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Das famose Experiment

Wie setzt sich Boden zusammen?

Boden; Rechte: WDR

Erde, Dreck, Boden - was ist das eigentlich? Im Grunde nichts anderes als verwittertes Gestein und zersetzte Lebewesen. Dazu kommen noch Luft, Bakterien, Würmer und Wasser.

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Je nachdem, welches Gestein da zerfällt, was für ein Klima herrscht, welche Lebewesen dort zu Hause sind und wie viel Zeit vergeht, entsteht so ein ganz typischer Boden für jede Region. In der Wüste beispielsweise gibt es Sand. Das ist die Bodenart, die bei extremem Wassermangel entsteht. Andere Bodenarten kann man finden, wenn ein feuchtes Klima herrscht, oder wenn ein Boden aus vulkanischer Asche entsteht.

Bodenschichten unterscheidet man anhand der Körnchengröße. Wenn ihr bei euch im Garten mal die Bodenzusammensetzung erforschen wollt, hier ein Rezept:

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Man nehme:

  • Ein großes Gurkenglas
  • Wasser
  • Natronpulver
  • Erdboden

Füllt das Glas zu zwei Dritteln mit Wasser. Dazu kommt ein Teelöffel Natronpulver. Das sorgt dafür, dass das Wasser weicher wird. Dann füllt ihr das Ganze mit Erde aus eurem Garten auf. Deckel drauf und richtig gut und lange schütteln!

Wenn alles gut durchgemischt ist, stellt ihr das Glas irgendwo ruhig hin. Nach einer halben Minute kann man schon sehen, dass sich am Boden etwas absetzt. Das ist der Sand. Die Sandkörnchen sind die größten, gröbsten und schwersten Körnchen. Sie sind 0,063 bis 2 Millimeter groß und sinken am schnellsten zu Boden. Die nächste Schicht, die sich absetzt, ist der Schluff. Bis die Schluffkörnchen sich abgesetzt haben, dauert es aber schon eine Weile. Schluffkörnchen haben eine Größe von 0,002 bis 0,063 Millimeter.

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Wenn ihr ganz lange wartet - also so ca. eine Woche - lagert sich auch noch eine dritte Schicht ab: die Tonschicht. Tonkörnchen sind so klein und leicht, dass sie ziemlich lange brauchen, bis sie in eurem Glas zu Boden sinken: Alles was kleiner ist als 0,002 Millimeter ist, bezeichnet man als Ton. Mit dieser Schüttelprobe könnt ihr also sehen, wie sich die verschiedenen Schichten in Eurem Gartenboden zusammensetzen.

Wenn die Mischung ausgewogen ist, ist das für euren Garten am besten. Der Sand sorgt zum Beispiel dafür, dass Wasser gut bis zu den Wurzeln dringen kann, und der Ton hält die Nährstoffe fest - so werden sie nicht direkt weggespült.

© WDR 2016
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