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Was ist Sperma?

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Sendung vom 20.07.2013
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Mein Körper: Sperma - Hoden; Rechte: WDR 2012

Die Reise kann losgehen...!

Mit der Pubertät beginnt bei Jungen die Spermienproduktion in den Hoden. Die so entstehenden Samenzellen durchwandern zum Ausreifen die Sammelgänge in den Nebenhoden. Wenn sie diese Phase durchlaufen haben, geht es weiter die Samenleiter entlang.

Mein Körper: Sperma - innere Geschlechtsorgane; Rechte: WDR 2012

Speicherstätte

Die beiden Samenleiter verbinden die Hoden und Nebenhoden mit der Prostata. Kurz davor biegen sie sich aber noch in einer Kurve und verbreitern sich. Hier und in den Samenbläschen befinden sich nun die Speicherstätten, in denen sich die ausgereiften Spermien sammeln und auf den nächsten Samenerguss warten. Der "Vorrat" reicht für mehrere Samenergüsse.

Mein Körper: Prostata; Rechte: WDR 2012

Innere Schleuse: die Prostata

Ab der Prostata wird die Harnröhre, die aus der Harnblase kommt, zur Harn-Samenröhre. Die Prostata funktioniert hier wie eine Art Schleuse: Sie sorgt dafür, dass Urin und Sperma nicht miteinander in Berührung kommen. Nur wenn der Penis steif ist, kann die Samenflüssigkeit hindurchfließen. Das ist sehr wichtig, damit die Spermien im Sperma überleben und nicht von der Säure im Urin angegriffen werden.

Mein Körper: Sperma - Prostata, Samenbläschen, Cowper; Rechte: WDR 2012

Sperma – was ist da drin?

Ein Samenerguss, das ist meistens in etwa ein Teelöffel voll. Darin sind im Durchschnitt in etwa 200 Millionen männliche Samenzellen enthalten. Auch wenn sich das erst einmal viel anhört, besteht die Samenflüssigkeit nur zu einem sehr geringen Anteil aus den Spermien selbst. Den größten Teil bilden Flüssigkeiten, die in den Nebenhoden, den Samenblasen, den Cowper-Drüsen und der Prostata dem Samen zugefügt werden.

Mein Körper: Sperma - Fruchtzucker; Rechte: WDR 2012

Wofür sind die Flüssigkeiten gut?

Die Flüssigkeiten haben insgesamt die Funktion, die dickflüssigen Samenzellen zu verdünnen, damit sie besser durch die Harn-Samenröhre fließen können und auch um die Spermien vor dem Austrocknen zu schützen. Das Sekret ist darüber hinaus eiweiß- und fruchtzuckerhaltig und versorgt die Spermien so mit Energie.

Mein Körper: Sperma - Penis; Rechte: WDR 2012

Feuchte Träume

Da in den männlichen Geschlechtsorganen im Normalfall ein Leben lang immer weiter Spermien heranreifen, wird es ab einer bestimmten Menge zu voll in den Speicherstätten. Hat der Körper zu viele Spermien produziert, muss er Platz für den Nachschub schaffen. Das macht er ganz automatisch, z. B. indem er sich mit einem Samenerguss entlädt. Passiert dies unwillkürlich in der Nacht, spricht man auch von "feuchten Träumen". Zwischen dem 13. und dem 15. Lebensjahr kann es dazu das erste Mal kommen. Ab dem ersten Samenerguss kann ein Junge übrigens Kinder zeugen.

Mein Körper: Sperma - Teelöffel; Rechte: WDR 2012

Eine kleine Rechnung

Ein Teelöffel Samenerguss entspricht ungefähr fünf Milliliter Sperma. Nehmen wir einmal an, dass ein Mann 50 Jahre lang durchschnittlich drei mal pro Woche einen Samenerguss hat (Sex, Selbstbefriedigung, feuchte Träume), dann wären das zusammen (50 Jahre x 3 Tage in der Woche x 52 Wochen im Jahr =) 7800 Samenergüsse à fünf Millilitern Samenflüssigkeit.

Rechnet man das zusammen, macht das 39.000 Milliliter, also 39 Liter, oder ungefähr vier Eimer voll.

Mein Körper: Sperma - weibliche Geschlechtsorgane mit Spermium; Rechte: WDR 2012

Überlebensdauer von Spermien

An der Luft oder im Wasser können Spermien nur wenige Minuten überleben. Gelangen sie direkt in die Scheide steigert sich ihre Überlebenschance – jedoch nur um ein paar wenige Stunden. Das hat den Hintergrund, dass sich die Scheide mit ihrer Flora vor jeglichen Fremdkörpern schützt – wie z. B. Bakterien oder anderen Krankheitserregern. In der Gebärmutter und im Eileiter herrscht für das Sperma ein anderes Klima. Hier können die Spermien gut 4-5 Tage – manchmal sogar noch länger – überleben. Das bedeutet aber auch, dass frau auch noch ein paar Tage nach dem Geschlechtsverkehr schwanger werden kann.

Mein Körper: Sperma - weibliche Geschlechtsorgane; Rechte: WDR 2012

Apropos schwanger!

Schwanger werden kann ein Mädchen, wenn die Samenflüssigkeit direkt in die Scheide oder an den Eingang der Scheide gelangt. Das kann beim Geschlechtsverkehr ohne Verhütungsmittel passieren, aber auch schon z. B. beim Petting. Wenn du deine Hand nicht trocken reibst, nachdem du deinen Freund mit ihr befriedigt hast und sie dann selber benutzt, um dich zu befriedigen, dann könnte es passieren, dass Sperma in deine Scheide gelangt.

Mein Körper: Sperma - Ei in Schüssel; Rechte: WDR 2012

Kleiner Tipp

Gelangt das Sperma mal auf deine Jeans oder andere Klamotten, dann solltest du es mit kaltem Wasser abwaschen, bevor du alles in die Waschmaschine schmeißt. Samenflüssigkeit besteht nämlich zu einem großen Teil aus Eiweißen.

Und da gilt: Wenn Eiweiß mit heißem Wasser in Berührung kommt - man kennt das vom Eierkochen oder vom Spiegelei - dann verändert es seinen Zustand von flüssig zu fest. Auch in der Waschmaschine kann das Eiweiß aus dem Sperma somit fest werden und dann kriegst du das nur noch sehr schwer aus deinen Klamotten.

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