

Wenn ihr den Faden verliert, ist das zwar ärgerlich, aber nicht so richtig schlimm. Wenn Theseus allerdings den Faden verloren hätte, dann hätte es ihn vermutlich das Leben gekostet. Davon berichtet eine griechische Sage.

Theseus war ein junger Königssohn aus Athen und der Superheld im antiken Griechenland. Und das mit dem Faden kam so: Theseus segelte auf die Insel Kreta. Dort lebte König Minos mit seiner Tochter Ariadne und seinem Stiefsohn Minotaurus.
Minotaurus war halb Mensch und halb Stier. Ein wahres Ungeheuer, denn er fraß mit Vorliebe Menschen auf. Weil der Minotaurus so gefährlich war, ließ Minos für ihn Knossos, ein riesiges Labyrinth, bauen. Das war so groß und verschlungen, dass Minotaurus niemals raus finden konnte.

Theseus beschloss, dem Heißhunger des Ungeheuers ein Ende zu setzen und den Minotaurus zu töten. Dafür musste er aber in das riesige Labyrinth vordringen und riskieren, dass er sich selber verirren und sterben würde.

Ariadne wusste Rat. Die hatte sich nämlich in der Zwischenzeit schwer in Theseus verknallt. Sie gab ihm ein Wollknäuel für den Weg durch das Labyrinth mit. Das band Theseus am Eingang fest und rollte es auf seinem Weg zu Minotaurus ab. Dann tötete er das Biest und fand mit Hilfe des Wollfadens problemlos wieder aus dem Labyrinth raus.
Gut, dass Theseus bei seinem Rückweg nicht den Faden verloren hat…
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