Neutelings Riedijk Architects: MAS, Museum am Strom

Antwerpen

  • Dienstag, 31. Juli 2012, 23.10 - 23.15 Uhr

Neutelings Riedijk Architects: MAS, Museum am Strom

Neutelings Riedijk Architects: MAS, Museum am Strom - Antwerpen

(05:49)

Dienstag, 31. Juli 2012, 23.10 - 23.15 Uhr

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Boxen wie Container gestapelt, verkleidet mit indischem Sandstein, verbunden mit einem geschwungenen Vorhang aus Glas. Die Hand als Symbol der Handelsstadt Antwerpen wurde für die Fassade tausendfach in Aluminium gegossen. Die alten Docks mit ihrem neuen Kulturspeicher: MAS, das Museum am Strom, entworfen von den niederländischen Architekten Neutelings und Riedijk.

Die Architektur bezieht sich auf Hafen- und Speichergebäude vergangener Jahrhunderte, türmt Kisten versetzt übereinander, die mit gefalteten Fensterfronten nicht nur Wasser und Wellen widerspiegeln, sondern auch starken Winden standhalten.

Neutelings Riedijk Architects: MAS, Museum am Strom

Gestern trifft heute

Das MAS umfasst mehrere städtische Museen, präsentiert auf jedem Stockwerk Sammlungen zu unterschiedlichen Themen. Entstanden ist es 2011 im Rahmen der Neugestaltung des Hafenviertels. Ein öffentlicher Raum mit durchgehender Sandsteinpflasterung, die sich wie ein roter Faden von außen nach innen zieht. Das Gebäude selbst ist ein gläserner Boulevard - kostenfrei und für jedermann zugänglich. Die Besucher gleiten über eine Rolltreppe, die wie eine Straße vertikal über zehn Stockwerke führt. Auf jeder Etage bietet eine Terrasse wechselnde Ausblicke auf die Stadt.

MAS, Museum am Strom, Antwerpen innen

Auf dem Platz davor: ein Mosaik des belgischen Künstlers Luc Tuymans. Sein skurriler Totenkopf erinnert an die große Zeit Antwerpener Malerei im 16. Jahrhundert. Gestern und heute im Dialog. Wie überhaupt das Konzept der gesamten Anlage auf der Begegnung von Gegenwart und Vergangenheit beruht.

Mosaik des belgischen Künstlers Luc Tuymans vor dem MAS, Museum am Strom, Antwerpern

Gelungene Zeitreise ins 21. Jahrhundert

Standort

Protagonist des Museums am Strom ist die Stadt: Immer wieder öffnen sich neue Perspektiven, korrespondiert der reale Blick auf die Docks mit der Möglichkeit, virtuell in den Hafen einzutauchen. Der neue Leuchtturm im alten Hafenviertel von Antwerpen ist in der Zukunft angekommen. Eine gelungene Zeitreise ins 21. Jahrhundert.

Autorin: Martina Müller


Stand: 04.07.2012, 10:34 Uhr