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Sendung vom 15. Januar 2012
Esoterik - Lebenshilfe oder lebensgefährlich?
Während die großen konfessionellen Kirchen um ihre Zukunft bangen müssen, findet die Esoterik immer neue Anhänger. Millionen Deutsche verstehen sich als spirituelle Sinnsucher, glauben an Wiedergeburt, praktizieren Meditationstechniken und vertrauen Heilpraktikern mehr als der Schulmedizin. Je weiter die Entzauberung der Welt fortschreitet, desto stärker scheint das Bedürfnis nach Transzendenz. Die Suche nach Sinn, nach dem großen Zusammenhang hat offenbar gerade in Zeiten der Krise Hochkonjunktur. Immer mehr Menschen lassen sich auf Handlesen und Kartenlegen ein, schwören auf Reiki, Bachblüten, Homöopathie oder Kinesiologie. Nur noch eine Minderheit der Gesellschaft kann mit Esoterik nichts anfangen - und das, obschon wir am Beginn des 21. Jahrhunderts über so viel Wissen verfügen wie nie zuvor.
Sind wir der Kompetenz der Wissenschaften überdrüssig? Ist das Zeitalter der Vernunft am Ende? Wie gefährlich ist der Trend zur Esoterik? Wo drohen Absturz und Ausbeutung? Warum bauen immer mehr Menschen auf esoterische Lebenshilfen, obwohl deren Wirksamkeit höchst umstritten ist? Ist unser Wissenschaftsbetrieb zu engstirnig, um zu sehen, dass es mehr zwischen Himmel und Erde gibt, als er nachzuweisen imstande ist? Darüber diskutiert Holger Noltze am 15. Januar bei West ART Talk mit seinen Gästen.
Stand: 10.01.2012
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