Highlights des 26. Internationalen Jazzfestival Viersen 2012 (1. Teil)
Aufzeichnung vom 21.9.2012 aus Viersen
- Montag, 12. November 2012, 23.15 - 00.15 Uhr
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In der ersten diesjährigen Highlights–Sendung vom 26. Internationalen Jazzfestival in Viersen präsentiert die WDR Jazzline das Richter Trio feat. Alan Skidmore, die WDR Big Band feat. Dick Oatts mit dem Programm „Cannonball“, den Crooner Alexander Stewart, das experimentelle Duo Dus-Ti sowie das Engstfeld/Weiss-Quartett.
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Mitwirkende beim „Cannonball“-Konzert: v.l.n.r. Dick Oatts, Peter Erskine, Michael Abene, und Terrell Stafford
WDR Big Band "Cannonball" feat. Dick Oatts
In der Jazzwelt der fünfziger Jahre schlug Julian „Cannonball“ Adderley wie eine Kanonenkugel ein. Mit seinem übersprudelnd vitalen Spiel fand der Altsaxophonist aus Florida stets den direkten Kontakt zum Publikum. 1957 holte ihn Miles Davis in sein Sextett, wo sich Adderley an der Seite von John Coltrane und Bill Evans auf legendären Alben wie „Kind of Blue“ verewigte. Zu Ehren dieses einzigartigen Künstlers hat Michael Abene Kompositionen aus seinem Repertoire neu arrangiert. Mit dem Altsaxophonisten Dick Oatts ist ein wichtiger Künstler der New Yorker Jazzszene zu Gast, in dessen Spiel Cannonballs Tradition unverkennbar weiterlebt. Als höchst kultivierter Stilist wird auch der Trompeter Terryl Stafford gefeiert, der mit Oatts im Village Vanguard Orchestra spielt. Peter Erskine, einer der weltbesten Schlagzeuger, ist der WDR Big Band seit langem verbunden – er war schon bei der ersten mit einem Grammy prämierten Produktion 2006 dabei.
Alexander Stewart & Band
Mit 24 Jahren ist Alexander Stewart einer der jüngsten und talentiertesten Jazz-Sänger. 2011 präsentierte er sein Debütalbum „All Or Nothing“ in ausverkauften Jazz-Clubs in London. Seine Vorbilder sind Billie Holiday und Tony Bennett, sein Stil ist geprägt vom Soul eines Georgie Fame und dem Groove des HipHoppers Plan B. Mit seiner warmen, eindringlichen Stimme, seinen raffinierten Arrangements berühmter Standards und seiner zeitgenössischen Interpretation ist er mehr als ein bloßer Nostalgiker. Alexander Stewart kann sich mit den Großen seiner Kunst messen. Nicht nur für Fans von Michael Bublé oder Roger Cicero.
Dus-Ti
Das Duo Dus-Ti (von persisch „dusti“ oder „doosti“ = Freundschaft) spielt experimentelle improvisierte Musik. Mit Elektronik erweiterte Klänge und akustische Modulationen bilden die Basis für ihren abstrakten Sound, der irgendwo zwischen Noise, NowJazz, Free Jazz, Metal und harten Grooves angesiedelt ist. Den beiden Musikern Mirek Pyschny und Pablo Giw gilt ihr Sound als ein Ausdruck der Welt, in der sie heute leben, die endlos viele Einflüsse und Möglichkeiten bietet. Für die Aufnahmen ihres Debütalbums „2011“ (Untertitel: „Der Soundtrack zum Leben“) haben sie sich zwei Jahre lang auf die Suche nach Sounds und musikalischen (Un-)Strukturen begeben.
Engstfeld/Weiss-Quartett
Tenorsaxofonist Wolfgang Engstfeld und Schlagzeuger Peter Weiss arbeiten bereits seit rund vierzig Jahren zusammen. Davon profitiert auch ihr seit zehn Jahren bestehendes Quartett mit dem Kontrabassisten Christian Ramond und dem Pianisten Hendrik Soll. Die Fundamente des fast ausschließlich aus Eigenkompositionen bestehenden Programms bilden der energiereiche Hardbop, Einflüsse des Latinjazz und freiere rhythmische Strukturen, wie sie vor allem im modernen Jazz der 70er- und 80er-Jahre aufkamen. Dank seiner langjährigen intensiven Zusammenarbeit beeindruckt das Engstfeld/Weiss-Quartett mit seinem spezifischen, einmaligen Gruppensound und bietet vitalen, akustischen Modern Jazz.
Stand: 02.11.2012, 09:06 Uhr
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