Der große Crash
Die Wirtschaftskrise 1929 in Deutschland
- Samstag, 08. September 2012, 00.00 - 00.45 Uhr
Am 24. und 25. Oktober 1929, also vor achtzig Jahren, stürzen an der New Yorker Börse Aktienkurse ins Bodenlose. Panik bricht aus. Die Nachricht vom "Schwarzen Freitag" an der Wall Street geht wie ein Lauffeuer um die Welt. Auch Deutschland kann sich dem Sog nicht entziehen. Nach den Jahren des Booms in den 1920er Jahren wird die Wirtschaft von ihrer schwersten Krise erfasst.
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Notstandsküchen: Sie versorgten Bedürftige während der schlimmsten Krisenmonate mit warmen Mahlzeiten
Die Dokumentation berichtet detailgenau, wie die Krise nach dem Zusammenbruch an den Börsen das alltägliche Leben in Deutschland veränderte. Eindrucksvoll berichten Zeitzeugenvon großer materieller Not, Hunger und dem Verlust der Würde. Einige Unternehmen, die auch in der aktuellen Krise eine Schlüsselrolle spielen, waren schon damals betroffen - bei Opel wurde wild gestreikt, und Karstadt geriet in Zahlungsschwierigkeiten. Unzählige Unternehmen brachen zusammen. Massenweise wurden Arbeitnehmer entlassen.
Spekulanten: riskante Spiele
Auch die Gier von Spekulanten ist ein Thema der Dokumentation. Am Beispiel der Bremer Firma Nordwolle wird deutlich, wie Maßlosigkeit und übertriebene Risikobereitschaft ein Unternehmen in die Insolvenz führten. Die Folge: Die kreditgebende Danat-Bank wurde zahlungsunfähig. Dem gesamten Bankensystem drohte der Zusammenbruch. Und die Politik? Der Regierung Brüning gelang es nicht, den Absturz zu verhindern. Im Gegenteil, sie verordnete Deutschland einen strikten Sparkurs - und heizte die Krise so noch mehr an. Die Bevölkerung verlor das Vertrauen in die junge Demokratie.
Dunkelstes Kapitel der europäischen Geschichte
Der Film erzählt die Geschichte vom großen Crash und dem Alptraum, der in den 1930er Jahren darauf folgte. Darüber gibt unter anderen auch der ehemalige Politiker Erhard Eppler Auskunft. Für den Film konnte zum Teil unbekanntes Archivmaterial genutzt werden, auch aus privaten Quellen.
Ein Film von Gerold Hofmann | Redaktion Gudrun Wolter
Stand: 29.08.2012
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