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WELTWEIT-Reportage gewinnt Medienpreis Entwicklungspolitik 2009
Ein WDR-Radiofeature und zwei WDR-Fernsehdokumentationen sind mit dem Medienpreis Entwicklungspolitik 2009 ausgezeichnet worden. Der Preis wird vom Bundespräsidenten und vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) gestiftet.
In der Kategorie Fernsehen wurde Hartmut Idzko für seine Dokumentation "Mit der Bambusbahn durch Kambodscha" geehrt. Idzko berichtet in seiner Dokumentation über eine kleine, in privater Eigeninitiative betriebene Eisenbahn, die auf staatlichen Gleisen Personen und Waren transportiert. Da es in der vom Krieg gezeichneten Region kaum öffentliche Verkehrsmittel gibt, ist die mit einfachsten Mitteln betriebene Bambusbahn für die Menschen das einzige Verkehrsmittel in die nächste größere Stadt.
Renate Werner überzeugte die Jury mit ihrem Fernsehbeitrag "Kein Brot für Öl". Werner stellte in ihrer Dokumentation die gesetzeswidrige Vertreibung von kolumbianischen Bauern durch Palmöl-Unternehmen dar. Geduldet von der Regierung machen diese Firmen jetzt das große Geschäft, die Bauern hingegen bleiben zurück - ohne Land, ohne Nahrungsquelle.
In der Kategorie Hörfunk wurde Achim Nuhr für sein Radiofeature "Mädchen, 5 Jahre, 7 Kilo" ausgezeichnet. Der Beitrag dokumentiert die Hungersnot im Wirtschaftswunderland Indien und den mangelnden Einsatz der Politiker. Während ein Teil der Bevölkerung von der gefeierten Wirtschaftpolitik der Regierung profitiert, verhungert ein anderer Teil der in bedrückender Armut lebenden Bevölkerung.
Der Medienpreis Entwicklungspolitik 2009 ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert. Der Bundespräsident und das BMZ zeichnen mit diesem Preis journalistische Arbeiten aus, die das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die Notwendigkeit der Zusammenarbeit zwischen Industrie- und Entwicklungsländern fördern.
Text: Uwe Jens Lindner
Stand: 19.01.2010
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