

Normalerweise hat der Mensch zwei Hände und an jeder Hand fünf Finger. Und alle diese Finger haben unterschiedliche Namen.

Da ist der Zeigefinger, der heißt so, weil man ihn benutzt, um auf Sachen zu zeigen. Dann gibt es den Mittelfinger, der befindet sich in der Mitte der fünf Finger. Neben dem Mittelfinger ist der sogenannte Ringfinger. Der hat seinen Namen bekommen, weil die meisten Menschen an diesen Finger einen Ring tragen würden. Neben dem Ringfinger ist der kleine Finger, weil er der kleinste von fünf Fingern ist.

Und was ist mit dem fünften Finger? Das ist der Daumen. Wenn man sich den genau anschaut, dann sieht man, dass er der kräftigste von allen Fingern ist. Es gibt aber noch einen Unterschied. Der wird deutlich, wenn man die Gelenke der anderen fünf Finger mit den Daumengelenken vergleicht. Die vier Finger der Hand haben unten ein Gelenk - da wo sie mit dem Handteller verbunden sind. Dann gibt es noch ein Gelenk in der Mitte der Finger und schließlich noch eins knapp unterhalb des Nagels. Der Daumen aber ist anders gebaut. Er hat ein Gelenk, fast schon am Unterarm, eins in der Höhe des Handtellers, und oben wiederum unterhalb des Nagels ist auch noch eins. Weil der Daumen so aufgebaut ist, ist er sehr beweglich. Man kann ihn zum Beispiel quer über den ganzen Handteller umklappen. Das geht mit den anderen Fingern nicht.

Und warum heißt der Daumen jetzt Daumen?
Die alten Germanen haben zum Daumen "Dume" oder "Dumo" gesagt. Das bedeutet "der Dicke" oder "der Starke". Weil der Daumen der dickste und der stärkste der Finger ist, hat er diesen Namen bekommen. "Dumo" oder "Dume" hießen nämlich auch besonders starke und robuste Menschen. Aus "Dumo" ist über die Jahrhunderte dann unser heutiges Wort Daumen geworden.
Ah!
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