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Jung, weiblich, rechtsradikal: der Film "Kriegerin"

  • SendeterminDienstag, 17. Januar 2012, 22.30 - 23.10 Uhr.
  • WiederholungsterminMontag, 23. Januar 2012, 10.50 - 11.30 Uhr (Wdh.).

"Nazibraut" steht auf ihrem T-Shirt und auf ihre Schulter hat sie "Skingirl" tätowiert: Marisa, Anfang zwanzig, ist Neonazi und sie ist wütend, orientierungslos und gewaltbereit. In seinem Film-Debüt zeigt der Regisseur David Wnendt den alltäglichen Rassismus in Deutschland – aus streng weiblicher Perspektive.

Szenenfoto aus dem Spielfilm ¿Kriegerin¿ mit Alina
Levshin als Marisa
Marisa (Alina Levshin) ist 20 und Neonazi. (Szenenfoto aus dem Spielfilm "Kriegerin")

In einer miefigen ostdeutschen Kleinstadt sucht Marisa nach einem Platz im Leben. Als ein Freund in den Knast muss und alles um sie herum den Bach runtergeht, macht sie vor allem die Ausländer dafür verantwortlich. Sie schlägt zu und fährt zwei Ausländer über den Haufen. Doch ihr rechtes Weltbild gerät ins Wanken. Nicht allein durch die großartige Hauptdarstellerin Alina Levshin ist die "Kriegerin" ein sehenswerter Film. Er behandelt ein Thema, das durch die Anschläge der Zwickauer Terrorzelle eine aktuelle Brisanz bekommen hat. West ART hat den Regisseur David Wendt in Dortmund getroffen.

Autorin:

Brigitte Kleine

Stand: 12.01.2012, 15.32 Uhr


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