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Sendung vom 07. Februar 2012
Der Wuppertaler Schriftsteller Armin T. Wegner
Er war einer der Wenigen, die die Öffentlichkeit über die Massaker der Türken an den Armeniern alarmierten: Vor fast 100 Jahren bereiste der expressionistische Dichter und Reiseschriftsteller Armin T. Wegner als Sanitätsoffizier Ost-Anatolien. Über ausländische Botschaften versuchte er, Beweismaterial nach Deutschland und in die USA zu schleusen, bis er von den Deutschen in der Türkei festgenommen und auf eine Cholera-Station versetzt wurde. Seine Fotografien gehören heute zu den wichtigsten Beweisen eines Genozids an den Armeniern. Unvergessen ist auch sein Eintreten gegen die beginnende Judenverfolgung. Nach seiner KZ-Haft emigrierte er 1936 nach Italien, konnte aber dort nicht mehr an die Erfolge von einst anknüpfen. Eine Aufsatzsammlung über den Reisenden, Schriftsteller und Menschenrechtsaktivisten leuchtet jetzt die Facetten seines Lebens aus. Ebenfalls im Wallstein Verlag erschienen ist die Dokumentation seines Lichtbildvortrags „Die Austreibung des armenischen Volkes in die Wüste“.
Armin T. Wegner: Die Austreibung des armenischen Volkes in die
Wüste
Ein Lichtbildvortrag.
Wallstein Verlag 2011, Preis: 24 Euro
Claudia Kuhland
Stand: 02.02.2012
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