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Wissen macht Ah!

KuriosAh!

Flatulenz

Flatulenz; Rechte: WDR

Folgende Situation: Nach dem Abendessen - Bohnen mit Kohl - rumort es in Eurem Magen und ihr müsst pupsen. Uuuuuh! Peinlich… Waren da vielleicht die Bohnen schlecht? "Wissen macht Ah!" klärt auf, wie es zur Flatulenz - so heißt der Pups in der Fachsprache - kommt:

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Dass man gelegentlich pupsen muss, hat tatsächlich etwas damit zu tun, was man isst. Begleiten wir eine Bohne auf ihrem Weg: Wenn die Bohne runtergeschluckt wird, landet sie erst mal im Magen. Die Bohne wird dann in den Dünndarm weiter transportiert, der sich an den Magen anschließt. Während der Reise durch den langen Dünndarm wird die Bohne verdaut und dabei immer kleiner. Der Rest der Bohne, der nicht verdaut werden konnte, landet dann im Dickdarm. Dort leben unzählige Bakterien, dir nur darauf warten, über den Bohnenrest herzufallen. Sie zerlegen ihn in kleinste Bestandteile, wie Fette, Mineralstoffe, Wasser und Gasteilchen.

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Diese Gase bestehen zum Beispiel aus Sauerstoff und Kohlenstoff. Sobald die Gasteilchen freigelegt sind, verbinden sie sich wieder zu einem neuen Gas. Zum Beispiel Kohlendioxyd. Auf diese Art und Weise entstehen eine ganze Reihe verschiedener Gase, die der Körper aber nicht aufnehmen kann. Sie reichern sich einfach im Dickdarm an. Wenn sich dann genügend Gase gebildet haben, dann wollen sie aus dem Körper raus. Das Ergebnis kennen wir ja: man muss pupsen.

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Das geschieht besonders dann, wenn man schwerverdauliche Speisen, wie Erbsen oder Bohnen, gegessen hat, oder die Nahrung nicht genug gekaut hat. Dann müssen die großen schwerverdaulichen Nahrungsbrocken von den Dickdarmbakterien zersetzt werden. Und je größer der Nahrungsbrocken, desto mehr haben die Dickdarmbakterien zu tun und das ergibt dann mehr Gasteilchen.

Mit dem Rülpsen ins es übrigens ähnlich: wenn man zu viel Luft oder Kohlensäure runtergeschluckt hat, landet sie im Magen, reichert sich an und muss irgendwie wieder den Körper verlassen.

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