein ungewöhnliches Portrait des Nobelpreisträgers Eric Kandel und begleitet ihn dabei auf einer Reise zu den Orten seiner Kindheit in Wien. Sein Leben wird ebenso filmisch nachgezeichnet wie Grundlagen der Hirnforschung und der Suche nach dem Gedächtnis.
Stand: 09.02.2012
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