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27.05.2012

Das Erste ist das Fernsehen
Wissen macht Ah!

Das famose Experiment

Das Ah!örgerät

Ah!oergeraet; Rechte: WDR

Normalerweise hört man ja mit den Ohren. Wir zeigen euch aber wie ihr ausnahmsweise mal Geräusche mit den Zähnen hören könnt. "Das geht doch nicht!" sagt ihr?! Hier beweisen wir euch das Gegenteil – mit dem Ahörgerät!

Ah!oergeraet; Rechte: WDR

Man nehme:

  • ein altes, batteriebetriebenes Radio mit Kopfhörerbuchse
  • einen kleinen 1,5 Volt Elektromotor
  • einen Bleistift mit integriertem Radiergummi
  • eine Prickelnadel
  • ein Audiokabel, das an einem Ende eine Kopfhörerklinke und an dem anderen zwei Krokodilklemmen hat
Ah!oergeraet Abbildung 1; Rechte: WDR

Als Erstes macht ihr mit der Prickelnadel ein Loch in das Metallende des Bleistifts, und zwar knapp unter dem Radiergummi. Abbildung 1 zeigt euch wie es geht. Drückt die Nadel feste rein und bewegt sie solange hin und her, bis das Loch so groß ist, dass der Stift des Elektromotors hineinpasst. (Den bekommt ihr übrigens im Modellfachhandel. Ein Elektromotor für Solarmodelle eignet sich für unser Ahörgerät am besten!) Steckt nun den Stift des Elektromotors in das Loch.

Ah!oergeraet Abbildung 2; Rechte: WDR

Als Nächstes schaltet euer Radio ein und sucht euch einen passenden Sender. Schnappt euch das Audiokabel und verbindet die beiden Krokodilklemmen mit den beiden Kabeln des Elektromotors, wie auf Abbildung 2. Dann steckt das andere Ende des Audiokabels, also die Kopfhörerklinke, in die Kopfhörerbuchse eures Radios.

Ah!oergeraet; Rechte: WDR

Ihr hört nichts mehr? Kein Problem! Ihr müsst jetzt nur noch die Lautstärke eures Radios richtig aufdrehen, mit den Zähnen auf den Bleistift beißen und euch die Ohren zu halten. Fertig ist das Ahörgerät! Musik und Stimmen aus dem Radio nehmt ihr jetzt über euren Mund wahr. Ah!

Ah!oergeraet; Rechte: WDR
Ah!oergeraet; Rechte: WDR

Und so funktioniert's:

Der Elektromotor wird normalerweise von Batterien betrieben. Mit dem Ahörgerät bekommt er seinen Strom aber über die Kopfhörerbuchse des Radios, denn der Strom wandert vom Radio über das Audiokabel in den Elektromotor. Die elektrischen Impulse bringen den Elektromotor schließlich zum vibrieren, und zwar synchron zu dem, was gerade im Radio gespielt wird. Die Schwingungen, die dabei entstehen, übertragen sich auf den Bleistift und über den wandern sie weiter auf die Zähne, dann auf den Kieferknochen in das Innenohr, bis sie irgendwann in der sogenannten Schnecke landen. Die Schnecke ist Teil unseres Gehörgangs. Dort sitzen unsere Hörsinneszellen und die schicken die durch die Vibration entstandenen Reize schließlich an das Gehirn weiter: Wir "hören" Radio mit den Zähnen! Ah!

Ah!oergeraet; Rechte: WDR

Übrigens: Sollte der Versuch nicht beim ersten Mal klappen, und ihr hört keine Radiotöne, nicht gleich verzagen! Das könnte daran liegen, dass der Kopfhörer-
ausgang nicht genügend Strom erzeugt. Deshalb solltet ihr ein älteres Radio verwenden, die sind meistens ein bisschen kräftiger und verbrauchen mehr Strom.

© WDR 2012
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Mini Ah!

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Die kleine Portion "Wissen macht Ah!" für zwischendurch!

 

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