NRW-Trend vor dem Jahreswechsel
- Sonntag, 16. Dezember 2012, 19.30 - 20.00 Uhr
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Gut ein halbes Jahr ist die Landtagswahl her. Rot-Grün kann seitdem mit einer stabilen Mehrheit regieren. Wie hat sich die politische Stimmung seitdem entwickelt? Spielen die Piraten noch eine Rolle? Wie bewerten die Bürger die Spitzenpolitiker? Außerdem im NRW-Trend: Hilft eine zweckgebundene Pkw-Maut gegen marode Straßen? Wer soll Polizeieinsätze bei Fußballspielen zahlen? Und: Wie soll der Haushalt saniert werden? Mit Steuererhöhungen oder Verwaltungseinsparungen?
Gut ein halbes Jahr nach der Landtagswahl in NRW liegt die Landesregierung in der Wählergunst weiter deutlich vorn. Das ist das Ergebnis des NRW-Trends von Infratest dimap im Auftrag des WDR-Politmagazins Westpol. Würde am Sonntag gewählt, käme Rot-Grün bei leichten Gewinnen zusammen auf stattliche 52 Prozent der Stimmen. Während die CDU nach einem historischen Tief um 5,7 Prozent deutlich zulegt und 32 Prozent erreicht, stürzt die FDP von 8,6 auf 5 Prozent ab. 3,8 Prozent der Stimmen verlieren die Piraten, die mit insgesamt 4 Prozent nicht mehr im NRW-Parlament vertreten wären. Auch die Linke würde trotz eines Plus von 1,5 Prozent immer noch an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.
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Mehrheit für Rot-Grün bei der Sonntagsfrage.
Eine breite Zustimmung bei den Wählern in NRW hat Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD): Fast Dreiviertel, 73 Prozent, sind mit ihrer politischen Arbeit zufrieden. Ihre Stellvertreterin Sylvia Löhrmann (Grüne) erreicht gerade einmal 32 Prozent. Noch schlechter schneidet die Opposition ab: Der FDP-Landesverbands- und Fraktionsvorsitzende Christian Lindner bringt es auf 29 Prozent, CDU-Fraktionschef Karl-Josef Laumann und NRW-CDU-Chef Armin Laschet kommen auf jeweils 24 Prozent. Abgeschlagen auf dem letzten Platz liegt der Fraktionschef der Piraten, Joachim Paul, mit nur 7 Prozent.
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Hannelore Kraft hängt ihre politischen Kollegen ab.
Eine deutliche Mehrheit der Wähler favorisiert weiterhin Steuererhöhungen für Großverdiener, um den Landeshaushalt zu entlasten: Waren es im Februar 68 Prozent, sind es nun 70. Unpopulär sind hingegen Sparmaßnahmen und Personalabbau in der Verwaltung: Nur 8 Prozent sind noch dafür, das sind 4 Prozent weniger als im Februar.
Breite Ablehnung für Pkw-Maut
Mit der Einführung einer Pkw-Maut ist in Nordrhein-Westfalen kein Staat zu machen. Fast zwei Drittel der Wähler lehnen sie ab, gerade einmal 35 Prozent sind dafür.
Noch deutlicher positionieren sich die Wähler in NRW beim Thema Sicherheit in Fußballstadien. 72 Prozent sind für eine Verschärfung der Bestimmungen, nur 19 Prozent dagegen.
Fußballvereine sollen sich an Kosten beteiligen
Die überwiegende Mehrheit ist zudem der Ansicht, dass die Fußballvereine an den Kosten für die Polizeieinsätze in den Stadien beteiligt werden sollen. 80 Prozent sprechen sich dafür aus, lediglich 15 Prozent sind dagegen.
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80 Prozent sind für eine Kostenbeteiligung der Fußballvereine.
Stand: 16.12.2012
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