
Als Erstes macht ihr mit der Prickelnadel ein Loch in das Metallende des Bleistifts, und zwar knapp unter dem Radiergummi. Abbildung 1 zeigt euch wie es geht. Drückt die Nadel feste rein und bewegt sie solange hin und her, bis das Loch so groß ist, dass der Stift des Elektromotors hineinpasst. (Den bekommt ihr übrigens im Modellfachhandel. Ein Elektromotor für Solarmodelle eignet sich für unser Ahörgerät am besten!) Steckt nun den Stift des Elektromotors in das Loch.
Als Nächstes schaltet euer Radio ein und sucht euch einen passenden Sender. Schnappt euch das Audiokabel und verbindet die beiden Krokodilklemmen mit den beiden Kabeln des Elektromotors, wie auf Abbildung 2. Dann steckt das andere Ende des Audiokabels, also die Kopfhörerklinke, in die Kopfhörerbuchse eures Radios.
Der Elektromotor wird normalerweise von Batterien betrieben. Mit dem Ahörgerät bekommt er seinen Strom aber über die Kopfhörerbuchse des Radios, denn der Strom wandert vom Radio über das Audiokabel in den Elektromotor. Die elektrischen Impulse bringen den Elektromotor schließlich zum vibrieren, und zwar synchron zu dem, was gerade im Radio gespielt wird. Die Schwingungen, die dabei entstehen, übertragen sich auf den Bleistift und über den wandern sie weiter auf die Zähne, dann auf den Kieferknochen in das Innenohr, bis sie irgendwann in der sogenannten Schnecke landen. Die Schnecke ist Teil unseres Gehörgangs. Dort sitzen unsere Hörsinneszellen und die schicken die durch die Vibration entstandenen Reize schließlich an das Gehirn weiter: Wir "hören" Radio mit den Zähnen! Ah!
Übrigens: Sollte der Versuch nicht beim ersten Mal klappen, und ihr hört keine Radiotöne, nicht gleich verzagen! Das könnte daran liegen, dass der Kopfhörer-
ausgang nicht genügend Strom erzeugt. Deshalb solltet ihr ein älteres Radio verwenden, die sind meistens ein bisschen kräftiger und verbrauchen mehr Strom.
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