"Blicke"
20 Jahre Leidenschaft für Filme
- Dienstag, 20. November 2012, 22.30 - 23.10 Uhr
- Samstag, 24. November 2012, 08.50 - 09.30 Uhr (Wdh.)
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Es ist eins der traditionsreichsten Filmfestivals in Nordhein-Westfalen. Jetzt feiert man in Bochum einen runden Geburtstag. Wie immer mit viel Engagement und Herzblut für Filme aus und für das Ruhrgebiet. Egal ob Kurzfilm, Reportage oder Dokumentation, dass "Blicke Filmfestival" hat den ganz besonderen Blick auf eine der spannendsten Regionen NRWs. Präsentiert wird hier auch eine Hommage an die Bergleute der Schwarzkaue der Zeche Hugo in Gelsenkirchen. West ART stellt den Film "Die Kaue" vor und präsentiert weitere Highlights des "Blicke"-Programms im Netz.
Podiumsdiskussion: "Wohin geht der Film?"
Video
Während des blicke filmfestivals in Bochum gab es nicht nur Filme zu sehen, sondern es wurde auch über den Film und seine Zukunft in der sich rasant ändernden Medienwelt diskutiert. West ART hat die Kontroverse aufgezeichnet.
1. Ruhrpottromantik 2012
Links
Sebastian Daniel, Jahrgang 1977, lebt in Bochum und arbeitet als Diplomdesigner. Das Ruhrgebiet hat er mit den Mitteln des Films erforscht. Herausgekommen ist dabei eine "filmische" Regionalkunde zwischen Ruhe und Dynamik. Daniel hat nicht nur gefilmt, sondern auch den "Klang", die Akustik des Ruhrgebiets aufgezeichnet und für seinen Kurzfilm neu arrangiert. Den Film hat er aus Eigenmitteln finanziert.
2. Bierdeckel
Ein zappeliger stop motion-Filmstreifen aus ca. 100 bemalten Bierdeckeln und 1.100 Einzelfotos. Jochen Renz, 1960 in Stuttgart geboren, hat sein Diplom im Fach Kommunikationsdesign an der Universität Essen gemacht. Er ist seit 1995 Filmemacher, seit 2010 Lehrer an der Folkwang Universität der Künste im Fach Film/Video. Den Film "Bierdeckel" hat er mithilfe vieler ebensolcher, Espresso und Textmarker realisiert. Seine Botschaft: "Der Bierdeckel lebt". Oder gilt die Hommage den Getränken, die man darauf stellt? Jochen Renz, der am liebsten Kaffee oder Weißwein trinkt, ist auch Blogger. Er stellt dieses Jahr jeden Tag einen Bierdeckel online.
3. the underground connection
Kerstin Gramberg ist 1976 in Varel geboren. Sie hat an der Kunsthochschule für Medien in Köln studiert und ist für ihren Kurzfilm in den Untergrund der U-Bahn gegangen. Über den Film sagt sie: "Belebt, laut, hektisch – hier zeigt sich der undurchsichtige Untergrund von seiner anderen Seite. Unterwegs von einer Station zur nächsten wird man den unterschiedlichsten Stimmungen ausgesetzt - und weiß nicht wo und wie die nächste Fahrt enden wird."
4. Links liegen lassen
Friedrich Ludmann lässt Wahrzeichen verschwinden: z.B. den Hochofen 4 von Thyssen Krupp und Duisburg-Bruckhausen: Für das "Verschwinden in 23 Sekunden" hat er das einfache Mittel der Einzelbildanimation benutzt.
Im Rahmen seiner Ausstellung "Platz da. Animiertes Verschwinden" 2010 in Konstanz schrieb er: "Architektur ist überall. Sie ist eine alltägliche Erfahrung, der man sich kaum entziehen kann. Eher selten ist sie Baukunst, dann wird sie geliebt, wenn nicht sogar verehrt und erhält Einzug in die Baugeschichte. Doch allzu oft versagt Architektur und wird zum Ärgernis, weil sie nicht funktioniert oder einfach nicht den ästhetischen Vorstellungen entspricht. Dann steht man vor solcher Architektur oder ist in ihr gefangen und denkt, warum kann sie nicht verschwinden und Platz machen für etwas "Besseres“, vielleicht "Schöneres"." Manchmal allerdings ist es einfach traurig, wenn ein "Fotomodell" wie der Hochofen 4 abtreten muss.
5. Die Kaue
Video
Ein Film aus 13.500 Einzelfotos. Ein Stück Ruhrgebiet. Eine Hommage an die Bergleute der Schwarzkaue der Zeche Hugo in Gelsenkirchen.
Hermann Schulz ist 1950 in Orsoy am Niederrhein geboren und arbeitet seit 1989 als Kameramann beim WDR Köln. Seit 2009 ist er in Altersteilzeit und beschäftigt sich mit der HDR-Fotografie. Den Film hat er in seiner freien Zeit mit einer hochwertigen Fotoausrüstung, Slider Dolly, Software und viel Geduld realisiert.
Autorin: Astrid Reinberger
Stand: 16.11.2012, 15:32 Uhr
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