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Wissen macht Ah!

Fragen an Dr. Mo

Was ist ein EKG?

EKG; Rechte: WDR

Lieber Dr. Mo!

Als ich neulich bei Ihnen war, haben Sie ein EKG mit mir gemacht. Ich hatte Ihnen ja von den Stichen in meinem Herzen erzählt. Zum Glück war ja alles in Ordnung, und ich bin kerngesund. Zuhause habe ich mich dann aber gefragt, was sie da eigentlich gemacht haben und wie ein EKG funktioniert? Können Sie mir das erklären?

Viele Grüße, Fabian

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Lieber Fabian,

gerne erkläre ich Dir noch mal, wie ein EKG funktioniert und wozu es gut ist. EKG ist die Abkürzung für Elektrokardiogramm. Damit kann man die elektrische Aktivität des Herzmuskels aufzeichnen und erkennen, ob Störungen oder sogar ernsthafte Erkrankungen am Herzen vorliegen. Jedem einzelnen Herzschlag geht eine elektrische Erregung der Herzmuskelfasern voraus. Das ist erforderlich, damit das Herz sich regelmäßig zusammenziehen kann. Denn nur so kann das Herz Blut zur Versorgung aller Organe durch unseren Körper pumpen. Wenn sich das Herz zwischen zwei Herzschlägen entspannt, füllt es sich in dieser Zeit wieder mit Blut und so entsteht ein Kreislauf.

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Muskeln reagieren also auf elektrische Erregung. Wenn Du zum Beispiel eine Faust machen willst, sendet das Gehirn über die Nervenleitungen einen elektrischen Impuls an die Hand, und die Muskeln ziehen die Finger zur Faust zusammen. Das Herz muss aber unaufhörlich schlagen, ohne dass das Gehirn ihm immer sagt, was es zu tun hat. Deshalb hat es einen eigenen elektrischen Impulsgeber: den Sinusknoten. Hier entsteht die eigentliche elektrische Erregung in ganz speziellen Herzmuskelzellen. Über ein eigenes Leitungssystem wird die Erregung dann zu den übrigen Herzmuskelfasern transportiert, damit sich das Herz regelmäßig zusammenziehen kann.

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Das EKG misst also die elektrische Aktivität in unseren Herzen. Um alle Phasen dieses Ablaufes ableiten zu können, habe ich Dir an Armen, Beinen sowie an Deinem Brustkorb all die vielen Elektroden angebracht. Sie messen dann an Deiner Körperoberfläche diese schwachen Ströme. Das EKG verstärkt sie und macht sie damit gut erkennbar. Dabei entsteht die typische EKG-Kurve, die man auf dem Bildschirm sieht oder die man als Papierstreifen drucken kann. Jedem EKG-Bereich kann man einen ganz bestimmten Abschnitt der Herzerregung und damit der verschiedenen Regionen im Herz zuordnen. So kann der Arzt die Herzfunktion überprüfen und beurteilen. Dein EKG war ja wie im Lehrbuch völlig in Ordnung.

Also, bleib gesund und viele Grüße ,

Dr. Mo

© WDR 2016
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