

Filz kann man ganz leicht herstellen. Dafür steckt ihr einfach einen Wollpulli in die Waschmaschine, wascht ihn richtig heiß und heraus kommt: ein richtig schöner Filzklumpen. Aber wenn der Pulli ein Pulli bleiben soll, geht das auch anders (eure Mutter wird es Euch danken):

Befeuchtet ein Stück Wolle mit dem warmen Seifenwasser und rollt das Ganze zu einem kleinen Klumpen zwischen euren Händen hin und her. Befeuchtet immer mehr Wollfasern, legt sie über den Klumpen und rollt, und rollt, und rollt…
Das kann eine Weile dauern. Aber am Ende hat man einen richtigen Filzball, der so fest zusammenpappt, dass man die Fasern nicht mehr so ohne Weiteres losbekommt.


Schaut man sich die Wollfasern unter der Lupe genauer an, kann man sehen, woran es liegt. Normale Wolle sieht glatt aus, die ist meistens eingefettet. Wenn man die Wolle mit Seifenwasser behandelt, wird das Fett zuerst weggewaschen und dann der glatte Faden durch das ständige Aneinanderreiben ganz fusselig gemacht. Der Faden sieht dann in etwa so aus wie der Stamm einer Palme. Überall stehen kleine Wollfasern ab. Und wenn die dann so richtig durchgeknetet werden, verhaken sich die Schuppen und bleiben aneinander hängen. Die Wolle verfilzt. Das passiert mit eurem Filzball - und das passiert auch in der Waschmaschine mit dem Wollpulli.
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