Highlights des 26. Internationalen Jazzfestival Viersen 2012 (2. Teil)

Aufzeichnung vom 22.9.2012 aus Viersen

  • Montag, 19. November 2012, 23.15 - 00.15 Uhr

Max Mutzke beim Jazzfestival Viersen 2012

Jazzline: 26. Int. Jazzfestival Viersen 2012

(59:27)

Montag, 19. November 2012, 23.15 - 00.15 Uhr

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In der zweiten diesjährigen Highlights–Sendung vom 26. Internationalen Jazzfestival in Viersen präsentiert die WDR Jazzline den Posaunisten Max von Einem mit Einem.Art, die beiden Jazzsänger Max Mutzke und Jeff Cascaro, das Rusconi Trio, Rachel & The Soul Criminals aus Köln sowie das Frank Sackenheim Quintett.

Max Mutzke beim Jazzfestival Viersen 2012

Einem.Art

Im Mai 2012 gewann der 25-jährige Posaunist Max von Einem mit seinem Quartett den begehrten Nachwuchspreis Sparda Jazz Award. Anfang September eröffnete er mit Einem.Art das Jazzfestival in Köln. Über seine Musik sagte der Newcomer im Kölner Stadt-Anzeiger: „Die Musik von Einem.Art hat etwas Entwickelndes,Bereicherndes, Experimentelles, was nicht heißt, dass es Free Jazz sein muss. Die Grenzen zwischen Jazz und Avantgarde verschwimmen total. Ich würde auch unsere Band nicht als Jazzband bezeichnen, obwohl wir eine Jazzband sind.“ Jazzband oder nicht - diese Entscheidung müssen wohl seine Zuhörer treffen.

Max Mutzke & Monopunk

Max Mutzke kommt aus dem kleinen südbadischen Ort Krenkingen und wurde bereits als Abiturient von Stefan Raab entdeckt, der nach der Teilnahme Mutzkes am Eurovision Song Contest im Jahr 2004 auch dessen selbstbetiteltes Debütalbum produzierte. Mit seinem Stilmix aus Pop, Rock, Soul, Funk und Jazz war Mutzke auf Anhieb erfolgreich. Nach vier Alben und mehreren Chart-Hits hat Mutzke 2012 mit „Durch Einander“ ein Jazzalbum veröffentlicht. Unterstützt wird er darauf von einem Trio, bestehend aus Roberto Di Gioia (Piano), Andreas Kurz (Bass) und Wolfgang Haffner (Schlagzeug) sowie prominenten Gastmusikern wie Klaus Doldinger, Nils Landgren, Götz Alsmann und Thomas D. Eine Menge jazziger Highlights für das Konzert in Viersen.

Jeff Cascaro

Jeff Cascaro hat sich seit 2006 mit mittlerweile drei Alben in die erste Liga der deutschen Soul-Sänger katapultiert. Auf seinem aktuellen Album „The Other Man“ gewinnt er anhand einer cleveren Reduktion mit festem Stand in den Roots. Seine Profi-Karriere begann Cascaro bereits mit 18 Jahren als Gewinner von „Jugend jazzt“. Erfahrungen sammelte er unter anderem als Backgroundsänger und Gastmusiker mit der NDR Big Band, der Rias Big Band, mit Ute Lemper, den Fantastischen Vier, Sasha, Götz Alsmann, Klaus Doldinger’s Passport, den Guano Apes und Paul Kuhn. Seit 2000 ist der Mann aus dem Ruhpott auch noch Professor für Jazz‐Gesang an der Musikhochschule Weimar.

Rusconi Trio

Stefan Rusconi, Fabian Gisler und Claudio Strüby, drei weltweit aktive Schweizer Musiker und Klangforscher, sind seit sechs Jahren gemeinsam unterwegs und spielten bislang über 200 Konzerte hauptsächlich in Europa und Asien, sowohl auf renommierten Festivalbühnen als auch in Underground-Locations. Unkonventionell und immer wieder überraschend schaffen sie mit ihren Instrumenten, Stimmen und zahlreichen Präparationstechniken kraftvolle, hypnotische Klanggebirge. Dabei dreht das Trio auch die Videoclips zu seinen Alben selbst und legt großen Wert auf ein stimmiges Desgin, das seinen Sound begleitet. Die Zusammenarbeit mit so renommierten Künstlern wie Pipilotti Rist, Diana Scheunemann oder der Produktionsfirma ‘zweihundfilm’ gibt Zeugnis ab vom Verständnis der Band als Gesamtkunstwerk.

Rachel & The Soul Criminals

Rachel & The Soul Criminals um die Kölner Sängerin Rachel Scharnberg spielen Sixties-Soul und -Funk in Reinform, mit viel Gefühl und lässigen Grooves. Dank Rachel Scharnbergs kraftvoller Stimme und dem Produktionsgenie des Posaunisten Michael Theissing-Tegeler fühlt man sich als Zuhörer zurückversetzt in die verrauchten Soul-Clubs der sechziger Jahre.

Frank Sackenheim Quintett

Eurotrash, so der Titel der neuesten Produktion von Frank Sackenheim, ist die Bezeichnung amerikanischer Jazzmusiker für den aus Europa stammenden Jazz. Eine Kritik, der sich Frank Sackenheim augenzwinkernd stellt. Beeinflusst von barocker Kirchenmusik, spirituellem Jazz der 60er-Jahre und moderner Popmusik entwickelt er kraftvolle Hymnen und melancholische Songs. Das perfekte Zusammenspiel seines Quintetts schafft hierbei großes Vertrauen und Raum für waghalsige Improvisationen, bei denen die klanglichen Grenzen eines Modern Mainstream Quintetts ausgelotet werden.


Stand: 02.11.2012, 09:06 Uhr




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